„Bauen verbindet“ und „Stadtplanung hautnah“ hieß es am Girls Day 2016 an der Fakultät für Architektur und Bauwesen, an dem 30 Mädchen zwischen 13 und 15 Jahren einen Tag an einer Hochschule erleben konnten.

Nach der Begrüßung durch Fakultätsgeschäftsführerin Britta Borger M.A. schnupperten die Schülerinnen Hochschulluft im großen Hörsaal und lauschten gespannt Frau Professorin Carolin Bahr, die einiges über Frauen im Baubereich zu berichten wusste. Ein kurzer Rundgang durch die Fakultät brachte die Mädchen schließlich zu ihren jeweiligen Workshops.

Während es für die Hälfte der Teilnehmerinnen hieß „Bauen verbindet – Projekt „Brücke“, vom Zeichenbrett bis zum Modell“, gesellten sich die anderen Mädchen zum Workshop „Stadtplanung hautnah – gestalte dir die Stadt, wie sie dir gefällt“ zusammen. Zunächst erklärte Herr Professor Jan Riel den Schülerinnen einige Grundlagen zur Stadtplanung und erläuterte „Nutzungsansprüche an Straßenräume“, ehe die Mädchen mit Dreikantmaßstäben und Bleistiften bewaffnet sich über die noch leeren Baupläne hermachten. Hierbei galt es die zur Verfügung stehenden Flächen zu füllen und geschickt zu nutzen. So musste nicht nur ausreichend Fläche für Gehwege kalkuliert, sondern auch Abstellmöglichkeiten für Fahrräder eingeplant werden. Nachdem alle Teilnehmerinnen ihre Ideen zu Papier gebracht hatten, ging es ins Labor für Straßenbau, wo die Mädchen von Dipl.-Ing. Jochen Kärcher, Leiter des Instituts für Grund- und Straßenbau, in die Materialkunde des Asphalts eingeführt wurden.

Währenddessen gab Herr Professor Matthias Urmersbach im „Brücken-Workshop“ eine theoretische Einführung in den Brückenbau, ehe die Schülerinnen sämtliche Brücken – von der Bogenbrücke, über die Leonardo-Brücke bis zur Hängebrücke – in Modellgröße selbst bauen durften. Das Prinzip der Leonardo-Brücke konnte schließlich bei einer größeren Variante erprobt werden. Nachdem Herr Professor Urmersbach den Mädchen viel Wissenswertes aus dem Bereich des Baumanagements näher gebracht hatte, wurde zum Abschluss ein Bogen aus Steinen und Mörtel modelliert, der als Element einer Bogenbrücke zum Einsatz kommen könnte.

Wir danken allen Teilnehmerinnen für ihr Interesse und hoffen, sie hatten einen schönen Tag an der Fakultät für Architektur und Bauwesen. Wir freuen uns sie bald vielleicht auch als Studentinnen bei uns begrüßen zu dürfen und wünschen bis dahin alles Gute und viel Erfolg.

Text: Lisa Theophil

Fotos: Dirk Schillkowski, Lisa Theophil

 

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