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Beratung und Information Berufsbild

Berufsbild

Bauingenieure im Beruf und Studium

Die Arbeitsgebiete der Bauingenieure haben sich durch die Weiterentwicklung vorhandener Aufgaben und durch die Übernahme immer neuer Arbeitsfelder zu einem außerordentlich weit gefächerten Tätigkeitsgebiet entwickelt.
Heute bearbeiten Bauingenieure neben den klassischen Aufgaben der Tragwerksplanung, des Verkehrswesens, der Wasserwirtschaft sowie der Bauausführung auch Projekte im Bereich der Bau-Softwareentwicklung, des Umweltschutzes, des Anlagenbaus, des Facility Managements und vieler weiterer Gebiete.
Auch neue Baustoffe (Glas, Textilien, Kunststoffe) und die Weiterentwicklung bestehender Werkstoffe (Beton, Stahl und Holz) führen zu immer anspruchvolleren Aufgaben für die Bauingenieure.

 

Als selbständige Ingenieure oder als Angestellte in mittelständischen Büros bzw. international tätigen Konzernen beraten Bauingenieure Behörden, Bauherren, Unternehmen und Architekten.
Bauingenieure arbeiten heute sowohl regional als auch weltweit.

Zur Planung der vielfältigen Aufgaben werden von Bauingenieuren sowohl modernste elektronische Simulationen als auch physikalische Modelle und Versuche eingesetzt.Die vielseitigen Arbeitsgebiete der Bauingenieure bringen ein sehr interessantes und abwechslungsreiches Studium mit sich. Voraussetzung zum Bachelor Studium ist neben der Hochschulreife ein dreimonatiges Vorpraktikum auf Baustellen.
Das Studium beginnt mit einem dreimonatigen Vorpraktikum in der Baubranche, danach folgt das Grundstudium (3 Semester). Es folgt das Hauptstudium vom 4. bis zum 7. Semester. Darin liegt als 5. Semester ein praktisches Studiensemester, das bei Baufirmen, Bauverwaltungen oder Ingenieurbüros abzuleisten ist. Den Abschluss des Studiums bildet eine Abschlussarbeit.

Im darauf aufbauenden Masterstudiengang werden die berufsqualifizierenden Grundlagen des Bachelor- Studienganges weiter vertieft. Zur Auswahl stehen dabei drei Studienschwerpunkte

Konstruktiver Ingenieurbau

Verkehrswesen

Wasserwirtschaft

Auch dieser Studiengang wird durch eine Abschlussarbeit beendet.

Der Lehrstoff wird vermittelt durch Vorlesungen, Praktika, Konstruktionsübungen und Laborarbeiten. Neben den Pflichtfächern sind in den Studienplänen Wahlpflichtfächer vorgesehen, die entsprechend den individuellen Neigungen ausgewählt werden können.
Die Arbeiten der öffentlichen Baustoffprüfstelle und der Versuchsanstalt für Wasserbau sind in den Lehrbetrieb des Studienganges Bauingenieurwesen einbezogen und unterstützen so wesentlich die Verbindung der Lehre mit der Praxis. Die erweiterte betontechnologische Ausbildung bereitet - in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Beton-Verein e.V. - auf eine Tätigkeit als Betoningenieur (E-Schein) vor.

Konstruktiver Ingenieurbau Konstruktiver Ingenieurbau
Verkehrswesen Verkehrswesen
Wasserwirtschaft Wasserwirtschaft

Der Studiengang stellt sich vor

Der Studiengang Bauingenieurwesen bewältigte den Übergang vom Zeichenbrett zum CAD System und vom Rechenschieber zum Computer erfolgreich. Der Einsatz modernster Hilfsmittel sind heute im Studiengang sowohl in der Lehre als auch in der praxisorientierten Forschung nicht mehr wegzudenken und sichern die Spitzenstellung des Studienganges im nationalen Vergleich. Der Studiengang kann es sich dabei aufgrund seines guten Rufes und der daraus resultierenden hohen Bewerberzahl, erlauben die Studienanfänger selbst herauszusuchen, da er seit Jahren voll ausgelastet ist.

Im Jahr 2004 wurden die Bauingenieurstudiengänge in Deutschland durch die CHE (Centrum für Hochschulentwicklung) miteinander verglichen. Das daraus resultierende Ranking zeigt, dass der Studiengang Bauingenieurwesen in Karlsruhe, sowohl beim Professorentipp (wo die Professoren ihre Kinder studieren lassen würden) als auch bei den Studierenden (wo die Studenten am zufriedensten sind bzw. wo die Studenten das Lehrangebot am besten bewerten) zu der absoluten Spitzengruppe in Deutschland gehört.

Diese Spitzenposition in der Ausbildung konnte nur durch eine Reihe von Reformen erreicht werden.

Der Studiengang Bauingenieurwesen bietet sowohl im Bachelor- als auch im Masterstudiengang eine sehr breite und, wie durch die CHE Umfrage auch bestätigt, eine qualitativ sehr hochwertige Ingenieurausbildung

Der Studienplan ist dabei klar und übersichtlich gegliedert. Während das erste Jahr des Bachelor Studienganges ganz im Zeichen des Erlernens der für die Bauingenieure unverzichtbaren Grundlagen steht, wird das zweite Studienjahr dazu genutzt einen umfassenden Überblick und die notwendigen Kenntnisse in allen Bereiche des Bauingenieurwesens zu geben. Dieses erlernte Wissen kann der Studierende in dem nun folgenden Praxissemester anwenden und durch erste praktische Berufserfahrungen vertiefen (siehe Studienplan). Das letzte Vorlesungsjahr, das sich nach dem Praxisjahr anschließt, schließt die Bachelor Ausbildung ab und führt zu einem berufsqualifizierenden Abschluss.

Das Master Studium erlaubt den Studierenden eine sehr freie Fächerwahl. Der Studierende kann sich in diesem Jahr selbstverantwortlich nach den eigenen Neigungen und den oft vorhandenen ersten Berufserfahrungen seinen ganz persönlichen Bauingenieur Berufsschwerpunkt wählen und vertiefen. Die daran anschließende Masterarbeit, die immer eine sehr praxisbezogene Themenstellung hat, rundet das Studium vor dem endgültigen Berufseinstieg ab.

Dieses breite Studienangebot, das durch Lehrangebote aus dem naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Bereich ergänzt wird, erlaubt es den Absolventen konjunkturelle Schwankungen in Teilbereichen des Bauingenieurwesens durch Wahl eines anderen Vertiefungsschwerpunktes zu umgehen.

Die Reform der Studien- und Prüfungsordnung wurde auch dazu genutzt das Curriculum des Studienganges zu modularisieren.Die Einteilung des Studium in Module und die bereits sehr frühzeitige Anwendung des credit point systems ermöglichen den Studierenden eine Studienphase an einer ausländischen Hochschule (siehe Studieren im Ausland ). Diese Auslandsaufenthalte werden durch den Studiengang und die Fachhochschule Karlsruhe durch eine umfassende Beratung und auch durch die angebotenen Sprachkurse unterstützt.

Der Studiengang Bauingenieurwesen ist der Studiengang der kurzen Wege. Nahezu alle Seminarräume, alle Räume der Professoren und Assistenten, das Studiensekretariat, sowie die Zimmer des Studiengangleiters, des Prüfungsausschussvorsitzenden, und des Praktikantenamtsleiters befinden sich auf einer Etage. Diese geschickte räumliche Anordnung führt zu einer Vielzahl von Kontakten zwischen Studierenden, Professoren und sonstigem Personal. In den Pausen zwischen den Vorlesungsblöcken sind die Professoren des Studienganges für die Studierenden in den Fluren und Räumen präsent und ansprechbar. Ein nur für den Studiengang zuständiges Sekretariat und Assistenten für jede der drei Vertiefungsrichtungen führen zu einer sehr persönlichen und individuellen Betreuung der Studierenden. Die CHE - Umfrage, die gerade bei der Betreuung durch Sekretariat und Assistenten dem Studiengang Bauingenieurwesen in Karlsruhe einen Spitzenplatz gibt, zeigt den Erfolg dieses Konzeptes. Der Wunsch des Studienganges ist es, dass die für das Jahr 2004 geplante und notwendige Sanierung der Räume auf diese bewährten und gewachsenen Strukturen im Studiengang im Interesse der Studierenden Rücksicht nimmt und diese nicht durch zentrale Einrichtungen im großen Fachbereich Architektur und Bauwesen ersetzt werden. Diese können die persönliche und individuelle Betreuung der Studierenden nicht gewährleisten.

Der Studiengang Bauingenieurwesen unterhält für die Ausbildung der Studierenden und für die Bearbeitung von praxisorientierter Forschung Versuchslabore für Wasser und Geotechnik, Auch die amtliche Materialprüfungsanstalt wird durch einen Professor des Studienganges geleitet (siehe Labore). Weiterhin stehen den Studierenden für die Computer und EDV Ausbildung, mehrere Rechnerräume zur Verfügung. Es ist zum Beispiel im Studiengang selbstverständlich, dass ein Studierender während der Phase der Diplomarbeit einen leistungsfähigen persönlichen Computerarbeitsplatz zugeteilt bekommt. Alle vorhandenen Computerarbeitsplätze sind mit modernen Computerprogrammen ausgestattet, die das gesamte Berufsfeld der Bauingenieure abdecken. Berechnungssoftware für räumliche Tragwerke, Finite Element Programme und dreidimensionale CAD - Programme gehören natürlich zur Ausbildung der Bauingenieure in Karlsruhe.

Der gute Ruf den der Studiengang Bauingenieurwesen in der Fachwelt genießt, wird auch durch eine Vielzahl von Fortbildungsveranstaltungen gepflegt. Diese Veranstaltungen werden vom Studiengang oder Professoren des Studienganges organisiert und in Zusammenhang mit den Berufsverbänden und den Ingenieurkammern für berufstätige Ingenieure abgehalten (Forschung und Weiterbildung).

Studiengangsleitung

Sprechzeiten:

Die Sprechzeiten sind dieser PDF zu entnehmen

Studiendekan

Prof. Dr.-Ing. Markus Baumann
Gebäude B, Raum 212
Tel: +49 (0)721 - 925 2630
Fax: +49 (0)721 - 925 2645
E-Mail: Markus.Baumann[at]Hs-Karlsruhe.de

Sekretariat

Agathe Hein
Gebäude B, Raum 217
Tel: +49 (0)721 - 925 2644
Fax: +49 (0)721 - 925 2645
E-Mail: Bauingenieurwesen.AB[at]Hs-Karlsruhe.de

Leiter Prüfungsausschuss und stellvertretender Studiengangleiter

Prof. Dr.-Ing. Christoph Hupfer
Gebäude B, Raum 219
Tel: +49 (0)721 - 925 2626
Fax: +49 (0)721 - 925 2645
E-Mail: Christoph.Hupfer[at]Hs-Karlsruhe.de

Leiter Praktikantenamt

Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Walther
Gebäude B, Raum 215
Tel: +49 (0)721 - 925 2624
Fax: +49 (0)721 - 925 2645
E-Mail: Hans-Joachim.Walther[at]Hs-Karlsruhe.de

Studium im Ausland

Prof. Dr. Clemes Wittland
Gebäude B, Raum 213
Tel: +49 (0)721 - 925 2618
Fax: +49 (0)721 - 925 2645
E-Mail: Clemens.Wittland[at]Hs-karlsruhe.de

BAFÖG

Prof. Dr.-Ing. Markus Baumann
Gebäude B, Raum 212
Tel: +49 (0)721 - 925 2630
Fax: +49 (0)721 - 925 2645
E-Mail: Markus.Baumann[at]Hs-Karlsruhe.de

Studieren im Ausland

Aktive Studierende nutzen die Möglichkeit, Teile ihres Studiums im Ausland abzu­leisten. Die Motivationen für ein Teilstudium im Ausland sind breit gestreut: Sprach­kenntnisse verbessern, Einblicke in andere Studien- und Lebensbedingungen gewinnen, einen zusätzlichen akademischen Grad erwerben, wissenschaftlich arbeiten und forschen oder zu promovieren. All diese Möglichkeiten werden vom Studiengang Bauingenieurwesen auf unterschiedlichen Ebenen angeboten.

Die einfachste Art eines Teilstudiums im Ausland stellt die Ableistung eines praktischen Studiensemesters dar. In der Regel werden die Studierenden dabei selbst aktiv und suchen sich in Eigeninitiative einen Platz für ein Praktikum in der Welt. Höhere Ansprüche müssen gestellt werden, wenn die Diplomarbeit im Ausland angefertigt werden soll. Es handelt sich dabei in der Regel um die Mitarbeit in Forschungsprojekten. Der Studierende muss dabei Interesse an der theoretischen Durchdringung eines Problems, am Aufbau von Versuchsständen, Messtechnik, Datenauswertung und logischer Präsentation der Ergebnisse mitbringen. In den Berichten der aufnehmenden Hochschulen wurde schon oft betont, dass die gesandten Studierenden für wissenschaftliches Arbeiten mehr Engagement entwickelt haben als die eigene Studentenschaft. Die im Rahmen von internationalen Diplomarbeiten erworbenen Noten sind in aller Regel vorzüglich.

Bei der Suche nach einer für die Anfertigung der Diplomarbeit geeigneten Hoch­schule ist die Teilnahme des Studiengangs am European Credit Transfer System ECTS der Europäischen Union und EFTA Staaten eine besonders nützliche und hilfreiche Einrichtung. Bevorzugte Plätze waren in der Vergangenheit die technische Universität in Tampere/ Finnland, die University of Glasgow / Schottland sowie die Universidad de Oviedo / Spanien. Dabei standen in Tampere und Glasgow experimentelle, in Oviedo dagegen theoretische Arbeiten im Vordergrund.

Internationales Studienprogramm Bauingenieurwesen mit der University of Ulster

Zum Erwerb einer Doppelqualifikation ist eine besonders enge Zusammenarbeit zweier Hochschulen erforderlich. Die beiden kooperierenden Hochschulen erkennen die vom Studierenden beim jeweiligen Partner erbrachten Studienleistungen so an, als ob sie an der eigenen Hochschule geleistet worden wären.

Der Studiengang Bauingenieurwesen besitzt eine derartige Kooperation mit der University of Ulster, U.K. Nach vollständiger Ableistung der Module des ersten, zweiten und dritten Studienjahres in Karlsruhe können die Studierenden an die University of Ulster wechseln, um dort das vierte Studienjahr einschließlich der Diplomarbeit abzuleisten. Dieser zweifellos anstrengende Wechsel wird belohnt durch den Abschluss als Dipl.-Ing. (FH) und als Bachelor of Engineering B. Eng. (hons.). Die Teilnehmer dieses Programms schätzen besonders die Kombination aus praxisorientiertem FH Studium mit dem wissenschaftlich orientierten Studium einer britischen Universität. Die britischen Hochschullehrer wiederum schätzen besonders das starke Engagement der Karlsruher Studierenden bei der forschungsorientierten Diplomarbeit. Vielen von ihnen wird die Möglichkeit angeboten, ihr Studium mit einer Promotion fortzusetzen. Von diesem Angebot wird auch rege Gebrauch gemacht.

Bislang waren sich alle Teilnehmer dieser Programme darin einig, dass ihnen im Rahmen des Bauingenieurstudiums an der Hochschule Karlsruhe eine ungewöhnliche Chance geboten würde, die zu international orientierter Berufstätigkeit oder zu einem wissen­schaftlichen Profil führte.

ECTS-Programm (European Credit Transfer System)

Darüber hinaus nimmt der Studiengang Bauingenieurwesen am ECTS-Programm teil. Die meisten der insgesamt 30 Partner-Institutionen sind Universitäten in der EU und in den EFTA-Ländern. In diesem Zusammenhang findet ein intensiver Studentenaustausch statt.

Beratung:

Prof. Dr.-Ing. Clemens Wittland
Gebäude B, Raum 213
Tel: +49 (0)721 - 925 2618
email: Clemens.Wittland[at]hs-karlsruhe.de

Kontakte zur Praxis

Praktische Studiensemester

Wichtiger Bestandteil des Studiums ist das Praktische Studiensemester, das im 5. Semester durchgeführt wird. Im Rahmen des mindestens 20 Wochen dauernden Praktischen Studiensemester sollen die Studierenden Einblicke in Ihr künftiges Tätigkeitsfeld bekommen.

Im praktischen Studiensemester sind sowohl Tätigkeiten im Arbeitsgebiet der Bauausführung als auch des Bauentwurfs möglich.

Bei der Bauausführung sollen die Studierenden mit den Aufgaben der Bauleitung, der Arbeitsvorbereitung, der Bauausführung und der Kostenrechnung vertraut gemacht werden. In der Regel arbeiten die Studierenden in dieser Zeit in der Bauleitung eines Bauunternehmens, einer Stahlbaufirma, einem Fertigteilwerk oder bei der Bauaufsicht eines Ingenieurbüros bzw. einer Baubehörde.

Beim Bauentwurf wird in einem Entwurfsbüro, im technischen Büro eines Bauunternehmens oder bei der Planungsstelle einer Baubehörde gearbeitet. Die Studierenden sollen hier erste praktische Erfahrungen im Bauentwurf, bei Berechnungen sowie bei der Erstellung von Planungs- und Ausführungsunterlagen sammeln.

Neben Firmen aus dem näheren Einzugsgebiet der Hochschule gibt es auch immer wieder Praxisstellen im Ausland. In den letzten Jahren absolvierten Studierende ihr Praxissemester in Ländern wie Kuba, Venezuela, Schweiz, Frankreich, Großbritannien, Türkei, Marokko usw.

Nach Abschluss des Praktischen Studiensemesters erarbeiten die Studierenden einen kleinen technischen Bericht.

Ergänzend zu der praktischen Tätigkeit bietet die Hochschule im Rahmen einer Praxisvor- bzw. Praxisnachbereitung Blockveranstaltungen an, die eine zweckmäßige Vorbereitung bzw. Ergänzung der Praktischen Tätigkeit darstellen. In solchen Blockveranstaltungen werden beispielsweise CAD - Grundkurse abgehalten, Grundlagen der Arbeits-, Umwelt- und Sicherheitstechnik vermittelt sowie Inhalte des Baurechtes vertieft.

Das Ziel des Praktischen Studiensemesters ist dann erreicht, wenn die Studierenden auf der Grundlage des in den ersten vier Fachsemestern erworbenen Wissens die Fähigkeit entwickeln zunehmend eigenständig und eigenverantwortlich an Problemstellungen mitzuarbeiten. Die Zusammenarbeit im Team fördert die Entwicklung und Herausbildung rationeller Arbeitsweisen und stärkt die soziale Kompetenz.

Das Praktische Studiensemester bieten auch eine gute Möglichkeit des Erfahrungsaustausches zwischen Hochschule und Praxis. Das breite Spektrum der Firmen und Behörden, die Praxisstellen anbieten und betreuen führt häufig zu interessanten Kontakten. Über solche Kontakte ergeben sich u.a. Firmenbesichtigungen, Baustellenbesichtigungen sowie Vortragseinladungen.

Ein Beispiel in jüngster Vergangenheit sind mehrere Praxisgespräche mit der Stahlbaufirma Vollack (Karlsruhe). Leitende Mitarbeiter der Firma Vollack diskutierten mit Studierenden und Professoren der Hochschule Karlsruhe Probleme der zukünftigen Ingenieurausbildung sowie Kooperationsvorhaben. Im Ergebnis stellte die Firma Vollack mehrere Stellen für die Durchführung der Praktischen Studiensemester zur Verfügung und plante und betreute gemeinsam mit den Professoren der Hochschule eine Reihe von Diplomarbeiten.

Die auch über die Zeit der Praxissemester hinausreichenden Kontakte der Studierenden zu “ihren“ jeweiligen Firmen bzw. Behörden führen häufig zu interessanten Diplomaufgabenstellungen.

Abschlussarbeiten

Beispiele dafür sind Variantenuntersuchungen zu realisierten Bauwerken für abgeänderte statisch konstruktive Konzepte oder zur Anwendung neuer europäischer oder deutscher Bemessungsvorschriften. In einigen Fällen werden mit der Arbeit statisch - konstruktive Grundlagen für die Errichtung der unterschiedlichsten Bauwerke erarbeitet.

Mittwochsvorträge

Ein weiterer wichtiger Punkt im Zusammenhang mit den Praxiskontakten sind die von der Hochschule Karlsruhe organisierten Mittwochsvorträge. Die Vorträge sind für Studierende aber auch für die Professoren eine Gelegenheit sich über neueste Entwicklungen zu informieren und gleichzeitig die Kontakte zur Praxis zu pflegen. Vorträge von ehemaligen Absolventen der Hochschule Karlsruhe sind darüber hinaus für die derzeit Studierenden sehr motivierend.

Exkursionen

Die Vorlesungsveranstaltungen des Studienganges werden ergänzt durch fach- und semesterbezogene Tagesexkursionen sowie durch eine ‚Große Exkursion‘ von einwöchiger Dauer, die einmal im Jahr stattfindet. Die Tagesexkursionen führen zu Firmen und Baustellenprojekten in der näheren Umgebung Karlsruhes, während die große Exkursion bundesweit ausgerichtet ist. Teilweise gehen die Kontakte für Besichtigungen auf die Initiative von Studierenden zurück, die in den Firmen ihr Praxissemester abgeleistet haben, oder auf die Initiative von Absolventen, die aus ihrem neuen Wirkungskreis heraus, den Kontakt zur Hochschule halten wollen.

Die große Exkursion wird vorwiegend von Studenten aus dem Vertiefungsstudium genutzt. Neben der fachlichen Ausbildung dienen die Exkursionen, insbesondere die große Exkursion, auch sozialen Aufgaben. Sie eröffnen Studenten und Professoren gleichermaßen die Gelegenheit sich näher kennen zu lernen.

Bild: Exkursion zu einer Brückenbaustelle