Yuliya Bessedin (B.Eng.), Bachelorstudiengang Energie- und Automatisierungstechnik


Was hat Sie dazu veranlasst, Ihr Studium an der Hochschule Karlsruhe zu beginnen?


Ich bin die Ingenieurin in der dritten Generation. Schon als Kind habe ich bemerkt, dass ich mit Mathematik viel besser klar komme, als mit Kunst. In späteren Klassen habe ich Grundlagen der Technik und Physik kennen gelernt. Um dieses Wissen zu vertiefen, habe ich die Lehre an einem polytechnischen Kolleg im Bereich Gebäudetechnik absolviert. Nach der Integrations- und Elternpause habe ich die deutsche Fachhochschulreife erworben und als Studienort die Hochschule Karlsruhe gewählt. Nicht zuletzt waren die Lage der Hochschule, positive Bewertungen im Internet und die Informationen der Homepage entscheidend.


Was gefällt Ihnen besonders am Fach Elektro- und Informationstechnik? Insbesondere am Studiengang Energietechnik?


Für Energietechnik schlägt mein Herz. Ich habe mehrere Monate als Werkstudentin bei der Energie Baden-Württemberg AG gearbeitet, dort habe ich meine Abschlussarbeit absolviert. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie sehr ich mich in dem Bereich entwickeln möchte. Mich bewegen die Ideen mit denen Ingenieure die Zukunft einer umweltfreundlichen und innovativen Welt gestalten.


Was würden Sie an Ihrem Studium, der Fakultät und der Hochschule besonders positiv hervorheben?


Besonders gefällt mir das Engagement der Professoren/Professorinnen und der Mitarbeiter der Hochschule. Es sind sehr viele Tutorien, Betriebsausflüge und Labore organisiert, die Professoren haben immer „ein offenes Ohr“, man kann praktisch immer vorbei kommen, wenn die eine oder andere Frage entsteht.


Was war für Sie in den ersten Semestern Ihres Studiums überraschend? Was war anders als erwartet?


In den ersten Semestern muss man sehr organisiert und diszipliniert werden um weiter zu kommen. Ich hatte acht Prüfungen im ersten Semester gehabt und fand es nicht einfach in zwei-drei Wochen Zeit für die gute Vorbereitung zu finden. Zum Glück mag ich lernen sehr und es hat sehr viel Spaß gemacht, wenn man schwierige Aufgaben gelöst und verstanden hatte.


Was oder wer kann bzw. konnte Sie bei der Bewältigung von Schwierigkeiten während Ihres Studiums unterstützen?


Ich bin sehr stolz auf mich, dass ich mein Traumziel - das Ingenieurstudium an einer der besten Hochschulen in Deutschland verwirklicht hatte. Vor allem als alleinerziehende Frau mit zwei Kindern, Migrationshintergrund und Spätanfängerin hatte ich nicht die besten Chancen dafür. Jedoch muss ich mich bei sehr vielen Menschen bedanken, die mich auf diesem Weg begleiteten. So wurde mir klar, wie wichtig  Unterstützung und Zusammenarbeit sind. Deswegen habe ich das Mentoring-Programm „TeamUp“ an der Hochschule Karlsruhe zusammen mit Frau Prof. Closs initiiert. Das primäre Ziel ist den Studierenden, die besonderen Schwierigkeiten im Studium haben, rechtzeitig zu unterstützen und MINT-Fächer für alle Interessierten offen zu halten.


In welcher Branche sind Sie jetzt tätig und welche Position besetzen Sie nun?


Heute bin ich als Projektierungsingenieurin tätig bei der Netze BW GmbH (EnBW). Zu meinen Aufgabenbereich zählen die Begleitung der elektrotechnischen Baumaßnahmen und Projekte des Unternehmens, die
Prüfung der Bedingungen zun den geplanten Maßnahmen, die Kommunikation mit internen und externen Partnern sowie dieProjektleitung und Projektsteuerung.
Die Projekte sind im Bereich der Kabel-, Freileitungs- und Straßenbeleuchtungsmaßnahmen angesiedelt.


Welche Qualifikationen, die bereits während des Studiums erworben haben, sind für das spätere Berufsleben besonders hilfreich?


Alles kann wichtig sein. Je nach dem in welcher Branche  man später tätig sein wird. Elektrotechnik hat sehr viele Facetten und an unserer Hochschule kann man in den späteren Semestern durch die Wahlpflichtfächer und auch durch Praktika und Werkstudententätigkeit die Erfahrungen in den gewünschten Richtungen sammeln.


Rückblickend war das Studium der Energietechnik an der Hochschule in Karlsruhe die richtige Entscheidung gewesen?


Ja. Es war sehr schöne, intensive und produktive Zeit.


Welchen Tipp haben Sie für zukünftige Studentinnen und Studenten?


Fleißig lernen, anderen Studierenden helfen und auf Tipps von Professoren hören.