ARCHE.NOVA

Gemeinschaft Bauen


ÖFFNEN
Dem Entwurf dieses Projekts geht die Haltung voraus, dass die christliche Kirche als Institution neben zahllosen sozialen Einrichtungen vor allem auch wegen ihrer versammelnden Eigenschaft eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft besitzt. So wird ein Komplex vorgesehen, welcher die Kirche baulich aus der Mitte nimmt, um sie nicht als Zweck der Gesamtanlage zu verstehen, sondern vielmehr als ein Bauteil davon. Somit generiert dieser `Eckpfeiler´, zusammen mit den angebundenen Nutzungen weniger ein Gebäude als vielmehr einen Ort für die Gemeinschaft. Dieser Ort soll im Stande sein, `Leben zu generieren´ und im Sinne eines Treffpunktes zur Architektur der Zusammenkunft werden.

EINGLIEDERN
Die Basis des Bauwerks bilden also sowohl konzeptionell als auch baulich die einzelnen religiösen, sozialen und kulturellen Einrichtungen.
Das Ordnungsprinzip folgt zunächst dem gewachsenen Stadtgrundriss der umgebenden Bebauung: locker zueinander positioniert, erzeugen die Einzelvolumen in Fußgängerebene einen Mittelpunkt und umschließen diesen.
Durch die Anordnung entsteht eine neutrale und nicht zwingende Verzahnung des flankierenden und durchfließenden Stadtraums mit dem Gebäude. Verschiedene Durchgänge laden einem Campus ähnelnd zum Betreten oder zum Hindurchgehen ein. Dabei bildet der entstandene Patio gleichzeitig die Raumhülle für das erweiterte Kulturforum oder für Gottesdienste im Freien. Dieser Hof ist als sinnstiftendes Zentrum der Anlage die Schnittstelle von Innen + Außen, von Gebäude + Stadt, sowie von Kirche + Gesellschaft.

VERBINDEN
Um das Bild der Gemeinschaft bzw. der verbindenden Wirkung der Kirche zu unterstützen und die Wirkung des kontemplativen Innenhofs zu stärken, werden die `Einzelvolumen´ in der nächsten Ebene zu einer Einheit verschmolzen.
Es schafft damit an der Schnittstelle zwischen Wohngebieten und Innenstadtkern ein angemessenes Gegenüber zu den monolithischen Verwaltungs- und Schulgebäuden, sowie zu den kleinteiligen Wohnhäusern.

DIFFERENZIEREN
Mit seinen variierenden Höhen reagiert der Baukörper außerdem auf den heterogenen urbanen Kontext am Rand der Innenstadt Bruchsals. Der signaletischen Wirkung entsprechend überragt der `Turm´ der Werktageskapelle die Basis der anderen Einrichtungen.

(Auszug aus der Entwurfserläuterung)