Niclas Zeller (M. Eng.), Masterstudiengang Elektro- und Informationstechnik


Ich bin akademischer Mitarbeiter an der Fakultät für Elektro- und Informationstechnik der Hochschule Karlsruhe. Hier arbeite ich mittlerweile im 2. Jahr an meiner Doktorarbeit, welche ich als externer Doktorand für die Technische Universität München anfertige. In meiner Arbeit geht es um die Entwicklung neuartiger 3D-Rekonstuktionslagorithmen, basierend auf einer Lichtfeldkamera, zur Navigationsunterstützung sehbehinderter Menschen.

Ausbildung zum Mikrotechnologen

Vor meinem Studium habe ich bereits eine Ausbildung zum Mikrotechnologen absolviert. In dieser Zeit entschloss ich mich Elektrotechnik zu studieren um mich in diesem Bereich fachlich zu vertiefen.
Aufgrund der guten Erfahrungen während des Bachelor-Studiums in Kommunikations- und Informationstechnik an der Hochschule Karlsruhe und der Möglichkeit eines Master-Doppelabschlusses mit der kanadischen Ryerson University war ich mir frühzeitig sicher auch einen Master-Abschluss an der Hochschule Karlsruhe anzustreben.

Im Frühjahr 2013 war es dann soweit und ich konnte nach weiteren zwei Jahren Studium, von welchen ich zwei Semester an der Ryerson University in Toronto absolvierte einen erfolgreichen Master-Doppelabschluss erlangen. In diesem Rahmen erhielt ich sowohl den Masters of Engineering in Elektrotechnik der Hochschule Karlsruhe, sowie den Master of Engineering in Electrical and Computer Engineering der Ryerson University.

Studium in Kanada

Der Auslandsaufenthalt in Toronto war mit Sicherheit eines der Highlights meines Studiums. Toronto ist eine multikulturell geprägte und sehr weltoffene Stadt in der es sehr viel zu entdecken gibt und in der man auch als nicht Kanadier sehr schnell Anschluss findet. Für mich war es daher sehr aufregend im Herzen einer solchen Weltmetropole zu leben und zu studieren.
Das Studium an der Ryerson University unterscheidet sich stark von dem an der Hochschule Karlsruhe. Während in Karlsruhe sehr viel Wert auf eine anwendungsorientierte und praxisnahe Ausbildung gelegt wird steht an der Ryerson University die Forschung im Vordergrund und man wird sehr stark in die Forschungsprojekte der Professoren mit einbezogen.

Interesse an Forschung geweckt

Vor allem durch das Studium und die Arbeit an der Ryerson University habe ich großes Interesse für die Forschung entwickelt. Dieses Interesse war auch ausschlaggebend bei der Entscheidung meine Master-Thesis nicht bei einem Industrieunternehmen, sondern an der Hochschule Karlsruhe anzufertigen. An der Fakultät für Elektro- und Informationstechnik bekam ich die Möglichkeit gemeinsam mit meinem betreuenden Professor ein Thema für die Abschlussarbeit zu definieren.

In meiner Master-Thesis ging es bereits, wie auch in meiner Doktorarbeit, um die 3D-Rekonstruktion von Innenraum Szenen für die Blindennavigation. Diese Szenen wurden im Fall der Master-Thesis mit Hilfe einer Microsoft Kinect erfasst.

Anschließend Promotion

Während dieser Abschlussarbeit habe ich mich endgültig dafür entschieden nach meinem Studium eine Promotion anzustreben. Als mein betreuender Professor mir dann die Möglichkeit bot meine Doktorarbeit an der Hochschule Karlsruhe in Kooperation mit der TU München anzufertigen zögerte ich nicht lange und nahm das Angebot an.

Basierend auf den während meiner Master-Thesis erlangten Erkenntnissen definierten wir das Thema meiner Doktorarbeit. Ziel ist es basierend auf einer Lichtfeldkamera neuartige Algorithmen zur 3D-Rekonstuktion von Innenraum- und Freiluftszenen zu entwickeln, welche später unter anderem in einem Navigationsassistenten für sehbehinderte Menschen zum Einsatz kommen sollen. Eine große Herausforderung ist hierbei vor allem das Arbeiten mit der Lichtfeldkamera, deren Potential bei weitem noch nicht komplett ausgeschöpft ist.

An meiner aktuellen Tätigkeit schätze ich vor allem das eigenständige Arbeiten und die Möglichkeit eigenen Ideen nachzugehen. Des Weiteren finde ich es sehr spannend Fragestellungen zu bearbeiten für die es bisher noch keine konkrete Lösung gibt. Dies kann gelegentlich allerdings auch sehr frustrierend sein.

Arbeit als akademischer Mitarbeiter

Mittlerweile arbeite ich bereits seit circa zwei Jahren als akademischer Mittarbeiter an der Hochschule Karlsruhe und bereue keinesfalls diesen Weg gegangen zu sein. Ich fühle mich bei meiner Arbeit sehr gut betreut und bin dankbar über die Möglichkeiten die ich hier an der Hochschule habe.

 

Kontakt:

Telefon: +49 (0)721/925-2262
E-Mail: niclas.zeller[at]hs-karlsruhe.de