Leselandschaft

Bachelorthesis von Pia Morath


Die neue Stadtbibliothek liegt an der Kriegsstraße, welche bisher eine trennende Funktion von Nord- und Südstadt darstellte. Durch den Rückbau der Verkehrsfläche soll diese nun zusammenwachsen, wodurch hier ein wichtiger zu gestaltender Ort entsteht. Ein neues Zentrum an dieser Stelle zu schaffen, unterstützt das Ziel der Stadt.

Die Bibliothek befindet sich im Nymphengarten, hier sind die Spuren der Geschichte durch die Treppenruine des Amalienschlösschens und den Nymphenbrunnen bereits im Außenbereich erlebbar. Die Leitidee des Entwurfes ist eine Parkneugestaltung. Die Bibliothek wird hier nicht mehr nur als Buchspeicher, wie früher angesehen, sondern erfährt eine neue Interpretation. Es entsteht eine
Bibliothekslandschaft als Rückzugsort aus dem Alltag, welche den Besucher anzieht und zum Verweilen einlädt.

Das Gebäude integriert sich durch seine organische Form in den Park. Es bildet eine verzahnende Struktur aus, welche wie eine Hügellandschaft aus dem Boden wächst. Die Dachflächen werden als begrünte begehbare Parkflächen gestaltet, wodurch der Park eine Erweiterung und Umgestaltung in die Höhe erfährt. Hier entstehen Aufenthaltsbereiche, welche zum Lesen, Picknicken oder Entspannen einladen. Der Entwurf beginnt sich im Südwesten, durch Topografie, langsam in die Höhe zu entwickeln und verschmilzt dann zu einem Gebäude. Dies hat seine höchsten Elemente im Nordosten, wo es
sich an die höhere Umgebungsbebauung angliedert.

Durch die Baukörperanordnung wird der Freibereich definiert und ein abgesenkter Eingangsbereich gliedert diesen in zwei unterschiedlich qualitätsvolle Außenräume.

(Auszug aus der Entwurfserläuterung)