Praxissemesterbericht von Din Hodja

Studiengang: Elektrotechnik – Erneuerbare Energien und Energietechnik

 

Wo haben Sie Ihr Praxissemester absolviert?

Ich durfte mein Praxissemester bei der SOWITEC Service GmbH machen. Dort war ich 6,5 Monate in der technischen Betriebsführung von Windenergieanlagen.

 

Wie kam der Kontakt zum Unternehmen zustande?

Ich komme ursprünglich aus Reutlingen und wusste, dass es auf der Schwäbischen Alb Windenergieanlagen gibt. Nach einer kurzen Recherche, konnte ich schnell herausfinden wer diese betreut. So konnte ich mich auf eine ausgeschriebene Praxissemesterstelle bewerben.


Woran haben Sie gearbeitet? 

Ein Aufgabenbereich bestand darin, mit einer speziellen Software, die mehr als 100 Windenergieanlagen zu überwachen. Ebenfalls haben wir an den Windenergieanlagen Inspektionen durchgeführt, um den einwandfreien technischen Zustand zu gewährleisten.

Ein ganz anderes Aufgabengebiet war es, den Bewerbungsprozess für die kommenden Praktikanten zu organisieren. Dabei durfte ich auch mit den potenziellen Bewerben Telefon-Interviews führen.

 

Was war die spanneste Technik, mit der Sie in Berührung gekommen sind?

Einer der aufregendsten Tage war, als ich für das Höhenrettungstraining zum ersten Mal auf eine Windenergieanlage durfte. Bei diesem Training haben wir, das Retten aus der Leiter und das Abseilen von der Gondel geübt.

 

An welche Szene aus dem Studium haben Sie sich während dem Praxissemester insgeheim erinnert?

Ein Professor von uns hat immer von der installierten Windenergieleistung in Deutschland geschwärmt. Doch ich durfte auch sehen, dass unsere Anlagen bei Windstille sogar Energie verbrauchen.

 

Was hat Ihnen an Ihrer Arbeit dort Freude bereitet?

Das Arbeitsklima im kompletten Unternehmen war sehr familiär und offen. Dies hat es mir sehr leicht gemacht meine Aufgaben motiviert zu erledigen.


Wo lagen die Herausforderungen? Wo wurde es knifflig?

Dadurch, dass unsere Windparks 24 Stunden überwacht werden, gibt es auch einen Bereitschaftsdienst. Als ich zum zweiten Mal Bereitschaft hatte, gab es sehr viel und sehr böigen Wind. Deshalb musste ich am Wochenende sehr viel mit den Serviceteams telefonieren und organisieren, dass die ausgefallenen Anlagen so schnell wie möglich wieder ans Netz kommen.

 

Welches Erlebnis brachte Sie zum Staunen?

Bei jeder Inspektion wird ein Testlauf der Windenergieanlage durchgeführt, um gegebenenfalls ungewöhnliche Geräusche zu lokalisieren. Danach wird die WEA wieder gestoppt, dabei fängt der komplette Turm und die Gondel an zu schwingen. Es ist enorm zu sehen was für unglaublich große Kräfte dabei wirken.

 

Wo haben Sie gewohnt?

Ich konnte für die Praxissemesterzeit wieder in mein Elternhaus ziehen.


Wie war ihre Freizeitgestaltung während des Praxissemester?

Ich habe mich wieder bei meinem Jugendfußballverein ehrenamtlich als Trainer engagiert.

 

Was nehmen Sie aus dem Praxissemester für die Zukunft mit?

Ich durfte unheimlich viel rund ums Thema Windkraft kennenlernen und würde mich gerne später auch in diesem Bereich verwirklichen. Ebenfalls war es eine tolle Erfahrung, bei einer Gutachterprüfung dabei gewesen zu sein.

 

Was könnten Sie anderen Studierenden für das Praxissemester empfehlen?

Sich immer unvoreingenommen Sachen anschauen. Ebenfalls ist es hilfreich auch mal direkt bei Unternehmen anzurufen, auch wenn keine Stelle direkt ausgeschrieben ist.

 

Kontakt:

E-Mail-Adresse: hodi1012[ät]hs-Karlsruhe.de

Praxissemsterbetreuer in der Hochschule Karlsruhe:
Prof. Dr.-Ing. Thomas Ahndorf
E-Mail: thomas.ahndorf[ät]hs-karlsruhe.de

Praxissemesterbetreuer im Unternehmen:
Michael Krieger
E-Mail: michael.krieger[ät]sowitec.com

Fotos aus dem Praxissemester:

Fotos: Din Hodja