23. Juni 2012: „Fest der jungen Forscher“. Hochschule Karlsruhe ist wissenschaftlicher Partner

19. Juni 2012

23. Juni 2012: „Fest der jungen Forscher“

Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft ist wissenschaftlicher Partner bei der „Stadt der jungen Forscher“

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Am Samstag, 23. Juni 2012, findet von 10.00 bis 18.00 Uhr das „Fest der jungen Forscher“ auf dem Friedrichsplatz in der Karlsruher Innenstadt statt. Das Fest markiert den Höhepunkt der „Stadt der jungen Forscher 2012“. Karlsruhe hatte sich im Mai 2011 im bundesweiten Wettbewerb „Stadt der jungen Forscher“ gegen sechs andere Städte durchgesetzt. Präsentiert werden 25 Schulprojekte zum Thema Kommunikation@Karlsruhe, an denen über 350 Schülerinnen und Schüler aller Schularten aus Karlsruhe und Umgebung arbeiten.

Professoren und Mitarbeiter der Hochschule Karlsruhe (HsKA) stehen seit Monaten vier Schulprojekten zur Seite und unterstützen diese mit Fachwissen und technischem Know-how.

Das Projekt „Drahtlose Kommunikation“ vom Humboldt-Gymnasium Karlsruhe wird z. B. von Prof. Dr. Manfred Litzenburger aus der Fakultät für Elektro- und Informationstechnik begleitet. Die Schülerinnen und Schüler untersuchen die drahtlose Kommunikation mit Hilfe von elektronischen Geräten, wobei die Messung elektromagnetischer Felder im Alltag im Mittelpunkt steht. Dazu wurden im Hochfrequenz-Labor der HsKA Messungen an Handys und WLAN-Geräten mit Hilfe eines Spektrum-Analysators und einer Messantenne vorgenommen. Das Ausbreitungsverhalten der elektromagnetischen Wellen studierten die Jugendlichen bei einem „Feldeinsatz“ mit Messempfänger an einem Mobilfunkmast in Karlsruhe-Knielingen.

Die Schülerinnen und Schüler des Edith-Stein-Gymnasiums Bretten werden beim ihrem Vorhaben der „Weiterentwicklung eines Blindenstocks“ von Prof. Dr. Klemens Gintner und Laboringenieur Bernhard Beck von der Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik betreut. Ein normaler Blindenstock wurde um drei Ultraschall-Abstandssensoren erweitert, die Markisen in Kopfhöhe, Tischkanten im Hüftbereich und Treppenabgänge in Beinhöhe erkennen. Die von den Sensoren aufgenommen Informationen lösen dann im Griff Vibrationen aus, je nach Sensor vibriert ein anderer Vibrationsmotor an Daumen, Mittelfinden oder kleinem Finger. Dank dieser Weiterentwicklung kann sich ein Blinder nun eigenständig sicherer bewegen.

Eine Gruppe „junger Forscher“ des Bismarck-Gymnasiums Karlsruhe ging der Frage nach, wie die Unterstützung durch Roboter im Haushalt konkret aussehen kann und wie an dieser Stelle die so genannte Mensch-Maschine-Schnittstelle für die Kommunikation mit den Robotern gestaltet sein sollte (Kommunizieren mit LEGO Mindstorms). Hilfestellung bei Konzeption und Konstruktion der jeweiligen Roboter, die mit Hilfe von Lego-Mindstorms gebaut wurden, erhielten die Jugendlichen von Prof. Dr. Uwe Haneke und seinem LEGO::lab-Team aus der Fakultät für Informatik und Wirtschaftsinformatik. Resultat sind zum Beispiel Roboter, die auf Anweisung das Zimmer aufräumen oder zielgerichtet Getränke holen. Dabei kommunizieren die Roboter nicht nur mit Menschen, sondern auch untereinander, um einige Aufgaben auch arbeitsteilig auszuführen.

Das Projekt „Grünasium – Heisenberg-Gymnasium Bruchsal communicates green“ wird von Prof. Dr. Klaus Wolfrum von der Fakultät für Elektro- und Informationstechnik wissenschaftlich begleitet. Hier geht es um die Frage, wie Mitschüler, Eltern und Lehrer für die Themen Energieverbrauch und Energieeinsparung sensibilisiert werden können. Ein erster Schritt war die Installation von drahtlosen Messmodulen für das Raumklima in verschiedenen Klassenzimmern, die von den Schülern selbst mit vorgefertigten Funktionsbausteinen vorgenommen wurde. Die Erfassung der Raumklimadaten, deren Interpretation und Darstellung waren weitere Meilensteine des Projekts ebenso wie die Kommunikation der Ergebnisse, Schlussfolgerungen und Empfehlungen an die Mitschüler, Lehrer und Eltern, für die die Schülergruppe verschiedene Wege wählte (Litfaßsäule in der Aula, Umfragen, Quiz-Spiele und Ideenwettbewerbe zum Thema Umwelt und Energiesparen).

Sämtliche Projekte werden auf dem Fest als „Projektpräsentationen“ vorgestellt und sind im Rennen um den „osKarl“, einem eigens für die „Stadt der jungen Forscher“ ins Leben gerufenen Preis für herausragende Schülerforschungsprojekte aus Karlsruhe und Umgebung.

Die Hochschule Karlsruhe ist auch im Experimente-Park vertreten: Im Zelt „Sensorik entdecken“ werden die Besucher u. a. eingeladen, auf ein Fahrrad mit integrierten Sensoren zu steigen und die eigene Fahrt durch eine virtuelle Landschaft auf dem Bildschirm zu verfolgen. Die Besucher erfahren dabei, wie sich mit Hilfe der Sensorik mechanische Bewegungen in eine interaktive Bildschirmwiedergabe integrieren lässt.
Allgemeine Informationen zur Hochschule Karlsruhe und zu den Studienangeboten sind beim „Markt der Möglichkeiten“ zu finden.

Muris Pahl, Mechatronikstudent im 6. Semester an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, unterstützt die Schüler des Edith-Stein-Gymnasiums Bretten bei der Weiterentwicklung des Blindenstocks.  Foto: HsKA Muris Pahl, Mechatronikstudent im 6. Semester an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, unterstützt die Schüler des Edith-Stein-Gymnasiums Bretten bei der Weiterentwicklung des Blindenstocks. Foto: HsKA