Hochschule Karlsruhe feiert ihre Erfolge

Auszeichnung von Studierenden für ihre herausragenden Leistungen und Vergabe des Forschungs- und des Gleichstellungspreises auf der diesjährigen Akademischen Jahresfeier der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft

16. Oktober 2017

Nachdem der neue Rektor der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, Prof. Dr.-Ing. Frank Artinger, am vergangenen Freitag die Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zu seiner ersten Akademischen Jahresfeier begrüßte, charakterisierte er die Hochschule anhand von exemplarischen Leistungen. Er nannte das leidenschaftliche Engagement der Studierenden des High Speed Karlsruhe Teams, das jährlich die Hochschule bei internationalen Konstruktionswettbewerben der Formula Student vertritt. Als maßgeblich für das Profil der Hochschule bezeichnete er auch die Bedeutung von Netzwerken und Kooperationen von Professorinnen und Professoren in die Unternehmen und die Wissenschaft. Mit deren Hilfe konnten bereits sehr erfolgreich Forschungsdrittmittel eingeworben werden. „Gesamtgesellschaftliche Aufgaben wie beispielsweise die Digitalisierung lassen sich erfolgreich und nachhaltig nur über gut funktionierende Netzwerke realisieren“, so Rektor Prof. Dr.-Ing. Frank Artinger, „daher wollen wir ein Kompetenzzentrum einrichten, das fachübergreifend, mit kurzen Wegen für Experimente, Kooperationen und Partnerschaften mit KMUs offen stehen wird.“ Ein weiteres wichtiges Standbein der Hochschule Karlsruhe sind deren internationale Kontakte und Partnerschaften, die es ermöglichen, dass ca. 40 % der Studierenden mindestens ein Semester im Ausland verbringen können. Weiteres Kapital und Entwicklungspotenzial sieht Artinger darüber hinaus in der Förderung und Begleitung von Gründerinitiativen. Durch die im vergangenen Jahr geschaffenen neuen Angebote – wie den Masterstudiengang Technologie-Entrepreneurship und die Einrichtung des Gründerlabors G-Lab – sind wichtige Weichen gestellt worden, Studierende bereits während ihres Studiums für eine Unternehmensgründung zu ermutigen und ihnen entsprechendes Know-how zu vermitteln. „Das alles sind Faktoren, die die Hochschule Karlsruhe auszeichnen und die sie stark machen. Daher wollen wir künftig an diesen Feldern ansetzen und mit ihnen das Profil weiter schärfen“, so Artinger in seiner Ansprache. „Die bestmögliche Unterstützung für unsere Studierenden begreifen wir ebenso als unsere Aufgabe wie das Voranbringen des digitalen Wandels in der Gesellschaft oder die Lösung von drängenden Fragen um die Themen Energie und Mobilität.“

Im Anschluss an seine Ansprache übergab Rektor Artinger zur Festrede das Wort an Dipl.-Wirt.Ing. (FH) Bastian Deck, einen überaus erfolgreichen Absolventen der Hochschule Karlsruhe. Der Wirtschaftsingenieur und Geschäftsführer der neu gegründeten AXOOM Solutions GmbH beschrieb in seinem Gastvortrag nicht nur den eigenen erfolgreichen beruflichen Weg als internationaler Unternehmensberater, Chief Operations Officer eines mittelständischen Finanzierungsinstituts, kaufmännischer Leiter und Geschäftsführer des Marktführers für mobile Automatisierungslösungen und heutiger Geschäftsführer eines Tochterunternehmens der TRUMPF Werkzeugmaschinen GmbH & Co. KG für Industrie-4.0-Lösungen, sondern erläuterte auch die Möglichkeiten und zu erwartenden Änderungen in der Transformation zur „intelligenten Fabrik“ durch diesen neuen Industriestandard.

Im Anschluss an die Festrede verlieh Prof. Dr. Dieter Höpfel, Prorektor für Studium und Lehre, Preise an zwölf Absolventen für ihre besonders erfolgreichen Studienabschlüsse, ein Promotionsstipendium der Heinrich-Hertz-Gesellschaft sowie den DAAD-Preis an einen ausländischen Studenten. Die Preisträger und ihre Arbeiten wurden jeweils in einem eineinhalbminütigen Video humorvoll vorgestellt.

Preis der Stadt Karlsruhe und Frauenförderpreis

Einen ausgezeichneten Abschluss erreichte Yael Widmann im Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik und wurde dafür mit dem Preis der Stadt Karlsruhe geehrt, den Stadtrat Michael Zeh überreichte. Als beste Absolventin wurde sie zudem mit dem Frauenförderpreis der Hochschule durch Professorin Sissi Closs, Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule, geehrt.

Preis des BDB

Der Preis des Bundes Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure Baden-Württemberg e. V. (BDB) ging an Magdalena Kowalska für ihren hervorragenden Masterabschluss im Studiengang Architektur. Urkunde und Preisgeld erhielt sie aus den Händen von Ute Artmann, Ehrensenatorin der Hochschule Karlsruhe.

Preis der Teutonia

Hervorragend war auch das Resultat am Ende des Masterstudiums Effiziente Mobilität in der Fahrzeugtechnologie von Joern Judith. Er erhielt dafür den Preis der Technisch Wissenschaftlichen Verbindung Teutonia an der Hochschule Karlsruhe aus den Händen von Alt-Herren-Präsident Rainer Wagner.

Preis der Seeger & Dürr Stiftung

Einen ausgezeichneten Masterabschluss erzielte Anna Lena Assel im Bauingenieurwesen. Den Preis der Seeger & Dürr Stiftung überreichte ihr dafür Andreas Dürr, Mitglied des Vorstands.

Preis der Deutschen Gesellschaft für Kartographie

Ein hervorragendes Ergebnis erreichte auch Lukas Rothengaß im Bachelorstudiengang Geodäsie und Navigation. Den Preis der Deutschen Gesellschaft für Kartographie – Sektion Karlsruhe und des Freundeskreises Geomatik an der Hochschule Karlsruhe überreichte Florian Schwarz, Mitglied der DGfK – Sektion Karlsruhe.

Preis der Siemens AG

Bachelor lautet nun der akademische Grad von Jule Stephanie Merk nach ihrem hervorragenden Abschluss im Studiengang Verkehrssystemmanagement. Dafür überreichte ihr der Karlsruher Niederlassungsleiter der Siemens AG, Rainer Maisch, den Preis seines Unternehmens.

Preis des VDI

Einen sehr guten Abschluss konnte auch Janina Grimm im Bachelorstudium Maschinenbau erzielen. Sie wurde dafür mit dem Preis des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) vom Vorsitzenden Prof. Dr.-Ing. Robert Weiß geehrt.

Preis des Vereins der Freunde

Hervorragend konnte auch Florian Lechler den Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen abschließen, wofür er mit dem Preis des Vereins der Freunde der Hochschule geehrt wurde, den Karl Linder, Vorsitzender der Freunde der Hochschule Karlsruhe, überreichte.

Endress+Hauser-Preis

Einen sehr guten Hochschulabschluss kann auch Patrick Stein im Bachelorstudiengang Elektrotechnik – Sensorik vorweisen und wurde dafür mit dem Preis der Endress+Hauser Messtechnik GmbH & Co. KG ausgezeichnet, den Prof. Dr. Harald Sehr von der Fakultät für Elektro- und Informationstechnik im Auftrag des Unternehmens überreichen durfte.

E.G.O.-Preis

Für seinen ausgezeichneten Bachelorabschluss in Elektrotechnik – Informationstechnik erhielt Andreas Kühefuß den Preis der E.G.O. Elektro-Gerätebau GmbH von Markus Blümle, Personaldirektor der E.G.O.-Gruppe.

Preis des Technologieparks

Für seinen glänzenden Abschluss im Masterstudiengang Informatik erhielt Johannes Reuter den Preis der Technologiepark GmbH Karlsruhe, überreicht von Joachim Stieboldt.

Preis der Sparkasse Karlsruhe

Tanja Huck konnte ihr Bachelorstudium in International Management mit sehr gutem Ergebnis abschließen und erhielt dafür den Preis der Sparkasse Karlsruhe, überreicht von Sparkassendirektor und stellvertretendem Vorstandsvorsitzenden Thomas Schroff.

Promotionsstipendium

Johannes Dornheim konnte sein Masterstudium der Informatik an der Hochschule Karlsruhe sehr erfolgreich abschließen. Für seine Doktorarbeit „Optimal-adaptive Online-Führung von Verarbeitungsprozessen unter nicht stationären Einflüssen“ erhielt er nun ein Promotionsstipendium der Heinrich-Hertz-Gesellschaft, vergeben von der Gesellschaft zur Pflege wissenschaftlicher Kontakte im Hause „Heinrich Hertz“ e. V., das von Prof. Dr. Liesel Hermes, der Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft, überreicht wurde.

DAAD-Preis

Ali Darwich stammt aus Tyros, einer Hafenstadt mit ca. 120 000 Einwohnern im südlichen Libanon. Zurzeit studiert er Elektrotechnik – Informationstechnik an der Hochschule Karlsruhe. Seit 2015 lebt der 22-Jährige in der Nähe von Karlsruhe und zählt nicht nur zu den besten Studierenden seines Jahrgangs, er engagiert sich auch innerhalb seines Studiums: Seit dem zweiten Semester ist er Tutor für Mathematik und hilft anderen in Lerngruppen. Um sein Studium zu finanzieren, hat der begeisterte Hobbyfußballer in einer Krankenhausküche gearbeitet, seit einem Jahr erhält er zudem Unterstützung durch das Deutschlandstipendium. Darwich könnte sich gut vorstellen, hier auch ein Masterstudium anzuschließen und später in Deutschland zu arbeiten. Für seine Studienleistungen und sein Engagement wurde er mit dem DAAD-Preis 2017 ausgezeichnet, den Dr. Joachim Lembach, Leiter des Akademischen Auslandsamts der Hochschule Karlsruhe, übergab.

HsKA-Gleichstellungspreis

Mit dem Gleichstellungspreis würdigt die Hochschule Karlsruhe besondere Verdienste und herausragendes Engagement bei der Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern. Er ist nach Gerda Heuser benannt, die im Jahr 1947 die erste Absolventin der Vorgängereinrichtung der Hochschule war, dem Staatstechnikum. In diesem Jahr wurde der Gleichstellungspreis, der mit 5 100 Euro dotiert ist, für zwei Projekte vergeben: an Frau Cosima Klischat für ihr Engagement im hochschulweiten Lernzentrum Elektrotechnik, wo sie Studierenden aller Fachrichtungen Lehrinhalte der Elektrotechnik anschaulich vermittelt und vor allem in Versuchen und Workshops Mädchen und Frauen die Elektrotechnik als wichtiges Fachgebiet näherbringt. Zudem wurden Latifa Boujnah und Bernhard Beck für ihr Engagement bei der Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA) ausgezeichnet. Im Rahmen des einjährigen Schülerkurses an wechselnden Einrichtungen führen sie mit zwei Gymnasien einen Workshop durch, in dem die Schülerinnen und Schüler einen elektronischen Kreisel bauen.

HsKA-Forschungspreis

Der Forschungspreis der Hochschule Karlsruhe 2017 ging an Prof. Dr. Jan Hoinkis für sein Projekt „Integrated aquaculture based on sustainable water recirculating system for the Victoria Lake Basin“, kurz: VicInAqua. Ziel des Verbundprojekts ist die Entwicklung eines Systems zur nachhaltigen und umweltfreundlichen Fischzucht in Verbindung mit einer effektiven Abwasserreinigung. Die Grundlage bildet ein Mehrzweck-Filtrationssystem basierend auf einem Membranbioreaktor, das sowohl als Rezirkulationssystem für Fischtanks als auch zur Abwasserbehandlung genutzt werden kann. Prof. Dr.-Ing. Markus Stöckner, Prorektor für Forschung, Technologietransfer und Qualitätsmanagement, der den Preis übergab, lobte in seiner Laudatio die Nachhaltigkeit des Projekts, „dass bei der Entwicklung des Systems vor allem das effiziente und robuste Reinigungssystem sowie eine nachhaltige, dezentrale Energieversorgung dafür sorgen, dass dieses sich auch im Einklang mit den lokalen sozio-ökonomischen Bedingungen einsetzen lässt“. Das Projekt wird von der Europäischen Union mit insgesamt rund 3 Millionen Euro über eine Laufzeit von drei Jahren gefördert. Die elf Projektpartner unter der Leitung von Professor Hoinkis kommen aus Deutschland, Italien, Malta, Dänemark, Kenia, Uganda und Tansania. Der Preis ist mit einem Preisgeld von 5 000 Euro verbunden.

Musikalisch wurde die Feier von einem Ensemble der Hochschule für Musik Karlsruhe begleitet und von „vocal resources“, dem Chor der Hochschule Karlsruhe.

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Festrede zur Akademischen Jahresfeier 2017