Vortrag von Prof. Dr. Gunther Tichy

27. April 2012

Europawoche 2012

2.5.2012: Öffentlicher Vortrag „Die Schulden und die Krise in der Europäischen Währungsunion“ von Prof. em. Dr. Gunther Tichy an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft

Am Mittwoch, 2. Mai 2012, 11.30–13.00 Uhr, laden Rektorat und Fakultät für Wirtschaftswissenschaften innerhalb des Programms der Europawoche 2012 zum öffentlichen Vortrag „Die Schulden und die Krise in der Europäischen Währungsunion“ von Prof. em. Dr. Gunther Tichy, Universität Graz und Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WiFo) in Wien, mit anschließender Diskussion in die Aula (1. OG, Geb. A) der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, Moltkestr. 30, 76133 Karlsruhe, ein. Der Eintritt ist frei.

Die nahezu weltweite Staatsschuldenkrise steht nach wie vor im Fokus der medialen und politischen Diskussion. Doch ihre Ursachen, so Prof. em. Dr. Gunther Tichy, seien von Politik und Medien lange zu eng gesehen, und demgemäß zu oft auch nur eindimensionale Lösungen vorgeschlagen worden. Auf den Ministerkonferenzen der EU im Oktober und Dezember 2011 habe sich erstmals ein etwas breiterer Ansatz durchgesetzt – ein wichtiger Schritt zur Bereinigung der unmittelbaren Probleme, so der österreichische Fachmann. Straffere Fiskalpolitik und umfangreichere Mittel zur Intervention seien wichtige Schritte. Eine nachhaltige Lösung müsse jedoch breiter ansetzen und verschiedene Konstruktionsmängel beseitigen, die die Heterogenität der Währungsunion aufwerfe. „Ohne Elemente einer Transferunion in konjunktureller wie struktureller Hinsicht“, betont der Referent, „wird man auf längere Sicht nicht auskommen.“ Zudem gelte es die Länder der südlichen Peripherie wettbewerbsfähig zu machen, ihr Schuldenniveau zu verringern und das Problem der Realzinsunterschiede zu lösen.

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