An der HsKA entwickeltes Elektromobil unter den Finalisten des Innovationspreises NEO2011

8. Dezember 2011

Drahtlose Energieübertragung

An der Hochschule Karlsruhe entwickeltes Elektromobil unter den Finalisten des Innovationspreises NEO2011 der TechnologieRegion Karlsruhe

Hörbar 20.12.11.mp3

 

Mit dem NEO, dem Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK), werden herausragende Forschungsleistungen ausgezeichnet, die für die Zukunftsfähigkeit der modernen Gesellschaft von Bedeutung sind. Der Preis wird jährlich zu einem wechselnden Themenbereich vergeben, 2011 ging es um das Thema Mobilität.

Aus 19 eingegangenen Bewerbungen hatte eine Fachjury sechs Finalisten für den NEO2011 ermittelt. „Dabei hatten wir uns wegen der hohen Qualität der Bewerbungen dazu entschieden, den Kreis der Nominierten von fünf auf sechs zu erweitern“, so TRK-Geschäftsführer Jochen Ehlgötz zum Auswahlverfahren. Unter diesen war auch Prof. Jürgen Walter aus der Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft mit dem Projekt „E-Quikie“.

Unter seiner Leitung haben 14 Studierende der Bachelorstudiengänge Mechatronik und Maschinenbau sowie des internationalen Masterstudiengangs Mechatronic and Micromechatronic Systems der Hochschule Karlsruhe ein Elektromobil selbst konstruiert und gebaut. Der technische Clou des Fahrzeugs: Es bezieht seine Energie nicht aus mitgeführten Batterien oder Akkus, sondern aus elektrischen Leiterbahnen, die im Boden verlegt sind. An der Fahrzeugunterseite befinden sich entsprechende Abnehmer, die nach dem Prinzip der elektrischen Induktion die Energie aus diesen Leiterbahnen beziehen und an den elektrischen Nabenmotor des E-Mobils weiterleiten. Dazu wurden von ihnen auch die Einzelkomponenten des Fahrzeugs wie Lenkung, Bremsen und Fahrgestell aus Hightech-Materialen konstruiert. Auch bei der Außenhaut des Fahrzeugs spielten Gewicht und Aerodynamik eine große Rolle, die daher aus Carbon (Kohlefasern) gefertigt wurde, so dass das Gesamtfahrzeug nur 60 kg wiegt. Mit 2 KW hat der Nabenmotor eine geringe Leistungsaufnahme und trotzdem erreicht das Fahrzeug Spitzengeschwindigkeiten bis zu 70 km/h.

Jan Mücke, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, und Heinz Fenrich, TRK-Vorsitzender und Karlsruher Oberbürgermeister, überreichten am 5. Dezember 2011 im Mercedes-Benz Kundencenter Rastatt den mit 20 000 Euro dotierten Preis an Rainer Blickle, geschäftsführender Gesellschafter von SEW-EURODRIVE für ein induktives Energie- und Datenübertragungssystem zur kabellosen Batterieladung für Pkw und Zweiräder, für das sich die Jury in einem knappen Votum entschieden hatte.

„Für unsere Hochschule ist die Finalteilnahme ein großer Erfolg“, so Rektor Prof. Dr. Karl-Heinz Meisel, „und zeigt, auf welch hohem Niveau Forschungs- und Entwicklungsarbeiten an der Hochschule Karlsruhe durchgeführt werden und wie praxisorientiert und aktuell ihre Hochschulausbildung ist.“

Weblinks zum Projekt „E-Quikie“:
http://www.hs-karlsruhe.de/hochschule/aktuelles/pressemitteilungen/e-quickie.html
http://www.hs-karlsruhe.de/hochschule/aktuelles/presse/preistraeger-im-land-der-ideen-2011.html

War 2011 schon Preisträger im bundesweiten Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“: das an der Hochschule Karlsruhe konstruierte Elektromobil „E-Quickie“ mit drahtloser Energieübertragung War 2011 schon Preisträger im bundesweiten Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“: das an der Hochschule Karlsruhe konstruierte Elektromobil „E-Quickie“ mit drahtloser Energieübertragung