Bosch Award 2015 - Studentische Projekte werden von Bosch ausgezeichnet

Bereits zum zehnten Mal veranstaltete die Fakultät Maschinenbau und Mechatronik am 15. April 2015 den Bosch Award. Auch dieses Mal wurden die besten Projektarbeiten des vergangenen Studienjahres von den jeweiligen Projektgruppen präsentiert und anschließend durch einen Bosch Mitarbeiter prämiert. Folgende Projekte wurden dieses Jahr vorgestellt:

  • Der „Scitos-Roboter“ – präsentiert von Antoine Pfeil, Thomas Bertram, Carolin Stocklossa, Sebastian Fischer, Sabrina Haug und Katrin Frank (Betreuer Prof. Dorschner).
    Hier drehte es sich um Software zur Fernsteuerung von vernetzten Navigationsrobotern hergestellt von MetraLabs GmbH, einer deutschen Firma, die in Kooperation mit der HsKA diese Roboter weiterentwickeln wollen. Im Rahmen dieses Projekts wurden die Roboter, die modular aufgebaut und anpassungsfähig sind, mit MIRA Software und verschiedenen Hardwarekomponenten aufgerüstet, um eine dezentrale Kommunikation zwischen den Robotern zu ermöglichen und durch eine zuvor entstellte Karte Bewegungsfreiheit innerhalb eines Gebäudes zu gewährleisten.
    Zielsetzung war die Entwicklung eines Roboterschwarms im Hinblick auf „Industrie 4.0“.
      
  • „Raumklimasensoren“ – Yannick Bader, Andre Becker, Lukas Lang, Tobias Mayer und Christian Sojat (betreut von Prof. Gintner) stellten einen intelligenten Raumklimasensor vor, der Größen der Umgebungsluft mit einem Rauchmelder verbindet, eine Kombination, die momentan noch nicht am Markt erhältlich ist. Die Herausforderung lag in der sinnvollen Zusammensetzung der verschiedenen Komponenten (zwei Bauteile zuständig für die Messung von Temperatur, relativer Feuchte und Luftdruck und ein Rauchmelder, gekoppelt mit einem Bewegungsmelder) und der Vorgabe, dass das System energieeffizient arbeitet. Die Signale werden optisch und akustisch weitergegeben, wenn das System per Bewegungsmelder erkennt, dass sich jemand im Raum befindet, ansonsten werden die Daten an eine Webseite (www.raumklimasensor.1x.de) übermittelt.
        
  • Das Thema „Konzeption und Konstruktion einer elektrischen Schaltung“ – vorgestellt von Stefan Fieg und Christopher Schnell, stellvertretend für das „High Efficiency Karlsruhe“ Team (Betreuer Prof. Pöhler).
    Das Team nimmt am „Shell Eco-marathon“ teil, einem weltweiten Energieeffizienz-Marathon, der in diesem Jahr sein 30-jähriges Jubiläum feiert. Das Ziel ist es, die bestmögliche Distanz mit 1 Liter Superbenzin zurückzulegen, wofür die einzelnen Teams eine individuelle Strategie entwickeln müssen. Die Philosophie des Shell Eco Teams der Hochschule Karlsruhe liegt darin, nach einer kurzen Beschleunigungsphase den Motor abzuschalten und den Antriebsstrang am Hinterrad abzukoppeln, um mit möglichst wenig Widerstand eine Segelphase einzuleiten. Um bei der erneuten Beschleunigungsphase einen optimalen Wirkungsgrad durch Ausnutzung des geeigneten Drehzahlbereichs zu erreichen, muss der ideale Gang aus der Segelphase heraus gewählt werden. Zur Steigerung der Effizienz und Entlastung des Fahrers wird hierzu eine elektrische Schaltung entwickelt.
        
  • Das Projekt „Hockey Roboter“ wurde präsentiert von Jakob Bokemeyer, Sergej Krohmer, Tobias Sperling, Urs Wetzel und Simon Wörner (Betreuer Prof. Weiß).
    Hier wurde im Rahmen eines studentischen CAD Projekts ein Tisch-Hockeyroboter entwickelt und in kompletter Eigenarbeit gefertigt. Der Hockey Roboter besteht aus einem Tischaufbau, einer Kamera, die über dem Tisch montiert ist und die Spielfläche filmt. Die Bilder werden von einem unter der Tischplatte montierten PC verarbeitet, der dann über eine Steuerung Signale an den Motor sendet. Außerdem ist ein Touch Bedienfeld integriert, über das der Roboter gestartet wird und der auch den Spielstand anzeigt.
       
  • Die „Verkehrssimulation“ wurde von Maximilian Ihle, Harry Immler und Stefan Szilinski vorgestellt (Betreuer Prof. Olawsky).
    Sie hatten anhand des Kerner-Konhäuser-Modells, dem die Staubelastung im Schweizer Nationalstraßennetz 1995-2013 zugrunde liegt, die Ursachen für Staus untersucht. Über die von den Studenten präsentierte Simulation können am Beispiel einer einspurigen Ringstraße verschiedene Variablen wie Geschwindigkeit, Fahrverhalten und Verkehrsdichte angepasst werden, um die dadurch entstehenden Stauwellen grafisch darzustellen und zu zeigen, welche Variablen manipuliert werden müssen, um Staus abzumindern und die dadurch resultierende durchschnittliche Geschwindigkeit für den fließenden Verkehr zu ermitteln. Hier wurde eindrucksvoll gezeigt, dass die Haupt-Stauursache eine Überlastung der Straßen ist.



Von Seiten der Robert Bosch GmbH nahm Dipl.-Ing. Harald Witzig an der Veranstaltung teil, um die Arbeit der Projektteams und die Qualität der bearbeiteten Projekte zu sehen. Er zeigte sich in seinem anschließenden Statement beeindruckt von der Bandbreite der verschiedenen Projekte, den innovativen Ideen sowie der fachlichen Kompetenz der Studierenden, die nicht nur ihr Projekt hervorragend darstellten, sondern auch die detaillierten Fragen der Anwesenden ohne Probleme beantworteten. Herr Witzig betonte in seinem Statement, dass es der Kommission sehr schwer gefallen war, einen Gewinner zu finden, und man sich daher auf geeinigt hatte, von einer Platzierung abzusehen.

Die Robert Bosch GmbH stellte für die Auszeichnung der studentischen Projekte erneut eine Prämie in Höhe von 3.000 € zur Verfügung, die bei der abschließenden Prämierung unter den Projektgruppen aufgeteilt wurde. Hierbei erhielten die Projekte „Scitos-Roboter“ und „Konzeption und Konstruktion einer elektrischen Schaltung“ je €750, die Projekte „Raumklimasensoren“, „Hockey Roboter“ und „Verkehrssimulation“ je €500. Zudem erhielten alle Studierenden eine Urkunde für ihre Teilnahme.

Die Fakultät Maschinenbau und Mechatronik bedankt sich nochmals recht herzlich bei der Robert Bosch GmbH sowie Herrn Witzig - und natürlich allen anderen Beteiligten - für die Teilnahme.

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