Über uns

An dieser Stelle finden sich Beiträge, die sich um die Menschen im Personalrat und das Gremium selbst drehen.

Den Anfang macht der Abschied von unserem langjährigen Personalratsvorsitzenden Ernst Höfer:

Foto: Andreas Rieger Foto: Andreas Rieger

Das Wandern ist des Höfers Lust

Auf einmal war er weg, man hörte ihn nicht mehr. Unseren Ernst Höfer. Derjenige, der sich schon Gehör zu verschaffen vermochte, wenn er es für notwendig erachtete. Ab, in den Ruhestand. Er, der quirlige, begeisterungsfähige Kämpfer, wenn es um „seine“ Sachen ging: Personalratsvorsitzender, Inhaber der Schlüsselgewalt der Hochschule und Mitglied der technischen Abteilung, die so vieles regelt, was für Lehre und Forschung notwendig ist.

In all diesen Tätigkeiten gehörte er auch zu denjenigen, die am meisten auf dem Gelände der Hochschule umherwanderten und an Stellen kamen, die vielen von uns verborgen bleiben werden. Schon allein deswegen konnte er 18 Jahre lang als Personalratsvorsitzender die vielen kleinen Probleme mitbekommen und zu deren Lösung beitragen. Also ein guter Wanderer im Hochschulbereich. Aber auch bewandert in den vielen Gesetzen und Vorschriften, die man als Personalratsvorsitzender tagtäglich braucht. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Rektorat wurde gelegentlich auch strapaziert, aber immer ein gangbarer Weg gefunden. Hier war er immer ein leidenschaftlicher Kämpfer für die Rechte der Belegschaft, die Benachteiligten und für die Gesundheit aller.

Foto: Dagmar Javurek Foto: Dagmar Javurek

Bewandert ist er zudem in Geschichte, erst einmal in der der Hochschule selbst, wo er so manche Anekdoten mitbekam in den über 36 Jahren seiner Zugehörigkeit. Dann aber auch in der deutschen und internationalen, das merkte man sofort, wenn es z.B. um den Betriebsausflug ging. Hier waren immer die uralten Gebäude, Päpste und Fürstenhäuser oder bedeutende Zeitgenossen mit im Spiel, wenn es um die Wahl eines Zieles ging. So auch in diesem Jahr: Ladenburg, Römer und Mittelalter, aber auch Neues war dabei und dazu passend, wie es sich für eine technische Hochschule gehört: Carl Benz und seine erste Werkstatt. Beim Betriebsausflug ist er noch da, nicht nur physisch anwesend, sondern sogar der Initiator - eine gute Idee, die Pensionäre für den Betriebsausflug „einzuspannen“ - aber ansonsten ist er im Ruhestand. Natürlich gab es eine Abschlussfeier, eine große offizielle mit Rektorat, goldener Ehrennadel und allen wichtigen Persönlichkeiten. Bei den dort gezeigten Bildern aus der Vergangenheit gab es so manches zu lachen, ganz seinem Naturell entsprechend: Offen und fröhlich über viele Dinge zu lachen, aber auch über sich selbst. Wir wünschen ihm für seinen Ruhestand, dass dies so bleibt. Auf dass er Freude an seinem Garten und der Weltgeschichte hat (zumindest am Diskutieren darüber) und wieder auf der Suche nach neuen Ausflugszielen ist, spätestens dann können wir ihn wieder erleben.
Und zum Schluss noch, das Einzige was er wohl nicht ist: Ein Wanderer, wie es vielleicht der Titel zunächst vermuten lässt. Oder kann sich jemand erinnern ihn auf der letzten Wanderung beim Betriebsausflug gesehen zu haben?

Andreas Rieger