Überwältigende Besucherresonanz bei der 9. Langen Nacht der Mathematik am 4. Mai 2018 

 

Als Veranstaltung mit „Kultstatus in der Region“ feierten die Medien die 9. Lange Nacht der Mathematik an der Hochschule Karlsruhe – und in der Tat: Am Freitag, den 4. Mai 2018 strömten die Besucher bei herrlichem Frühlingswetter ab 15 Uhr und noch bis in den späten Abend hinein auf den Campus, um sich in der Aula und im Foyer der Hochschule von den vielfältigen Vorträgen und Präsentationen unterhalten und begeistern zu lassen. In fünf Themenblöcken vermittelten Professorinnen und Professoren aus allen sechs Fakultäten der Hochschule dem Publikum die Mathematik in all ihren unterschiedlichen Facetten: von geheimnisvoll bis raffiniert und von zauberhaft bis faszinierend. So erhielten die Gäste Einblicke zu Themen wie beispielsweise der vierten Dimension, mysteriösen Zahlen und zum sogenannten Münzproblem. Ein weiterer Vortrag widmete sich dem rätselhaften Möbiusband, dem Plakatmotiv der diesjährigen Langen Nacht der Mathematik (LaNaMa). Es handelt sich dabei um eine Schleife, bei der es weder „oben und unten“ noch „innen und außen“ gibt. „Von schwarzen Schwänen und Tulpen“ lautete der Vortragstitel eines Streifzugs durch die Welt der Finanzmathematik und aus der Wirtschaftsinformatik kam der Beitrag „No risk no fun – No risk more fun“. Zu nächtlicher Stunde konnten die Gäste in die „Mathematik im alten Ägypten“ eintauchen und das mitternächtliche Finale bestand aus dem Vortrag „Rechnen ohne Distributivgesetz. Quantencomputer und die Zukunft von Google“.

Auffallend und erfreulich viele junge Gäste besuchten die diesjährige LaNaMa und waren engagiert bei der Sache, als die verblüffende Leistungsfähigkeit der in unserer digitalisierten Welt fast völlig in Vergessenheit geratenen Rechenschieber demonstriert wurde (für jeden Besucher lag ein solcher bereit).

Offensichtlich stimmt es also, was jüngste Umfragen unter Schülern ergaben, dass nämlich Mathematik in den letzten Jahren einen eindrucksvollen Imagewandel erfahren hat und als „cool“ gilt, seit sie mittels einer zeitgemäßen Didaktik an Themen veranschaulicht wird, die das tägliche Leben der Schüler berührt – und dazu gehört z. B. so ziemlich alles, was sie auf ihren Smartphones nutzen. Ohne Mathematik würde in unserer modernen Welt so gut wie nichts mehr funktionieren. Darauf bezog sich auch Hochschulkanzlerin Daniela Schweitzer in ihrem Grußwort, in dem sie auch daran erinnerte, dass die Mathematik eine Wissenschaft der universellen Ideen sei, die der Kreativität keine Grenzen setze. In puncto Grenzen leiste sie außerdem fast unbemerkt einen großen sozialen Beitrag zur Weltoffenheit – und zwar nicht nur, weil sie von allen Menschen in der ganzen Welt gleichermaßen verstanden werden könne, sondern auch, weil sie frei von kulturellen Prägungen und Dogmen sei. „Sie ist transparent und offen für jeden, der sich auf sie einlässt“, so Schweitzer.

Selbst Kinder hatten ihren Spaß an der LaNaMa: Der „Mathematik-Zauberer“ Stefan Handel lockte mit seiner Show „Mathematik und Zauberei – Spiel mit dem Ungewissen“ viele Familien auf die LaNaMa.

Dass Mathematiker auch über reichlich Humor und komödiantisches Talent verfügen, bewies Professor Ivica Rogina, der seinen Vortrag „Ist doch logisch“ als Mr. Spock hielt!

Im Foyer fand eine opulente Ausstellung alter, seltener Staffelwalzen-Rechenmaschinen, deren Funktionsweisen demonstriert wurden, große Aufmerksamkeit, desgleichen eine wunderschön gestaltete Schülerpräsentation der Freien Waldorfschule Karlsruhe, ein hochinformativer Stand der Fakultät IMM sowie ein Beratungsstand des Service-Centers Studium und Lehre der Hochschule Karlsruhe zu den Themen Studienwahl, Studienfinanzierung, Bewerbung und Zulassung. Das Orga-Team der LaNaMa möchte sich an dieser Stelle nochmals bei allen Beteiligten für Ihren enormen Einsatz zu diesem gelungenen Rahmenprogramm bedanken. Herzlich gedankt sei auch Dr. Sebastian Ritterbusch für seine kompetente und bereichernde Moderation dieses „Mathe-Marathons“ und der wie immer verlässlichen und freundlichen Bewirtung durch die AStA.

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