Forschung als Kernkompetenz

Foto: T. Schwerdt
Foto: T. Schwerdt

Die traditionsreiche Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft (HsKA) zählt zu den forschungsstärksten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Dabei stehen anwendungsnahe Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Mittelpunkt. Der Ausbau der praxisorientierten Forschung ist ein strategisches Ziel der Hochschule. Die immer umfangreicheren Forschungsaktivitäten der HsKA werden in zwei zentralen Forschungseinrichtungen gebündelt – dem Institut für Angewandte Forschung (IAF) und dem Institute of Materials and Processes (IMP).

Systematisch werden an der HsKA Promotionen in Kooperation mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in gleich zwei Graduiertenkollegs betreut und damit der Ausbau der angewandten Forschung gefördert: ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Graduiertenkolleg und ein vom Land Baden-Württemberg finanziertes kooperatives Promotionskolleg.

Die wissenschaftliche Vernetzung in Forschung und Lehre und der intensive Dialog mit der Industrie schärfen nicht nur das Profil der Hochschule, sie sind gleichzeitig auch Garant für die hohe Ausbildungsqualität. Absolventen haben so beste Berufsaussichten – auch auf dem internationalen Arbeitsmarkt.

Forschungsschwerpunkte

Das Forschungsprofil der HsKA wird durch drei interdisziplinäre Forschungsschwerpunkte geprägt. Diese erstrecken sich jeweils über mehrere Forschungsinstitute und bieten im Zuge des Technologietransfers eine Anlaufstelle für insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen. Die Forschungsschwerpunkte der HsKA sind auf der Forschungslandkarte der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) vertreten.

Energieeffizienz und Mobilität

Erforscht werden die Energiebereitstellung und -speicherung einzelner Verkehrsträgertechnologien. Forschungsansätze sind beispielsweise im Bereich thermodynamischer Prozesse, zukünftiger Antriebskonzepte (Effiziente Antriebsstränge, Hybridtechnik, E-Mobilität), Lade- und Kommunikationsinfrastruktur (Onboard, Offboard) oder des Onboard-Energiemanagements zu finden. An dem Forschungsschwerpunkt arbeiten das Institut für Kälte-, Klima- und Umwelttechnik (IKKU) und das Institut für energieeffiziente Mobilität (IEEM).

Intelligente Systeme

Hier werden solche Systeme aus Technik, Wirtschaft und Pädagogik erforscht, die sich über die Interpretation und Verarbeitung von Signalen und des Nutzerverhaltens individuell an diesen anpassen. Somit geht es um die Optimierung der Mensch-Maschine-Interaktion. Die Anwendungsgebiete gehen vom E-Learning über die Medizin- bis hin zur Umwelttechnik. Beteiligt sind die Intelligent Systems Research Group (ISRG), das Institut für signalverarbeitende Systeme (ISS), das Institut für Sensorik und Informationssysteme (ISIS), das Institut für Geomatik (IfG) und das Institute for Computers in Education (ICe).

Materialien, Prozesse und Systeme

Der Fokus liegt auf neuen Modellierungstechniken für die Werkstoffsimulation und Optimierungen in der Produktions- und Fertigungstechnik sowie Fluiddynamik. Anwendungsbereiche sind der Werkzeug- und Formenbau (u. a. virtuelles Materialdesign), die Medizintechnik, die Luft- und Raumfahrttechnik und das Bauwesen (u. a. präventiver Oberflächenschutz, Zustandserfassungen in der Verkehrsinfrastruktur). Geforscht wird am Institute of Materials und Processes (IMP), dem Institut für Prävention im Bauwesen (IPB) und dem Institut für Grundbau und Straßenbau (IGS).