Hand aufs Herz

Neuer Baustein für die Universität Heidelberg

Um auf dem Markt der innovativen Forschung und medizinischen Leistung wettbewerbsfähig zu bleiben, wird das Klinikum nach der Fertigstellung dieses Bauvorhabens auch weiterhin den Immobiliebestand im Neuenheimer Feld ergänzen und erneuern. Dabei könnte jedoch der Charme des besonderen Bereichs östlich des Herzzentrums durch weitere Neubauten verloren gehen. Durch die Verknüpfung der besagten Gärten und der Nähe zum Neckar bietet das Areal Potentiale, die es unbedingt zu wahren gilt.

Durch den entstandenen Entwurf des Herzzentrums und des Instituts „Informatics for life“ möchte ich zeigen, dass durch eine treffende städtebauliche Setzung das Areal neu belebt werden, sowie die Potentiale und der Bezug zur Natur verstärkt werden können. Somit wird ein für den Patienten ausgelegter Ort geschaffen, der ihm durch die Anmutung und Offenheit des Gebäudes, aber auch durch lichtdurchflutete und zur Natur bezogene Räume, die Angst vor der Maschinerie Krankenhaus nimmt.

Durch das Absenken von insgesamt drei Gebäudeteilen auf drei bzw. vier Geschosse nimmt der Baukörper Bezug zur umliegenden Bebauung und es entstehen im Bereich der wünschenswerten Ausblickpunkte drei Dachgärten in ansprechender Größe. Die zwei Hochpunkte im Nord-Westen und im Süd-Osten markieren mit einfachen Mitteln die Zugänge des Baukörpers. Der Hochpunkt im Süd-Osten orientiert sich zudem zur angrenzenden höheren Bebauung. Der Hochpunkt im Nord-Westen markiert den Haupteingang des Herzzentrums.

Durch vier Innenhöfe, die sich bis in die unteren Geschosse ziehen, werden alle Bereiche optimal mit natürlichem Tageslicht versorgt. Nach unten hin verjüngen sich diese Innenhöfe und erzeugen weitere kleinere Dachgärten, die von den einzelnen Stationen und Bereichen begangen werden können. Die Innenhöfe sind zusätzlich begrünt und verdeutlichen durch Baumpflanzungen und Sitzgelegenheiten den Bezug zur Natur und dem nahgelegenen Botanischen Garten.

Der Grundriss ist in sämtlichen Ebenen durch seine von West nach Ost verlaufende Magistrale geprägt, die zum Einen die Verbindung von Herzzentrum und Forschungsinstitut (IFL) darstellt, zum anderen auch als Begegnungs- und Kommunikationsort für Patienten und Mitarbeiter dient.

(Auszug aus der Masterthesis)