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Bachelorstudiengang Fahrzeugtechnologie
Das Studium der Fahrzeugtechnologie behandelt die aktuellen Technologien mechatronischer Systeme in Fahrzeugen. Studienbeginn ist im Sommer- und Wintersemester möglich.
Zu den Ausbildungsschwerpunkten gehören
- Technische Mechanik
- Konstruktion und Fertigung
- Signalverarbeitung
- Mikrocomputertechnik
- Fahrzeugelektronik
- CA-Techniken.
Das Studium
Im 2-semestrigen Grundstudium werden die ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen vermittelt.
Nach dem vierten Semester (Hauptstudium) wird das Praxissemster in einem Industrieunternehmen durchgeführt. Schwerpunktmodule erlauben die Vertiefung des Studiums.
Das Studium vermittelt allerdings nicht nur Fachkompetenzen sondern auch sogenannte Soft-Skills wie Kommunikationsfähigkeit, Teamgeist und Kreativität, die insbesondere in Projektarbeiten trainiert werden.
Die drei- bis viermonatige Bachelor-Thesis wird meist in einem Industrieunternehmen durchgefüht und soll zeigen, dass die Studierenden mit wissenschaftlichen Methoden ein technisches Problem lösen können.
Während dem Hauptstudium besteht außerdem die Möglichkeit, einen Teil der Studienleistungen an einer Partnerhochschule im Ausland zu absolvieren.
Ziele des Bachelor-Studiengangs Fahrzeugtechnologie
Fachliche Qualifikationsziele:
- Erweiterung und Vermittlung von umfangreichem Grundlagen- und Fachwissen, aufbauend auf die bei Studienbeginn vorhandene Vorbildung (Abitur, Berufskolleg, etc.)
- Vermittlung von spezifischem ingenieurwissenschaftlichem Fachwissen aus dem Bereich der Fahrzeugtechnologie, insbesondere aus den Bereichen Fahrzeugelektronik, Software und Konstruktion/Simulation (je nach Schwerpunktswahl)
- Die Fähigkeit fachbezogene Problemstellungen aus dem Bereich des Automobilbaues zu lösen, durch Anwendung des im Studiengangs erworbenen Fachwissens und den erlernten Methoden
- Die Fähigkeit technische Systeme bzw. –Zusammenhänge in Fahrzeugen zu analysieren, zu verstehen, zu bewerten und zu interpretieren
- Hoher Praxisbezug durch anwendungsorientiere Ausbildung und somit direkte Berufsbefähigung in der Fahrzeugindustrie, bzw. Vorbereitung auf ein Weiterstudium in einem (konsekutiven) Masterstudiengang
Überfachliche Qualifikationsziele:
- Die Fähigkeit den Wissenserwerb und die Lernprozesse selbständig zu gestalten und sich somit in neue, bisher unbekannte Detailprobleme einzuarbeiten
- Fähigkeit, sich Problemstellungen ingenieurmäßig zu nähern und die Lösungen entsprechend zu erarbeiten
- Die Fähigkeit im Team zu arbeiten und fachliche sowie organisatorische Verantwortung zu übernehmen
- Die Fähigkeit technische Fakten und Zusammenhänge mit den geeigneten Medien zu beschreiben und zu präsentieren
Das Berufsbild
Die Mehrheit der Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Fahrzeugtechnologie arbeiten in der Automobilindustrie oder in der Zulieferindustrie.
Typische Arbeitsfelder sind:
- Fertigung und Produktion
- Versuch und Erprobung
- Konstruktion
- Hard- und Software-Entwicklung
- Forschung und Entwicklung
- Vertrieb.
Durch das Studium erhalten die Absolventinnen und Absolventen eine breitbandige Ausbildung, die durch das Wahlmodul eine individuelle Vertiefung erfährt.
Formen der Lehrveranstaltungen
Die Studiensemester enthalten Lehrveranstaltungen in Form von Vorlesungen, Übungen, Laborversuchen, Seminaren und Projekten. Ein Semester hat einen Umfang von 30 Creditmpoints (Cp), mit einer Präsenzzeit von ca. 25 Semesterwochenstunden.
Die tatsächliche Arbeitsbelastung (Präsenzzeit, Vor- und Nachbereitung) beträgt 30 Zeitstunden pro Cp.
Lernergebnisse des Bachelor-Studiengangs Fahrzeugtechnologie
Absolventinnen/Absolventen sind nach Abschluss des Studiums der Fahrzeugtechnologie in der Lage:
- die grundsätzlichen Anforderungen bei der Entwicklung neuer Fahrzeugsysteme zu verstehen, Lösungsvorschläge zu entwickeln und Lösungsansätze bewerten zu können,
- die Funktionsprinzipien der beteiligten mechatronischen Systeme zu analysieren, da sie über die entsprechenden Kenntnisse in Maschinenbau, in der Elektrotechnik und in der Informatik verfügen,
- die entsprechenden (Simulations-)Tools zu nutzen bzw. sich schnell in diese einzuarbeiten,
- mit den erlernten Kompetenzen und Tools (z.B. CAD), Bauteile und Baugruppen von Fahrzeugen zu entwickeln und zu konstruieren
- methodisch einen Entwicklungsprozess zu begleiten und auch dementsprechend systematisch „ingenieurmäßig“ zu arbeiten,
- Entwicklungen in Teams durchzuführen, da sie die dazu notwendigen Planungsgrundlagen und Kommunikationskompetenzen erlernt haben,
- sofort bei Entwicklungsprojekten (in der industriellen und wissenschaftlichen Praxis) mitarbeiten zu können.
Voraussetzungen für die Zulassung
Voraussetzung für die Zulassung zum Studium sind das Abitur bzw. die Fachhochschulreife. Des Weiteren ist ein dreimonatiges Vorpraktikum erforderlich. Die Zulassung zum Studium erfolgt nach der Zulassungsordnung.
Das Vorpraktikum hat folgende Ausbildungsinhalte:
Exemplarisches Kennenlernen und Anwenden einiger wesentlicher manueller Grundfertigkeiten (z. B.: Anreißen, Feilen, Sägen, Bohren, Reiben, Gewindeschneiden, Messen, Löten, Schweißen, Wärmebehandlung, Technisches Zeichnen/CAD) sowie das Kennenlernen innerbetrieblicher Abläufe.
Numerus Clausus (NC)
Es gibt für diesen Studiengang keinen NC. Aber es gibt eine Messzahl, nach der die Studienplätze vergeben werden.
Die Messzahl wird wie folgt berechnet:
Die Fächer Mathematik, Deutsch, Englisch (ersatzweite eine andere fortgeführt Fremdsprache) und Physik (ersatzweise ein anderes fortgeführtes naturwissenschaftliches Fach), sowie die Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung werden für die Bildung der Rangliste besonders berücksichtig.
Zusätzlich wird die Auswahl nach folgenden Kriterien getroffen:
• doppelt gewichtetes Kernfach Mathematik
• mehrjährige Physikausbildung
• mehrjährige Fremdsprachenausbildung
• Berufsausbildung
Die in der Oberstufe erbrachte beste Durchschnittsnote im einzelnen Prüfungsfach oder die Durchschnittsnote der Einzelnoten in der Oberstufe
a) Mathematik wird mit dem Faktor 4
b) Deutsch mit dem Faktor 1
c) Englisch mit dem Faktor 1 und
d) Physik mit dem Faktor 3
multipliziert.
Die Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung wird mit dem Faktor 3 multipliziert. Die erreichten Punkte werden addiert.
Eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem technischen Ausbildungsberuf wird mit 3 Punkten, eine Fremdsprachenausbildung von mindestens 2 Jahren in der Oberstufe mit 1 Punkt, eine Physikausbildung von mindestens 2 Jahren in der Oberstufe mit 2 Punkten und ein Kernfach Mathematik bis zum letzten Schuljahr mit 2 Punkten gutgeschrieben.
Die Punktzahlen der sonstigen Leistungen (Ausbildung, etc.) werden von der Punktzahl der schulische Leistungen subtrahiert. Das Ergebnis ist die Messzahl, welche für die Reihung auf der Auswahlliste ausschlaggebend ist.
Weitere Informationen zur Messzahl finden Sie hier: Messzahl
