Praxissemesterbericht von Henning Zimmermann

Studiengang: Elektrotechnik – Sensorik

 

Wo haben Sie Ihr Praxissemester absolviert?

Ich habe mein Praxissemester bei der Porsche AG im Entwicklungszentrum Weissach absolviert. Dort arbeitete ich über einen Zeitraum von sechs Monaten in der Entwicklungsabteilung für Lichtelektronik. Zu den Komponenten, die diese Abteilung entwickelt, gehören Hauptscheinwerfer, Heckschweinwerfer, das Innenlicht und die zugehörigen Steuergeräte. Ein weiterer Bestandteil ist die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen, wie solche zum automatischen Abblenden der Hauptscheinwerfer bei Gegenverkehr. Um Situationen wie diese zu erkennen wird eine Fahrerassistenzkamera im Innenraum verbaut.



Wie kam der Kontakt zum Unternehmen zustande?

Ich habe mich auf eine online ausgeschriebene Praktikumsstelle beworben. Kurze Zeit später wurde ich zum Vorstellungsgespräch eingeladen, nach welchem ich unmittelbar eine Zusage für das Praktikum erhielt.



Woran haben Sie gearbeitet?

Hauptsächlich unterstützte ich die Doktoranden bei ihren Projekten. Im Vordergrund stand dabei die Entwicklung eines Systems, das die Simulation von Hauptscheinwerfer-Lichtverteilungen ermöglicht. Ziel dieses Systems war es, die Ausleuchtung der Straße durch einen Hauptscheinwerfer mit einem Projektor nachzubilden. Für diesen Zweck habe ich ein Kalibrierungsverfahren für den Projektor mitentwickelt und durchgeführt. Anschließend bestand meine Aufgabe darin, eine Benutzeroberfläche für die Simulationssoftware zu programmieren.

Außerdem habe ich andere Aufgaben übernommen, wie das Messen von Strom und Spannung an im Fahrzeug eingebauten Scheinwerfern, oder das Anschließen sowie die Inbetriebnahme von Car-PCs im Fahrzeug.



Welche Wissensbereiche kamen dabei zum Einsatz?

Während meiner Tätigkeit kamen viele Wissensbereiche aus dem Studium zum Einsatz. Zunächst Prinzipien aus der Optik, die das Verhalten eines Scheinwerfers beschreiben. Zur Programmierung waren die Grundkenntnisse aus der Mathematik und Informatik sehr hilfreich, da ich mich in eine neue Programmiersprache einarbeiten musste. Auch mein Elektronikwissen kam oft zum Einsatz.



An was denken Sie gerne zurück?

Viele Aufgaben erforderten den direkten Kontakt mit den Fahrzeugen. Bei einigen Tests musste das Fahrzeug in Bewegung sein. Dies gehörte für mich zu den Höhepunkten, da ich dabei oft selbst am Steuer sitzen durfte.



Was hat Ihnen an Ihrer Arbeit dort Freude bereitet?

Das Team, mit dem ich hauptsächlich zusammenarbeitete, bestand aus Doktoranden, Abschlussarbeitern und anderen Praktikanten. Somit bestand immer ein sehr angenehmes Arbeitsklima, bei dem sich alle gegenseitig unterstützt haben. Viel bedeutet hat mir, dass auf meine Meinung und meine Ideen immer Wert gelegt wurde. Ich war ein vollwertiges Teammitglied, dessen Arbeit geschätzt wurde und ein Bestandteil des gemeinsamen Projekts war.



Wo lagen die Herausforderungen?

Die größte Herausforderung war, sich zu Beginn des Praktikums in das Themengebiet und die Materie der Abteilung einzuarbeiten. Dabei verlor ich gelegentlich den Überblick und wusste nicht, auf welche Details ich besonders achten sollte und welche für meine späteren Aufgaben wichtig werden könnten. Nach einigen Wochen hatte ich mir jedoch den nötigen Überblick verschafft und kam gut zurecht.



Wo haben Sie gewohnt?

Umgezogen bin ich für das Praktikum nicht. Ich bin das halbe Jahr über die Strecke von knapp 45 Kilometern gependelt.



Welche Kontakte konnten Sie knüpfen?

Nach dem Praktikum stehe ich weiterhin mit meinen Betreuern in Kontakt. Diese haben mir auch die Möglichkeit einer Abschlussarbeit in Aussicht gestellt.



Was nehmen Sie aus dem Praxissemester für die Zukunft mit?Woran würden Sie gerne weiterarbeiten?

Die LED-Technik wird immer wichtiger und ist mittlerweile fester Bestandteil der Scheinwerfertechnik in der Automobilindustrie. In naher Zukunft wird in diesem Gebiet viel geforscht und entwickelt werden. Während des Praktikums hat es mir sehr viel Spaß bereitet mit meinen Ideen zur Entwicklung dieser Technologie beizutragen. Deshalb spiele ich mit dem Gedanken in meinem weiteren Studium die Bereiche der Lichttechnik und optischen Systeme weiter zu vertiefen.



Was könnten Sie anderen Studierenden für das Praxissemester empfehlen? Was würden Sie das nächste Mal anders machen?

Ich würde allen empfehlen, sich anfangs nicht von der Fülle an neuen Informationen beirren zu lassen, sondern offen für die neuen Herausforderungen zu sein.

 

Kontakt:
henning.zimmermann.hz[ät]gmail.com

Praxissemsterbetreuer in der Hochschule Karlsruhe:
Prof. Dr. Herr Harald Sehr
E-Mail: harald.sehr[ät]hs-karlsruhe.de

Praxissemesterbetreuer im Unternehmen:
Sascha Saralajew,
E-Mail: sascha.saralajew[ät]porsche.de

Gennady Benderman
E-Mail: gennady.benderman[ät]porsche.de