Was sind die wichtigen Fakten zur Hochschule?
Näher dran. Die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft
Mit rund 7000 Studierenden ist die Hochschule Karlsruhe (HsKA) eine der größten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (ehemals: Fachhochschule) in Baden-Württemberg und bietet ein vielseitiges Spektrum an Studienmöglichkeiten in technisch-ingenieurwissenschaftlichen, Informatik-, Wirtschafts- und Mediendisziplinen. Alle Studiengänge sind akkreditiert und führen zu den gestuften, internationalen Abschlüssen „Bachelor“ und „Master“.
Sieben gute Gründe für ein Studium an einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW)
1. Studiengänge mit Zukunft
Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW), wie Fachhochschulen in Baden-Württemberg seit 2010 heißen, konzentrieren sich mit ihrem Studienangebot auf Technik, Wirtschaft, Gestaltung und Soziales. An der Hochschule Karlsruhe bilden technische Studiengänge den Schwerpunkt. Daneben gibt es aber auch Studienangebote mit wirtschaftswissenschaftlichen oder gestalterischen Inhalten. Typisch für eine HAW sind auch sehr spezialisierte Studiengänge, die oft über eine große Nachfrage aus Industrie und Wirtschaft entstehen. So bietet die Hochschule Karlsruhe neben dem klassischen Maschinenbau auch die Studiengänge Fahrzeugtechnologie und Mechatronik an, nicht nur einen, sondern gleich vier Elektrotechnik-Studiengänge. Neben der Informatik gibt es auch Wirtschaftsinformatik sowie Medien- und Kommunikationsinformatik und neben dem Bauingenieurwesen beispielsweise auch Infrastructure Engineering. Studiengänge wie Verkehrssystemmanagement oder KulturMediaTechnologie sind deutschlandweit sogar einmalig. Insbesondere Absolventen der Informatik und technischer Disziplinen können auch in den kommenden Jahren mit hervorragenden Berufsaussichten rechnen.
2. Ausgewogene Mischung aus Theorie und Praxis
Während an einer Universität die theoriegeleitete Wissensvermittlung dominiert und an einer Dualen Hochschule Inhalte praxisnah an einer Branche bzw. einer Firma ausgerichtet sind, bietet eine HAW eine theoretisch fundierte, aber dennoch anwendungsbezogene und praxisorientierte Lehre. Was bedeutet das? Das heißt z. B., dass ein integriertes Praxissemester und eine Abschlussarbeit, die bei den Bachelorstudiengängen in der Regel in einem Unternehmen angefertigt wird, für die nötige praxisnahe Ausbildung sorgen und den Kontakt zu späteren Arbeitgebern ermöglichen. Während die Dozenten einer Universität in der Regel eine rein akademische Laufbahn durchlaufen, verfügen Professoren und Lehrbeauftragte einer HAW auch über langjährige Industrieerfahrung. So kommen Sie im Studium mit aktuellen Themen und Anforderungen aus der Berufswelt in Berührung. Das wirkt sich natürlich auch auf den Stundenplan aus: theoretische Vorlesungen wechseln sich mit Tutorien und praktischen Übungen in Laboratorien ab.
3. Schneller Berufseinstieg oder wissenschaftliche Karriere
Anders als an einer Universität genügt an einer HAW der Bachelorabschluss in der Regel für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben. Und dies, ohne gleich an ein bestimmtes Unternehmen gebunden zu sein, wie es an der Dualen Hochschule meist der Fall ist. Wer sein Wissen aber dennoch vertiefen und spezialisieren möchte, hat die Möglichkeit, auch sein Masterstudium an der Hochschule Karlsruhe zu absolvieren. Und für viele besteht damit die Möglichkeit, in aktuelle Forschungsprojekte eingebunden zu werden und so herauszufinden, ob vielleicht eine wissenschaftliche Karriere das Richtige ist. Da die Hochschule Karlsruhe landesweit eine der forschungsstärksten HAW ist, bieten sich solche Optionen in allen Fachrichtungen an. Mit einem Masterabschluss steht Ihnen auch über Kooperationsabkommen mit Universitäten der Weg zur Promotion offen. Das Kooperationsabkommen ist notwendig, weil eine HAW kein eigenes Promotionsrecht besitzt. Wenn Sie schon jetzt eine Promotion ins Auge fassen, können Sie sich mit Ihren Fragen an das Doktoranden-Netzwerk (LINK) der Hochschule Karlsruhe wenden.
Wenn Sie gerne wissen möchten, in welchen Forschungsfeldern die Hochschule besonders aktiv ist, besuchen Sie unsere Seite „Forschung“.
4. Gute Auslandskontakte
Wie die meisten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften verfügt auch die Hochschule Karlsruhe über ein breites Netz an Auslandskontakten. Diese ermöglichen es Ihnen unter voller Anerkennung Ihrer Studienleistungen ein Semester an einer ausländischen Hochschule zu verbringen oder dort Ihre Abschlussarbeit zu schreiben. Auch das praktische Studiensemester wird von vielen Studierenden im Ausland absolviert. An keiner anderen Hochschulform in Baden-Württemberg sind die Möglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt so gut wie an einer HAW.
Eine Besonderheit im Studienprogramm sind die Studienvarianten, die zu Doppelabschlüssen führen. Sind Sie in einem solchen Studiengang eingeschrieben, erwerben Sie zusätzlich zu Ihrem deutschen Bachelor oder Master den Abschluss einer oder gar zwei ausländischer Hochschulen. Diese Programme legen eine hervorragende Grundlage für das Arbeiten in internationalen Teams, wie es in den Ingenieurwissenschaften häufig der Fall ist.
Zu diesen Programmen zählen beispielsweise:
- Bachelor- und Masterstudiengang Bauingenieurwesen trinational (Fachhochschule Nordwestschweiz; Université de Strasbourg, Frankreich)
- Bachelorstudiengänge Fahrzeugtechnologie, Maschinenbau, Mechatronik (ENSMM de Besançon, Frankreich)
- Masterstudiengang Elektrotechnik (Ryerson University, Kanada)
- Masterstudiengang Geomatik (Universidad Politécnica de Valencia, Spanien)
- Masterstudiengang Informatik (Eastern Michigan University, USA)
- Masterstudiengang Sensorsystemtechnik (VIT University, Indien)
Mit diesen zusätzlichen Abschlüssen einer ausländischen Universität kann außerdem direkt eine Promotion an einer Universität angestrebt werden; ein Kooperationsabkommen ist dann nicht mehr erforderlich.
Weitere Informationen zur internationalen Ausrichtung der Hochschule finden Sie auf der Seite „Internationales“.
5. Lernen in kleinen Gruppen
Zwar sind die Gruppen an der Hochschule Karlsruhe etwas größer, als Sie dies von der Schule her kennen, doch anonyme Massenveranstaltungen existieren an einer HAW nicht. Die Professoren kennen ihre Studierenden oft mit Namen und legen damit die Grundlage für eine gute Betreuung. Den Studierenden wiederum fällt es aufgrund der überschaubaren Gruppengröße nicht schwer, Freundschaften mit Kommilitonen zu schließen und sich in Lerngruppen zu organisieren. Das hat sich bei der Vorbereitung auf die Prüfungen am Ende des Semesters schon oft bewährt. Auch sind Fragen der Studierenden während der Vorlesung nicht nur möglich, sondern erwünscht.
6. Gelungener Berufseinstieg
Schaut man sich die Einstiegsgehälter von Bachelorabsolventen der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften an, so sind diese im Vergleich zu Absolventen der beiden anderen Hochschultypen am höchsten. Arbeitgeber honorieren damit vor allem die Verbindung von einem theoretisch fundierten mit einem anwendungsbezogenem Studium, womit die größtmögliche Berufsfähigkeit erzielt wird. Den Kontakt zu TOP-Arbeitgebern wie Daimler, SAP, Siemens, L’Oreal, EnBW oder Bosch können Sie schon auf dem Campus knüpfen z. B. auf unserer Firmenkontaktmesse „CareerContacts“ oder über eines der zahlreichen Programme zur Karriereförderung.
7. Nicht zu vergessen: fester Stundenplan und Ferienzeiten
Im Gegensatz zur Universität bekommen die Studierenden an einer HAW zu Beginn des Semesters – ähnlich wie in der Schule – einen fertigen Stundenplan ausgehändigt. Das bedeutet, die Lehrinhalte sind größtenteils vorgegeben und Sie müssen Ihren Stundenplan nicht selbst zusammenstellen. In höheren Semestern ergänzen Wahlfächer das Pflichtprogramm. Auf einer Semesterstufe studieren also alle ungefähr im gleichen Tempo und man bleibt als Gruppe bis zum Abschluss des Studiums zusammen. Was die Ferienzeiten betrifft, also eigentlich die „vorlesungsfreie Zeit“, gibt es große Unterschiede zwischen den Hochschultypen: Während die HAW eine große Verschnaufpause von zehn Wochen im Sommer und eine kleinere von vier Wochen im Winter einlegt, gibt es an der Dualen Hochschule aufgrund der vertraglichen Bindung an ein Unternehmen „nur“ den Urlaubsanspruch für Arbeitnehmer, den Rest der vorlesungsfreien Zeit verbringen die Studierenden in ihrem Unternehmen.
