Gardengate

Neuinterpretation des Hochhauses als Tor zur Stadt

 

Situation
Mit dem Ziel, die grünste Stadt der Welt zu werden, begeistert Singapur Reisende immer wieder mit seinen zahlreichen Parkanlagen und Grünflächen sowie außergewöhnlicher Architektur mit Fokus auf Design und Nachhaltigkeit.

Im Gegensatz zur Bay Area, dem modernen und beeindruckenden Herz der Stadt, in dem sich einzigartige Gebäude aneinanderreihen, bieten einige weniger entwickelte Stadtteile in den Randgebieten der Insel allerdings noch viel Entwicklungspotential. Besonders die infrastrukturelle Anbindung an das Nachbarland Malaysia wirkt wenig einladend. Hinzu kommt, dass die bestehenden Strukturen stark überlastet sind, da die Grenze täglich von tausenden Pendlern auf ihrem Weg zur Schule oder Arbeit überschritten werden muss.

Konzept
Um der „Garden City“ einen ersten Eindruck zu gewähren, der ihr gerecht wird, sieht mein Konzept ein Tor zur Stadt vor, das in Form eines Hochhauses gleichzeitig Funktionen der Grenzkontrolle sowie weitere Nutzungen in sich aufnehmen kann und durch intensive Begrünung den „Spirit“ der Stadt in sich trägt.

Zur Entlastung des Grenzüberganges soll die bestehende Bahnverbindung von einer auf zwei Spuren erweitert werden und der Bau einer Fußgänger- und Fahrradbrücke zusätzliche Möglichkeiten des Grenzüberganges für Pendler schaffen. Anstelle von getrennten Bauwerken soll allerdings ein Hybride aus Hochhaus, Tor und Brücke alle notwendigen Funktionen in einem zusammenhängenden Gebäude vereinen.

Die Wandlung des Dammes zu einer Brücke ermöglicht außerdem kleineren Schiffen die Durchfahrt. Der dann mit dem Schiff mögliche Zugang zur Straße von Johor könnte den zwei Häfen von Johor einen wichtigen Impuls geben. Außerdem würde dies dem momentan stehenden Gewässer das Fließen ermöglichen und somit zu einer deutlichen Verbesserung der Wasserqualität beitragen.

(Auszug aus der Entwurfserläuterung)