Aktivitäten des Instituts für Energieeffiziente Mobilität

Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Institut für Energieeffiziente Mobilität (IEEM) der Hochschule Karlsruhe bei der Entwicklung von Firewall-Sicherheitskonzepten für vernetzte Fahrzeuge

Hintergrund

In der Automobilwelt ist die digitale Vernetzung innerhalb des Fahrzeugs weit fortgeschritten. Längst arbeiten dutzende miteinander verbundene Steuergeräte im Inneren des Fahrzeugs, die dem Fahrer Komfort-, Assistenz- und Sicherheitsfunktionen bereitstellen. Darüber hinaus öffnet sich das Fahrzeug zunehmend über vorwiegend drahtlose Schnittstellen wie beispielweise Bluetooth oder das Mobilfunknetz für die Außenwelt, um den Funktionsumfang über meist Cloud-basierte Dienste zu erweitern. Diese zusätzlichen Informationen erlauben eine verbesserte Güte der Fahrzeugfunktionalität, vor allem für Fahrerassistenzsysteme. Jedoch bergen diese Entwicklungen neben allen Vorzügen auch potenzielle Gefahren. Durch gezielte böswillige Manipulationen der übertragenen Daten können Systeme bewusst gestört und „zum Absturz“ gebracht werden.

 

Projektziele

Der Schutz von Rechnerfunktionen gegen böswillige Angriffe ist in der klassischen IT-Welt bereits seit Jahrzenten bekannt und existent. Um Dateninhalte auf mögliche böswillige Manipulationen zu prüfen und deren Weiterleitung zu anderen Systemen durch festgelegte Filteregeln zu erlauben bzw. zu blockieren sind u.a. Firewall-Systeme sowie End-to-End Verschlüsselungstechniken für eine sichere Nachrichtenübertragung weit verbreitet. Das Ziel der Hochschule Karlsruhe ist es, Techniken aus der IT-Welt zu evaluieren und Teile davon in den automotiven Bereich zu portieren, um ein verteiltes Firewall-Konzept (s. Abbildung 1) mit einem Sicherheitsrichtlinien-Management für die dortigen Randbedingungen abzuleiten. Dabei werden auch Konzepte erarbeitet, die es Herstellern ermöglichen soll, skalierbare Lösungen für verschiedene Baureihen einzusetzen.

 

Förderung und Projektpartner

Das Projekt Entwicklung eines automotiven Sicherheitsrichtlinien-Managements und verteilten Fire-wall-Konzepts für Interconnected Services (AUTO-SIMA) wird im Rahmen der Förderrichtlinie „IngenieurNachwuchs – Kooperative Promotion des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Projektleitung übernimmt dabei Prof. Dr.-Ing. Reiner Kriesten, Leiter der Forschungsgruppe Automotive Security vom Institut für Energieeffiziente Mobilität (IEEM). Um eine praxisnahe Forschung zu gewährleisten wird das Projekt industrieseitig sowohl von bedeutenden Großunternehmen als auch von Klein- und mittelständischen Unternehmen begleitet. Von wissenschaftlicher Seite wird das Projekt zusätzlich vom Institut für Technik der Informationsverarbeitung (ITIV) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) betreut.

 

Steckbrief Institut für Energieeffiziente Mobilität (IEEM) der Hochschule Karlsruhe

Das Institut für Energieeffiziente Mobilität entwickelt in Kooperation mit Partnern aus Industrie und Forschung innovative und vernetzte Systeme bzw. Funktionen, die der Förderung einer ressourcenschonenden und bedarfsorientierten Mobilität dienen. Ein Fokus liegt hierbei auf der Umsetzbarkeit der Projekte in die Realität bzw. in der Anwendungsnähe der Projekte. Dabei stellt der Forschungsbereich Automotive Security mit aktuell 6 Mitarbeitern einen Schwerpunkt des Instituts dar.

 

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