Kesselquartier

Bachelor-Thesis von Annika Hartmann

STÄDTEBAU:
Der U-förmige Neubau öffnet sich zum alten Kesselhaus und schafft so einen attraktiven Platz zum Treffen und Verweilen. Dieser Innenhof verbindet so Neubau und Bestand. Neben dem Stellwerk werden zwei weitere Türme mit gleichem Volumen errichtet, und bilden somit stimmig eine Grenze zwischen Gleisen und dem ruhigen Innenhof. Die Turmlinie wird erweitert durch einen flachen Körper auf der Erhöhung im Norden des Geländes.

NUTZUNGSKONZEPT:
Das Quartier bietet günstigen Wohnraum für Studenten und Senioren. Durch kleinere Arbeiten wie beispielsweise für den Nachbarn einkaufen gehen, können sie sich eine Minderung der Miete verdienen. In den beiden Türmen werden neue Büroräume geschaffen. Durch das verglaste Sockelgeschoss in beiden Neubauten werden die Bürogebäude ebenfalls mit dem Innenhof verbunden. In dieser Erdgeschosszone befinden sich alle Nebenfunktionen: Wäsche- und Trockenraum, Fahrradstationen, Gemeinschaftsräume und Gewerbefläche. In drei weiteren Ebenen liegen die Wohngemeinschaften im U-Gebäude. Das alte Wohnhaus beherbergt weitere Wohngemeinschaften. Außerdem sind im Bestand die Verwaltung des Quartiers, eine Arztpraxis und ein mobiler Pflegedienst. Die alte Kesselhalle ist die neue „Lernbar“. Die Studenten und Senioren können hier ungestört Lernen, Lesen und währenddessen einen Kaffee trinken. Ein Kindergarten entsteht erhöht auf dem Hang. Durch Sitzstufen gelangen die Kinder als neue Inspiration in den Hof.

KESSELHAUS:
Der Bestand wird komplett erhalten. In die alte Kesselhalle werden würfelförmige Glaskuben gestellt. So können die Studenten und Senioren in den Kuben in Ruhe lesen und lernen, aber sind gleichzeitig auch direkt am Geschehen. Durch die Materialien entsteht eine gemütliche Atmosphäre in der Lernbar, es bleibt aber gleichzeitig der industrielle Charakter erhalten.

(Auszug aus der Entwurfserläuterung)