Voraussetzungen

Wenn Sie keinen Pass eines EU-Mitgliedslandes haben, dürfen Sie nicht während Ihres Aufenthaltes in Deutschland arbeiten. In einem Ein-Jahres-Visum ist Arbeit beschränkt auf die Hochschule oder 120 Arbeitstage (bzw. 240 halbe Tage). Wenn Sie ein Visum in Ihrem Pass haben - was Sie haben sollten -, dürfen Sie 120 Tage pro Jahr arbeiten. So können Sie außerhalb der Hochschule während der vorlesungsfreien Zeit arbeiten oder halbtags während des Semesters, wenn Sie ausreichend Zeit haben. Wenn Sie mehr als 120 Tage arbeiten wollen, müssen Sie die Ausländerbehörde kontaktieren und die Erlaubnis bzw. jeweiligen Änderungen an Ihrem Visum erhalten. Wenn Sie arbeiten, ohne die Erlaubnis dazu in Ihrem Pass zu haben, können Sie der Polizei gemeldet werden.

Weitere Informationen finden Sie im Merkblatt (pdf, 45 kB)

Studenten im Praxissemester

Sie müssen Ihre Lohnsteuerkarte vom Einwohnermeldeamt holen. Sie werden diese Karte benötigen, wenn Sie sich länger als 6 Monate in Deutschland aufhalten. Diese Karte müssen Sie dem Arbeitgeber unverzüglich übergeben, wenn Sie an Ihrer neuen Stelle anfangen. Sie erhalten die Karte am Ende Ihres Praxissemester zurück für den Lohnsteuerjahresausgleich. Sagen Sie Ihrer Firma Bescheid, an welche Adresse die Karte geschickt werden soll.

Wenn Sie weniger als 6 Monate in Deutschland arbeiten, erhalten Sie keine Lohnsteuerkarte. In diesem Fall müssen Sie Ihren Arbeitgeber daran erinnern, die zuständige Steuerbehörde nach einer Bescheinigung für beschränkt steuerpflichtige ausländische Arbeitnehmer zu fragen. Ansonsten wird der volle Steuersatz auf Ihr Einkommen erhoben und Sie können keinen Lohnsteuerjahresausgleich beantragen.

Mit einer Lohnsteuerkarte können Sie eine Rückzahlung eines Teils der Steuern, die Ihnen abgezogen wurden, beantragen. Formulare gibt es an der Pforte des Finanzamts Karlsruhe-Stadt, Schlossplatz 14, Karlsruhe. Versuchen Sie, alle Quittungen zu sammeln (Zug-, Flug- und Straßenbahntickets usw.) und reichen Sie sie zusammen mit der Lohnsteuererklärung dem Finanzamt ein. Dies sollte geschehen, bevor Sie Deutschland verlassen. Bitte beachten Sie: das Finanzamt macht keine Auslands-Überweisungen.

Arbeiten nach Abschluss des Studiums

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg informiert:

Ausländische Studierende, die nicht EU-Staatsangehörige sind, haben nach ihrem Studienabschluss künftig 18 Monate Zeit zur Stellensuche. Finden sie eine Beschäftigung, dann erhalten sie einen auf diese Beschäftigung eingeschränkten Aufenthaltstitel. Nach zwei Jahren Beschäftigung oder nach drei Jahren Aufenthalt kann die Arbeitsberechtigung ohne betriebliche Einschränkung erteilt werden.

Absolventen deutscher Hochschulen aus den osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten erhalten zunächst eine auf ein Jahr befristete Arbeitserlaubnis EU. Nach einem Jahr der Zulassung zum deutschen Arbeitsmarkt erwerben sie einen Anspruch auf Erteilung einer Arbeitsberechtigung EU. Diese Berechtigung wird ohne Beschränkungen erteilt. Studierende aus den osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten benötigen als Unionsbürger keine Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland.