HEALING ARCHITECTURE

Der Einfluss von Architektur auf den Genesungsprozess Erkrankter


Orientierung

Wie in der Analyse des Entwurfsareals erläutert, fügt sich die Reha-Klinik mit einer Orientierung in Nord- Süd-Richtung, parallel zum Park und zur Alb, am besten in die urbane Struktur ein. Ebenso bildet sie mit dem Gebäude der Stadtwerke und der Siebentäler Therme an der Westseite der „Schweizer Wiese“ ein Pendant zur Bebauung an der Ettlinger Straße, die den Park an der Ostseite fasst. Diese Anordnung ermöglicht zudem eine interne Raumorganisation, die sich überwiegend zum Park und angrenzenden Pfahlwald hin richtet.

Volumen
Während des Entwurfsprozesses zeigte sich anhand diverser Massenstudien, dass sich die Reha-Klinik durch das Auflösen des Gebäudevolumens in eine kleinteiligere Struktur mit Höhenversprüngen am besten in die Stadt integriert und den kleinstädtischen Charakter unterstützt. Sie wird dadurch zu einer minimierten Stadt in der Stadt. Mit einer Anzahl von drei Geschossen gleicht sie sich zudem an die Höhe der Umgebungsbebauung an. Auch das Spiel von Vor- und Rücksprüngen der Gebäudefassade unterstützt die Einfügung in die freie Parklandschaft und geht damit auf den Flussverlauf ein.

Höfe
Fünf Innenhöfe stärken die Verbindung zwischen Innen- und Außenraum. Sie dienen einerseits der Lichtversorgung, bieten den Patienten einen geschützten Außenraum und helfen zudem bei der Orientierung im Gebäude. Dies wird verstärkt durch die differenzierte Gestaltung der Höfe.

Funktionen
Bei einer Reha-Klinik für Psychosomatik, spielt die Rückzugsmöglichkeit für Patienten eine zentrale Rolle. Eine klare Abgrenzung von Wohn- und Therapiebereich ist sinnvoll. Die Patientenzimmer sind deshalb in Wohngruppen in den ruhigeren Obergeschossen angeordnet, wo mehr Privatsphäre gegeben ist und der Klinikbetrieb nicht wahrgenommen wird. Das Erdgeschoss dagegen ist der Ort des Zusammentreffens. Neben der Verwaltung befinden sich dort die Räumlichkeiten für alle medizinischen, psychologischen sowie therapeutischen Behandlungen, ebenso Speisesaal, Bibliothek oder Besucherraum als Orte gemeinschaftlicher Begegnungen.

(Auszug aus der Entwurfserläuterung)