Pascal Oser, (M. Eng.) Masterstudiengang Elektrotechnik

 

Wie sind Sie darauf gekommen und was waren die Beweggründe an der Fakultät Elektro- und Informationstechnik an der Hochschule in Karlsruhe zu studieren?


Ich habe zufällig Herrn Prof. Dr. Stöckle über einen guten Freund kennengelernt. Zu diesem Zeitpunkt war ich mir noch nicht über die Studienrichtung sicher, aber es sollte etwas mit Elektronik sein. Aufgrund der Aussagen von Herrn Prof. Dr. Stöckle wurde ich auf das Studium der Elektro- und Informationstechnik an der HS-Karlsruhe neugierig. Da ich eher ein praxisorientierter Mensch bin, der gerne frühzeitig sein Wissen einsetzt, habe ich mich für die HS-Karlsruhe entschieden. Die praktische Orientierung und der gute Ruf haben mich damals überzeugt.

Was gefiel Ihnen besonders am Fach Elektro- und Informationstechnik?


Die enge Verknüpfung zwischen Hard- und Software und die Schwierigkeit mit niedrigsten Energien auskommen zu müssen. Schön ist es, dass man in der Praxis jederzeit die Ergebnisse seiner Arbeit vor Augen hat.

Was hat Ihnen besonders am Studium an der Hochschule an der Fakultät Elektro- und Informationstechnik gefallen?


Die praxisorientierte und sehr kompetente Lehrweise. Morgens Theorie, nachmittags Labor.

Was möchten Sie nach dem Studium beruflich machen bzw. wo sind Sie nach dem Abschluss beruflich gestartet?


Nach dem Abschluss des 2. Mastersemesters habe ich ein Urlaubssemester eingelegt, um 14 Monate als „Technical Student“ an das CERN in Genf zu gehen. Mein Ziel war es, dort meine Masterthesis zu schreiben. Um in die komplizierte Thematik einzusteigen (Radioaktive Strahleneffekte auf elektronische Bauteile), habe ich ein 8 monatiges Praktikum absolviert und habe danach die Masterthesis geschrieben. Anschließend wurde mir ein 2-jahres Vertrag angeboten, den ich auch angenommen habe. Als Test-Ingenieur war ich für die Qualitätssicherung von Bauteilen verantwortlich, die rund um den Teilchenbeschleuniger (LHC) eingesetzt waren. Aufgrund der guten Konjunktur entschied ich mich nach 1 Jahr zurück nach Deutschland zu kehren. Insgesamt war ich knapp 2,5 Jahre in Genf.

In welcher Branche sind Sie jetzt tätig und welche Position besetzen Sie nun?


Aktuell bin ich in der Automotive Branche bei Bosch als Funktionsentwickler für Komfortassistenzsysteme (z.B. ACC, Stauassistent usw.) in Leonberg tätig.

Welchen Tipp haben Sie für zukünftige Studentinnen und Studenten?


Ich rate Studenten auf ihren Bauch zu hören und das Studium nicht zu überhasten. Der Druck der Industrie und die Pläne der Regierung sind groß, man sollte aber nicht vergessen auch über den Tellerrand zu schauen und sich beim Studium Zeit zu lassen. Das kommt auch dem Wohlbefinden gut, denn das Studium der Elektro- und Informationstechnik kann sehr anstrengend sein und man sollte seine persönlichen Interessen nicht an den Nagel hängen. Daher sollte die Einhaltung der Regelstudienzeit nicht im Fokus liegen. Gute Noten sind wichtig, um die „Eintrittskarte“ in die Industrie oder Forschung zu erlangen, aber es ist noch wichtiger Praxiserfahrung, interkulturelle Kompetenz und seine Persönlichkeit im Laufe des Studiums zu entwickeln. Denn die Noten sind am Schluss nur teilweise entscheidend. Viel praktische Erfahrung und interkulturelle Kompetenz sind die stärksten Verkaufsargumente die man liefern kann. Dazu trägt ein Auslandsaufenthalt in einem interessanten Unternehmen am meisten bei. Ich empfehle auch, den Master direkt an den Bachelor anzuschließen. Gerade im Studium der Elektro- und Informationstechnik, ist der Master noch wesentlich interessanter (und herausfordernder) als der Bachelor.

Persönliches Fazit:


Ich bin sehr zufrieden mit meinem Werdegang und würde es genauso wieder machen: Theorie, Praxis, Ausland, Hobbys.

 

Hier berichtet er von seiner Tätigkeit bei CERN im Video:

https://www.youtube.com/watch?v=i6iCTOTEpIo