Gemeinschaft schafft mehrWert

Planung eines Gemeindezentrums Partizipativer Leidfaden für die erste Phase der Planung


Die Evangelische Kirchengemeinde Gaggenau durchläuft aktuell einen sensiblen Prozess. Im Rahmen einer internen Umstrukturierung, sollen die drei Pfarrgemeinden ein neues Zentrum erhalten. Durch die Zusammenlegung wird das bisher reiche Raumangebot der Gemeinde reduziert und zentriert.

Durch ihre zentrale Lage und verfügbare Freiflächen fällt die Wahl zur Zentrierung in diesem Entwurf auf die Markusgemeinde. Durch eine Erweiterung von Neubauten wird hier ein neues Zentrum im Sinne der Gemeinschaft entstehen. Mit dem Entwurf wird ein neues Gemeindezentrum und somit eine geistliche und örtliche Mitte, ein Ort der Begegnung und des Treffpunkts entwickelt. Im Besonderen stellt sich die Frage, wie dieses neue Zentrum generationsübergreifend und auch kirchengemeindeextern belebt werden kann. Hierbei spielt die Anordnung der Innen- und Außenräume eine wichtige Rolle.
Mit der Vision zukunftsfähige Kirchengebäude und Gemeindezentren realisieren zu können, ist es notwendig sich mit der gesellschaftlichen Entwicklung und ihren Bedarfen auseinanderzusetzen. Das soll durch einen eigen entwickelten partizipativen Leitfaden für Kirchengemeinden gelingen. Aus Mangel von Kapazitäten konnte kein realer Partizipationsprozess durchgeführt werden. Aus diesem Grund orientieren sich die Ansätze des Entwurfs anhand der in Folge des partizipativen Leitfadens entwickelten Szenarien. Die Szenarien wurden durch Befragungen und die Analyse der Projektbeispiele von partizipativen Methoden erarbeitet. Sie sind rein erfundene und haben keinen direkten Bezug zur evangelischen Kirchengemeinde Gaggenau.

Des Weiteren wird mit dem Entwurf dargestellt, inwieweit sich eine Kirchengemeinde für neue Formen der Gesellschaftsdurchmischung öffnen könnte, um einen Mehrwert zu erzielen. Neben den kirchlichen Bauten werden weitere Organisationen der Kommune wie eine Kita, ein Jugendclub, eine Altentagespflege und Wohnen angedacht. Ein starkes Gemeinschaftskonzept steht im Mittelpunkt. Die Mischung von Jung und Alt soll durch die unterschiedlichen Nutzungen gewährleistet werden. Dadurch wird ebenso eine Belebung des Areals erhofft.
Das Ziel ist es mit dem Entwurf des Areals auch für die umgebende Bebauung einen Anlaufpunkt und Aufenthaltsort zu schaffen.

(Auszug aus der Entwurfserläuterung)