Fest der jungen Forscher
Die Schüler des Heisenberg-Gymnasiums Bruchsal präsentierten ihr Projekt "Grünasium" auf dem "Fest der jungen Forscher". Foto: Klaus Wolfrum
Oberbürgermeister Heinz Fenrich und Erste Bürgermeisterin Margret Mergen testeten den Blindenstock, den die Schüler des Edith-Stein-Gymnasium Bretten gemeinsam mit Studierenden der Hochschule Karlsruhe entwickelt hatten. Foto: Daniela Löh
osKarls für die Projekte "Blindenstock" und "Grünasium"
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Das „Fest der jungen Forscher“ am 23. Juni 2012 auf dem Friedrichsplatz markierte das Finale der „Stadt der jungen Forscher 2012“. Den rund 30.000 Besucherinnen und Besuchern wurde neben interaktiven Vorführungen und spannenden Experimenten auch jede Menge Wissenschaft zum Anfassen geboten. Auch die vier Projekte, die Professoren und Mitarbeiter der Hochschule Karlsruhe wissenschaftlich begleitet hatten, waren auf dem Fest vertreten. Zur Bildergalerie
Höhepunkt war um 17 Uhr die erstmalige Verleihung des osKarls, des neuen Karlsruher Wissenschaftspreises. Die Jury, zusammengesetzt aus Vertretern der Förderstiftungen, wissenschaftlicher Einrichtungen, Partnern der Stadt sowie Medienvertretern, vergab den Preis in sechs verschiedenen Kategorien an besonders herausragende Schülerforschungsprojekte.
Von den vier Projekten, an denen die Hochschule Karlsruhe beteiligt war, wurden zwei ausgezeichnet: Das Projekt "Weiterentwicklung eines High-Tech-Blindenstocks" des Edith-Stein-Gymnasiums Bretten wurde mit dem osKarl für die beste Umsetzung geehrt, das Projekt "Grünasium - Heisenberg-Gymnasium Bruchsal communicates green" erhielt den osKarl für Nachhaltigkeit.
Die Schülerinnen und Schüler des Edith-Stein-Gymnasiums Bretten werden beim ihrem Vorhaben der „Weiterentwicklung eines Blindenstocks“ von Prof. Dr. Klemens Gintner und Laboringenieur Bernhard Beck von der Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik betreut. Ein normaler Blindenstock wurde um drei Ultraschall-Abstandssensoren erweitert, die Markisen in Kopfhöhe, Tischkanten im Hüftbereich und Treppenabgänge in Beinhöhe erkennen. Die von den Sensoren aufgenommen Informationen lösen dann im Griff Vibrationen aus, je nach Sensor vibriert ein anderer Vibrationsmotor an Daumen, Mittelfinden oder kleinem Finger. Dank dieser Weiterentwicklung kann sich ein Blinder nun eigenständig sicherer bewegen.
Das Projekt „Grünasium – Heisenberg-Gymnasium Bruchsal communicates green“ wird von Prof. Dr. Klaus Wolfrum von der Fakultät für Elektro- und Informationstechnik wissenschaftlich begleitet. Hier geht es um die Frage, wie Mitschüler, Eltern und Lehrer für die Themen Energieverbrauch und Energieeinsparung sensibilisiert werden können. Ein erster Schritt war die Installation von drahtlosen Messmodulen für das Raumklima in verschiedenen Klassenzimmern, die von den Schülern selbst mit vorgefertigten Funktionsbausteinen vorgenommen wurde. Die Erfassung der Raumklimadaten, deren Interpretation und Darstellung waren weitere Meilensteine des Projekts ebenso wie die Kommunikation der Ergebnisse, Schlussfolgerungen und Empfehlungen an die Mitschüler, Lehrer und Eltern, für die die Schülergruppe verschiedene Wege wählte (Litfaßsäule in der Aula, Umfragen, Quiz-Spiele und Ideenwettbewerbe zum Thema Umwelt und Energiesparen).
Die Hochschule Karlsruhe unterstützte darüber hinaus folgende zwei Projekte:
„Drahtlose Kommunikation“
Schule: Humboldt-Gymnasium Karlsruhe
Partner: Prof. Dr. Litzenburger, Fakultät für Elektro- und Informationstechnik
„Kommunizieren mit LEGO-Mindstorms Robotern“
Schule: Bismarck-Gymnasium Karlsruhe
Partner: Prof. Dr. Haneke und Prof. Dr. Henning, Fakultät für Informatik und Wirtschaftsinformatik
