Konstruktiver Ingenieurbau

Die Arbeitsgebiete der im Konstruktiven Ingenieurbau tätigen Ingenieure haben sich durch die Weiterentwicklungen vorhandener Aufgabengebiete und durch Erschließung immer neuer Arbeitsfelder zu einem außerordentlich breiten Tätigkeitsgebiet entwickelt. Heute bearbeiten Bauingenieure neben den klassischen Aufgaben der Tragwerksplanung sowie der Bauausführung auch Projekte im Bereich der Softwareentwicklung, des Umweltschutzes, des Anlagenbaus, des Facility Managements und vieler weiterer Gebiete. Als selbständige Ingenieure oder als Angestellte in mittelständischen Büros bzw. internationalen Konzernen beraten Bauingenieure Behörden, Bauherren, Unternehmen und Architekten weltweit.

Neue Bauarten wie z.B. das Bauen mit Glas, leichte Seilkonstruktionen in Verbindung mit Membranen aus textilbewehrten Kunststoffen und die Weiterentwicklung bestehender Werkstoffe, wie z.B. die Vorspannung von Betonbauteilen mit Kunststofffasern, Stahlverbundkonstruktionen, Klebeverbindung von Bauteilen, führt zu immer anspruchvolleren Aufgaben für die Bauingenieure.

Im Bereich des Entwerfens und Gestaltens von Ingenieurbauwerken, wie z.B. Brücken (sog. Kunstbauwerke), mischen sich naturwissenschaftliche und intuitive Einflüsse unauflösbar. Der Ingenieur muss über sein Können und Wissen hinaus seine Phantasie einsetzen, damit er die verbaute Natur mit seiner Baukultur entschädigt.

Zur Bewältigung dieser vielfältigen Aufgaben werden sowohl modernste elektronische Simulationsrechnungen sowie auch der in einigen Gebieten zur Kontrolle und Eichung immer noch unentbehrliche klassische Modellversuch eingesetzt.

Damit ist ersichtlich, dass weitreichende Kenntnisse der EDV sowie der numerischen Methoden der Mathematik und der Technischen Mechanik für einen erfolgreichen konstruktiven Ingenieur unverzichtbar sind. Die physikalisch und geometrisch nichtlineare Strukturanalyse mittels der Methode der Finiten Elemente in der Statik (Standsicherheit von Bauwerken) sowie auch in der Dynamik (Schwingungsanalyse von Konstruktionen) gehören zum Arbeitsfeld eines Bauingenieurs.

Der Lehrstoff wird vermittelt durch Vorlesungen, Praktika, Laborübungen und Konstruktionsübungen an Berechnungs- sowie CAD-Arbeitsplätzen mit einer Ausstattung analog eines Ingenieurarbeitsplatzes im Konstruktionsbüro. Neben den Pflichtfächern sind in den Studienplänen Wahlfächer vorgesehen, die entsprechend den individuellen Neigungen der Studierenden ausgewählt werden können.

Die öffentliche Baustoffprüfstelle ist in den Lehrbetrieb miteinbezogen und unterstützt die Verbindung der Lehre mit der Praxis. Die erweiterte betontechnologische Ausbildung bereitet - in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Beton-Verein e.V. - auf eine Tätigkeit als Betoningenieur vor. In diesem Rahmen kann der in Fachkreisen als eine hoch bewertete Zusatzqualifikation angesehene theoretische “E-Schein“ erworben werden.

Kontakt

Fakultät für Architektur und Bauwesen
Sekretariat Bauingenieurwesen

Rafaela Förderer

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Moltkestr. 30, 76133 Karlsruhe
Tel. 0721 925-2644
Fax. 0721 925-2645
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