Gemeinsam statt einsam

Integration einer stationären Pflegeeinrichtung als Baustein in ein urbanes Quartierskonzept am Beispiel der Nordweststadt Karlsruhe


Das städtebauliche Konzept des Entwurfs wird vor allem durch die große Nutzungsvielfalt und eine differenzierte Freiraumgestaltung geprägt, welche die Qualitäten und Atmosphären der unterschiedlichen Stadträume unterstreichen. Eine Vielzahl an gemeinschaftlichen und öffentlichen Räumen sowie ein breites Spektrum an unterschiedlichen Wohn-, Pflege- und Unterstützungsangeboten lassen ein lebendiges Quartier entstehen, das auch älteren und pflegebedürftigen Menschen den Verbleib im vertrauten Wohnumfeld ermöglicht und den Austausch der Generationen fördert.
Die Integration der stationären Pflegeeinrichtung in das städtebauliche Konzept, als wichtiger Baustein in der Versorgungsstruktur und des Erscheinungsbildes, zeigt die Möglichkeiten auf, auch die pflegebedürftigen Bewohner in das öffentliche Leben einzubeziehen. Durch die Kombination verschiedener Nutzungen und die sichtbare Platzierung an der Quartiersterrasse wird das Quartier ins Gebäude geholt und zum Begegnungspunkt aller Altersgruppen. Innerhalb des Gebäudes lässt das zentrale Atrium einen Rundweg entstehen, wodurch zusammen mit dem klar gegliederten und überschaubaren Grundrisskonzept den Bewohnern die Orientierung erleichtert und gleichzeitig ihre Selbstständigkeit im Alltag gefördert wird. Durch die individuelle Gestaltung der Bewohnerapartments reagiert der Entwurf auf die Wünsche und Bedürfnisse des Einzelnen. Große Fenster mit Festverglasung und geschlossene hölzerne Öffnungsflügel sowie das Klinkermauerwerk sind die prägenden Elemente der hochwertigen Fassadengestaltung. Durch unterschiedliche Kombinationsvarianten und ein spannendes Schattenspiel aufgrund unterschiedlicher Laibungstiefen entsteht ein abwechslungsreiches Fassadenbild.

(Auszug aus der Entwurfserläuterung)