Musikerstraße

Bachelor-Thesis von Vanessa Hiekel


Die Grundidee des Entwurfes ist es, eine bespielbare Mitte für den neuen Gebäudekomplex der Musikschule zu schaffen. Der Bestand soll weitestgehend erhalten bleiben. Die Musikschule hat keinen Haupteingang, vielmehr sind es verschiedene Eingänge die eine kleine Musikertraße zwischen den beiden Gebäuden bilden.

Ein neues Gebäude soll den Hof beleben und die Baulücke füllen. Städtebaulich nimmt der Neubau die Kanten von Bestand und Umgebungsbebauung auf. Der Neubau schiebt sich an der östlichen Seite hinter dem Bestand hervor. So bildet sich ein kleiner Platz und der Neue Baukörper präsentiert sich zur Kaiserallee und ist gut sichtbar und wird wahrgenommen. Durch die leichten Abschrägungen des Neubaus, werden Besucher in den Innenhof gezogen. Von der Kaiserallee erhascht man einen kurzen Blick hinein und wird neugierig.

Der Innenhof verbindet Neubau und Bestand miteinander. Er bildet das Herzstück der neuen Musikschule und wird durch die Freiluftbühne zu einem vielseitig nutzbaren Bereich. Eine Bühne, welche durch eine andere Materialität als die restlichen befestigten Flächen dargestellt ist, füllt den Hof aus. Die Freiluftbühne ist der Auftakt, für den Begehbaren Dachgarten. Das Dach, welches sich wie eine Schnecke nach oben zieht, soll Freiräume zum musizieren, lernen und genießen bieten. Schmale Wege weiten sich und es bilden sich kleinere Plätze mit Bänken und Hochbeeten.

Beide Gebäude funktionieren eigenständig. Im Bestand sind die Theorie und Fachbereich, sowie die Verwaltung untergebracht. Im Neubau entstehen zwei Konzertsäle, eine Bibliothek, ein Cafe, sowie weitere musikräume. Die Erschließung im Neubau befindet sich an der Hofseite. Von einem großen und offenen Cafe und Eingangsbereich gelangen Konzertbesucher vorbei an einem Garderoben und Toilettenbereich zu den Konzertsälen. Im Obergeschoss befindet sich die Bibliothek, welche durch den Luftraum nach unten und durch den überhohen Raum, großzügig erscheint. An der Nordseite des Gebäudes sind Nutzräume aufgereiht. Der große Konzertsaal hat hinter der Bühne einen Externen Eingang und Zugang zu den Nebenräumen.

Das Bestandsgebäude erhält einen Neuen Eingangsbereich, welcher in der Fassade aufgebrochen wird und eine Verlängerung der Achse zum Hof darstellt. Die Grundstruktur im Gebäude bleibt erhalten. Der bestehende Flur zur Nordseite hin bleibt bestehen und wird durch kleine Wartebereiche unterbrochen.  Regal und Sitzbänke wechseln sich ab und machen den Flur als nutzbare Zone attraktiv. Im Erdgeschoss befinden sich die Verwaltung ein Cafe, Wartezonen und die Konzertsäle. Im ersten Obergeschoss befindet sich im Bestandsgebäude der Fachbereich Früherziehung, im Neubau ist eine öffentliche Bibliothek und weitere Musikräume geplant. Im Untergeschoss befindet sich der Fachbereich Jazz/Folklore/Schlagzeug. Der Fachbereich Streicher ist im zweiten Obergeschoss geplant. Die Tastinstrumente werden im dritten Obergeschoss untergebracht und im Dachgeschoss befindet sich der Bereich Gesang und Zupfer. Die Musikschule soll so organisiert werden, dass ein Fachbereich möglichst zusammenliegende Räume erhält. Auf allen Stockwerken gibt es jedoch immer wieder kleine Räume die für alle nutzbar sein sollen.

(Auszug aus der Entwurfserläuterung)