Geodäsie ist kurz gesagt die Wissenschaft von der Ausmessung und Abbildung der Erdoberfläche. Mit den in der Geodäsie erhobenen Daten entstehen Stadtpläne, Land- und Seekarten, 3D-Visualisierungen und Navigationssysteme.

Interessieren dich folgende Themen?

1. Mathematische Anwendungen

Da Geodäsie bedeutet, messtechnische und raumbezogene Sachverhalte darzustellen und zu bearbeiten, werden Algorithmen benötigt, die es anzuwenden und zu entwickeln gilt. Dafür sollte mathematisches Grundverständnis vorhanden sein. Gutes räumliches Vorstellungsvermögen ist ebenso eine Vorraussetzung.

2. Informationstechnologien

Die Geodäsie macht sich in besonderem Maße aktuelle Kommunikations- und Informationstechnologien zu Nutzen. Diesbezüglich sollten also keine Berührungsängste vorliegen. Programmierkenntnisse sind aber zu Beginn des Studiums nicht erforderlich.

3. Geographische Sachverhalte

Da das Kernthema des Studiums der Geodäsie und Navigation immer der Lage-, Raum,- und Sachbezug zur Figur Erde und ihrer Oberfläche bleiben wird, wäre zu deren Beurteilung und Lösung ein Interesse an geographischen Sachverhalten von Vorteil.

4. Interdisziplinäre Arbeit

Der Geodäsie fällt innerhalb des Berufsfeldes der Ingenieurwissenschaften eine gewisse Schlüsselstellung zu. Daher sind Kommunikationsfreude, Flexibilität und die Fähigkeit zu vernetztem Denken wünschenswert.

Was kann ich mit einem Studium der Geodäsie anfangen?

Wer ein Studium der Geodäsie abschließt, hat herausragende Chancen auf vielseitigen und spannenden Arbeitsplatz.

Dem Arbeitsmarkt (national und internatonal) droht in den kommenden Jahren ein akuter Mangel an Absolventen der Geodäsie und Geoinformation. In einer aktuellen Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft wird bereits heute ein Mangel an Absolventen beklagt. Nicht zuletzt die geringe Anzahl an Studienanfängern auf diesem Gebiet ist hierfür ein Grund. Ein weiterer Indikator ist die deutliche Erweiterung möglicher Berufsfelder in den letzten Jahren.

Geodäten können ihr erlerntes Wissen beispielsweise im Katastrophenschutz, Crashtests , in der Forensik oder bei der Entwicklung von 3D-Modellen der Erde zum Einsatz bringen. Geodäsie und Navigation sind Schlüsseltechnologien der Ingenieurwissenschaften, die viele Produkte, Projekte und Prozesse erst ermöglichen.

Alleine das europäische System für Satellitennavigation GALILEO, welches in naher Zukunft die Vormachtstellung von GPS brechen soll, wird in Europa bis zu 160.000 neue Arbeitsplätze schaffen, die zu einem nicht unerheblichen Teil Absolventen der Studienrichtung Geodäsie und Geoinformation offen stehen. Beste Aussichten also.

Masterstudiengänge

Wer darüber hinaus noch Möglichkeiten zur Weiterqualifikation sucht, dem bietet die Hochschule Karlsruhe hierfür den internationalen Masterstudiengang Geomatics an. 

 

 

Das Studium an der Hochschule Karlsruhe auf einen Blick

  • Bachelorabschluss (Bachelor of Sciene) nach sieben Semestern mit direkter Berufsqualifizierung und Befähigung zum gehobenen Verwaltungsdienst.
  • Masterabschluss (Master of Science) nach drei weiteren Semestern möglich, Befähigung zum höheren Verwaltungsdienst.
  • Auslandsstudium und Auslandspraktika möglich.
  • Partnerhochschulen in Brasilien, Großbritannien, Spanien, USA, Mitarbeit in internationalen Projekten möglich.
  • Ausbildung in kleinen Gruppen, Semestergröße max. 30 Studierende, Kleingruppen in Praktika, Unterstützung durch Tutoren.
  • Praxisnahe Ausbildung, integriertes Praxissemester, (Industrie oder Behörde), umfangreiche Übungen und Praktika.
  • Zentral gelegener Campus in Grünen und der Nähe des Stadtzentrums.
  • Studium in einer sympathischen Stadt mit hohem Freizeitwert in einer der sonnenreichsten Gegenden Deutschlands.

 

Geodäsie und Navigation einfach mal ausprobieren 

Grundsätzlich gilt, wer Interesse an der Geographie und Computern hat, für den ist das Angebot „GeoInfo zum ausprobieren“ genau das Richtige. Hier bekommen Interessierte Einblicke in die Inhalte des Studiengangs vermittelt.

Um dem potentiellen Nachwuchs diese Anwendungen eindrucksvoll nahe zu bringen, haben Mitarbeiter und Studenten der Hochschule Karlsruhe verschiedene Module entwickelt, zum Beispiel zu Google Earth oder digitaler Bildbearbeitung.

Diese lassen sich ohne größeren Aufwand bearbeiten und können auch problemlos z.B. im Unterricht eingesetzt werden. Der Umfang reicht von wenigen Stunden bis hin zu größeren Projektarbeiten. 

 

Geocaching

Geocaching, eine moderne Form der Schnitzeljagd, ist nicht nur ein weltweit verbreitetes Freizeitvergnügen für neumodische Technikfans, sondern ein Spaß für Groß und Klein in der Natur.

Beim Geocaching geht es im Wesentlichen darum, „Schätze“ in geheimen Lagern (engl.: Caches) ausfindig zu machen, die zuvor von anderen Personen versteckt wurden.

So kann auf spielerische Weise erste Erfahrungen in der Anwendung von Geodaten gewonnen werden. Voraussetzung ist die Verfügbarkeit von einigen GPS-Empfängern, die u. a. in aktuellen Smartphones integriert sind.

Das Modul zum Download

Weitere Links zu diesem Thema:
   geocaching.de
   geocaching.com
   garmin.com

Einfache Höhenvermessung

Bei der GPS-Datenerfassung können neben den Lagekoodinaten X und Y auch die Höhenwerte Z erfasst werden. Da aber nicht alle interessanten Höhenpunkte wie Hausdächer, Kirchturmspitzen, Baumkronen, etc. begangen werden können, werden im folgenden Modul Möglichkeiten aufgezeigt diese Höhendaten ohne kostenintensive Vermessungsgeräte zu erfassen.

Es werden unterschiedliche Verfahren vorgestellt, die mit wenigen Hilfsmitteln sowie einfachen mathematischen Regeln, Höheninformationen liefern. Diese können zum Beispiel im Modul „Google Earth und eigene 3D-Gebäude“ und in Kombination mit den 3D-Datensätzen des LMZ (s. GIS-3: LMZ Geoportal) eingesetzt werden.

Das Modul zum Download

Weitere Infos zu diesem Thema:
Regal, Wolfgang (2007): Daumensprung und Jakobsstab. Messen ohne Maßband. Conrad Stein Verlag

OpenStreetMap

Das OpenStreetMap-Projekt, kurz gesagt „Wikipedia für Karten“, wurde 2004 gegründet und verfügte zum Dezember 2013 über ca. 1,5 Millionen aktive Nutzer, die Geodaten erfassen und kostenfrei im Netz zur Verfügung stellen.

Das Mitmachen bei OpenStreetMap ist einfach und eigene Ergebnisse kann man schon nach kurzer Zeit auf der frei verfügbaren Weltkarte wiederfinden.

Weitere Links zu diesem Thema:
   www.openstreetmap.de
   Einführung mit „Schritt für Schritt“-Einleitung
   OpenStreetMap-Konferenz an der Hochschule Karlsruhe 06/2014

Geodäsie in Unternehmen

Stefan

"Vor dem Studium habe ich bereits Vermessungstechniker gelernt. Die Welt der Zahlen hat mich schon immer fasziniert. Unter freiem Himmel zu arbeiten, war mit ein Grund, meine Lehre zu beginnen. Die Neugierde, dies dann auch noch alles zu verstehen, war der Grund, mich für das Studium zu entscheiden. Während des Studium merkte ich, dass es im Bereich der Ingenieursvermessung einen Bereich gibt, der mich besonders interessiert und so schrieb ich meine Diplomarbeit bei der Volkswagen AG in Wolfsburg im Bereich der Forschung und Entwicklung. Nach dem Studium ging ich natürlich in die Automobilindustrie. Meine Aufgabe besteht darin, optische 3-D Messsysteme, die für Design und Entwicklung im Einsatz waren, zu kalibrieren und das offizielle Längenmaß anzubinden."

 

Fabian

"Ich habe zunächst eine Lehre als Vermessungstechniker bei der Stadtverwaltung einer mittelgroßen Stadt in Baden-Württemberg absolviert. Danach wollte ich meine Fähigkeiten vertiefen und begann ein Studium der Geodäsie und Navigation an der Hochschule Karlsruhe. Schon während des Studiums konnte ich als studentische Hilfskraft meine Fähigkeiten in verschiedenen Vermessungsbüros und einer Großtunnelbaustelle gezielt erweitern, welches sich für meine weitere berufliche Laufbahn als sehr hilfreich erweisen sollte. Inzwischen bin ich als leitender Vermessungsingenieur mit Personalverantwortung hauptsächlich auf Tunnelbaustellen tätig und liebe die Abwechslung sowie die mir übertragene Verantwortung." 

Vertiefungsrichtungen im Studiengang Geodäsie und Navigation

Aufgabe von Geodäsie und Navigation ist, geometrie- und raumbezogene Sachverhalte zu erfassen, zu modellieren, zu analysieren, zu visualisieren und zu interpretieren. Absolventen sind in den Bereichen Entwicklung, Consulting, Dienstleistung und Management tätig. Es gibt zwei Möglichkeiten der Vertiefung, zum einen in das Gebiet der Geodäsie oder das der Navigation.

Vertiefungsrichtung Geodäsie

Im Rahmen der Vertiefungsrichtung Geodäsie werden spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten zu den Tätigkeitsfeldern Geoinformationssysteme, Ingenieurgeodäsie und Landmanagement vermittelt. Studierende erwerben damit eine Stärkung ihrer Handlungskompetenz auf dem Gebiet der klassischen angewandten Geodäsie.

Vertiefungsrichtung Navigation

Moderne Sensorsysteme in Verbindung mit leistungsfähigen Rechnerprozessoren ermöglichen es heute, Raumgeometrien und Szenarien kinematisch - also aus der Bewegung heraus - zu erfassen. Die hierzu erforderlichen Methoden, Verfahren und Entwicklungsmöglichkeiten sind Themen der Vertiefungsrichtung Navigation.

Bewirb dich jetzt!

Hier gelangst du zur Bewerbung für diesen Studiengang (freigeschaltet ab 1. März 2017)


Du hast noch mehr Fragen?

Wende dich an unsere Studienberatung:
Prof. Dr.-Ing. Tilman Müller
tilman.mueller[at]hs-karlsruhe.de
Tel. 0721-925-2622


Spannende Berichte rund um das Thema Geoinformationsmanagement findest du beim Feinripp Magazin.

Informationstermin für Studieninteressierte:

Termine können gerne mit dem Studiendekan vereinbart werden.

DAS WICHTIGSTE

  • Bewerbungsschluss 15.Juli
  • 30 Studienplätze je Wintersemester
  • Studienbeginn: Nur im Wintersemester
  • Regelstudienzeit: 7 Semester
  • Praktisches Studiensemester im 5. Semester
  • Studienbegleitende Praktika in kleinen Gruppen 

Bewirb dich jetzt! Hier gelangst du zur Bewerbung für diesen Studiengang (freigeschaltet ab 1. März 2017)