Bosch Automotive Aftermarket Design Thinking Challenge 2019

MMT-Studierende werden bei Bosch Automotive Aftermarket kreativ

Frische Ideen für die Werkstatt der Zukunft

Welche Themen bewegen die Zuliefererbranche? Wie sieht eine Werkstatt heute in 20 Jahren aus? Welche Rolle wird die künstliche Intelligenz dabei spielen?

Unter diesen Gesichtspunkten brachte die Automotive Aftermarket Design Thinking Challenge 2019 vom 30.09.2019 bis 02.10.2019 elf Studierende der Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik vom 3. bis 7. Semester mit Mitarbeitern von Bosch Automotive Aftermarket in Karlsruhe zusammen, um ihre Ideen zu diskutieren. Insbesondere lag der Fokus auf der Einführung von KI zur Vereinfachung von Diagnose- und Reparaturtätigkeiten. Weiteres Thema war die auf Flotten spezialisierte Werkstattorganisation.

Aufgabe der Studierenden war es, ein eigenes Konzept in einem dreitägigen Workshop zu entwerfen und in einem technischen Dokument auszuarbeiten. Als Hilfestellung gab es mehrere Impulsvorträge von Inhouse-Trainern von Bosch zum Thema Brainstorming, Storyboarding und weiteren Kreativitätstechniken. Um die Praxistauglichkeit ihrer Vorschläge zu testen, führten die beiden studentischen Teams mit Mitarbeitern der Bosch-Service-Werkstatt Autohaus Gäckle in Flehingen ein Interview durch. Basierend auf den neu gewonnenen Anregungen erstellten die Studierenden eine Präsentation sowie einen Bericht über ihr Thema, welches sie vor Vertretern der Automotive Aftermarket Entwicklungsleitung präsentierten. Im Anschluss hatten sie noch Gelegenheit, ihre Ideen mit den Bosch-Repräsentanten zu diskutieren und von ihnen Feedback zu bekommen. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit – unter anderem – einem Sportevent mit der Werksfeuerwehr rundeten die Veranstaltung ab.

Wichtige Einblicke und Netzwerkmöglichkeiten

Die Studierenden schätzten vor allem die lockere Atmosphäre der Workshops und den regen Austausch mit den Bosch-Mitarbeitern. Auch der Inhalt der Begleitvorträge kam gut an. „Ich fand die Struktur der Veranstaltung gut, es gab viel Input und gleichzeitig viel Zeit für freies Denken und Arbeiten“, berichtet der Fahrzeugtechnologie-Student Thomas Lindl. Seine Teamkollegin, Franziska Bross, fügt hinzu: „Die Atmosphäre vor Ort war super. Neue Erfahrungen bezüglich Teamwork und Projektorganisation zu machen und Bosch kennen zu lernen – das hat mich im Vorfeld motiviert, teilzunehmen.“ „Die "Design Thinking Challenge 2019" war eine tolle Möglichkeit für unsere Studenten, ihre im Studium erworbenen Kenntnisse und die eigenen Ideen im realen industriellen Umfeld anzuwenden“, resümiert der betreuende Dozent, Prof. Dr. Peter Neugebauer, „unser Partner Bosch hatte während der drei Tage eine anregende und kreative Atmosphäre geschaffen, die zum Mitmachen ideal war. Wir freuen uns schon sehr darauf, die Veranstaltungsreihe im kommenden Jahr fortzusetzen!“

Neue Summer School in Planung - Offen auch für externe Studierende

Die aus dem Bosch-Workshop gewonnenen Erfahrungen sollen als Grundlage für das Konzept der neuen „Summer School“ dienen – diese fand bis 2018 als internationale Summer School Automotive statt. In Zukunft soll sie auch für inländische Bewerber offen sein, beispielsweise um an einem Masterstudiengang interessierten Studierenden die Möglichkeit zu geben, die Hochschule Karlsruhe kennen zu lernen. Um die studentischen Beiträge noch vielseitiger zu gestalten, sollen außerdem auch Studierende anderer Fachrichtungen angesprochen werden. Nicht zuletzt soll durch die Zusammenarbeit mit Firmen wie Bosch die Praxisnähe der Hochschule gestärkt sowie den Studierenden die Möglichkeit geboten werden, ein Industrieunternehmen aus der Nähe kennen zu lernen und sich aktiv einzubringen. Die Unternehmen wiederum erhalten durch die Beiträge von den Studierenden wertvolle Impulse aus der Perspektive der Entwickler von morgen.

„Die Automotive Aftermarket Design Thinking Challenge 2019 war aus unserer Sicht sehr gelungen,“ kommentiert Sven Köhler von der beteiligten Fachabteilung bei Bosch, „der Ansatz, dass Studierende in kleinen Teams mit Hilfe moderner Managementmethoden, wie Design Thinking, innovative Lösungen für die Werkstatt der Zukunft entwickeln, war ein voller Erfolg.“ „Ich würde es jedem weiterempfehlen“, rät auch Student Thomas Lindl. Auf das Programm nächsten Sommer darf man laut ihm ebenfalls gespannt sein: „Teams aus gemischten Fachrichtungen - das wird bestimmt spannend.“

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