Aufbruch und Durchbruch

Werkraum für Theater, Tanz und Akrobatik im Kreativpark Alter Schlachthof

Der Bestand des Alten Schlachthofes lässt aktuell eine Vernetzung innerhalb des Gebäudes nicht zu. Um die Vernetzung zu ermöglichen, erfolgen an verschiedenen Stellen in den Bestandswänden und -decken Auf- und Durchbrüche. 

Die Decken der gedrungen wirkenden Räume, wie sie im Schlachthaus und Kesselhaus bestehen, werden aufgebrochen, wodurch eine offene Atmosphäre mit vertikaler Vernetzung entsteht. Im säulenumstellten Raum des Schlachthauses bildet sich nun die großzügige, sich nach oben hin öffnende und lichtdurchflutete Gebäudemitte. Von diesem Zentrum mit umlaufender Galerie wird alles erschlossen. Um das Bestandstragwerk in Szene zu setzen und Platz für die Studios zu schaffen, wird die Zwischendecke des Kesselhaus aufgebrochen. Einzelne, aufeinander gestapelte Kuben werden als Studios in diese nun offene Raumeinheit gestellt und über Stege aus Holz und Stahl, mit daran anschließender Treppe, erschlossen.

Die äußere Erschließung erfolgt an der östlichen Seite des Gebäudes über die Straße "Alter Schlachthof". Der davorliegende Parkplatz wird als Aufenthaltsplatz umgestaltet und bietet somit ein Entree zum Kreativpark. Eine kubische Stahlröhre markiert den Eingang und führt den Besucher direkt in die Gebäudemitte.

Um ein Zeichen in Richtung Park zu setzen, wird ein Neubau in das Maschinenhaus geschoben, sodass eine Durchbrechung der westlichen Bestandswand stattfindet. Auch das danebenliegende Kesselhaus soll mit diesem Bereich verbunden werden, um den Künstlern einen direkten Zugang von den Studios in den Akrobatikbereich zu ermöglichen. Ein Verbindungsbau aus Glas zwischen den drei Gebäudeteilen bietet, außer dem direkten Zugang zwischen Studios und Akrobatik, auch einen Ausgang in Richtung des Innenhofes, in dem sich der Außenbereich des Cafés befindet und der Zugang vom Park möglich ist.

(Auszug aus der Entwurfserläuterung)