Wissenswertes

  • 30 Studienanfängerplätze je Wintersemester
  • Studienbegleitende Praktika in kleinen Gruppen
  • Aktuelle IT-Ausrüstung (PC und Laptops) für:
  • Instrumentenlabor mit umfangreichem Gerätepark (Tachymeter, GNSS-Empfänger, Scanner, Industriemesssysteme)
  • GIS (Geoinformationssysteme) und Fernerkundung
  • CAD und 3D-Visualisierung
  • Softwareentwicklung

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Bewerberprofil

Bewerber für das Studium der Geodäsie und Navigation sollten sich für folgende Themenbereiche interessieren:

1. Mathematische Anwendungen
2. Informationstechnologien
3. Geographische Sachverhalte
4. Interdisziplinäre Arbeit

1. Um messtechnische und raumbezogene Sachverhalte zu bearbeiten, sind im Allgemeinen mathematische Algorithmen anzuwenden und auch zu entwickeln. Daher sollte ein entsprechendes mathematisches Grundinteresse vorhanden sein. Darüber hinaus sollten Bewerber über ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen verfügen.

2. Geodäsie und Navigation nutzt die aktuellen Kommunikations- und Informationstechnologien in besonderem Maße. Hier sollten also keine Berührungsängste vorliegen. Programmierkenntnisse sind zum Beginn des Studiums nicht erforderlich.

3. Viele Aufgaben der Geodäsie und Navigation erfordern den Lage-, Raum- und Sachbezug zu Erdfigur und Erdoberfläche, zu deren Lösung und Beurteilung ein Interesse an geographischen Sachverhalten von Vorteil wäre.

4. Wegen der Schlüsselstellung des Berufsfeldes innerhalb der Ingenieurwissenschaften sind Kommunikationsfreude, Flexibilität sowie die Fähigkeit zu vernetztem Denken wünschenswert.

Berufsbild

Geodäten finden in Ingenieurbüros unterschiedlicher Ausrichtung, in Firmen und Behörden vielseitige Arbeitsplätze. Die Navigationskompetenz wird in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen vieler Firmen benötigt.

Ingenieurbüros für Vermessung finden sich in jeder größeren Gemeinde. Sie werden stets von Vermessungsingenieuren geleitet. Die meisten der kleineren Büros widmen sich auf Aufgaben in der Bau- oder Grundstücksvermessung oder sie haben sich auf besondere Tätigkeitsfelder wie z. B. Eisenbahnvermessung spezialisiert. Größere Büros können auch nationale und internationale Großprojekte vermessungstechnisch betreuen. Viele von ihnen erstellen und betreuen Geoinformationssysteme für Gemeinden und Kreise ebenso wie für große Industriebetriebe.

Vermessungsbehörden nehmen hoheitliche Aufgaben, vor allem die Vermessung und Dokumentation der Grundstücksgrenzen, wahr und sind in die Planungsaufgaben der Gemeinden und Kreise eingebunden. In Baden-Württemberg haben alle Landkreise und viele Städte Ämter für Vermessung, Geoinformation und Landmanagement eingerichtet. In anderen Bundesländern wird häufig auch der Begriff des Katasteramts verwendet. Jedes Bundesland verfügt darüber hinaus über eine zentrale Vermessungsbehörde, ein Landesvermessungsamt. Dieses aktualisiert laufend die topographischen Karten, unterhält Basisstationen für die Satellitennavigation, baut übergreifende Geoinformationssysteme auf und nimmt viele weitere zentrale Funktionen wahr.

In großen Industrieunternehmen, bei Energieversorgern und Netzbetreibern arbeiten Geodäten im Infrastrukturbereich und Facility Management. Sie führen Vermessungen durch, bauen Dokumentationssysteme auf, pflegen sie und bereiten die Ergebnisse entsprechend den Anforderungen des Unternehmens auf.

In Planungs- und Consultingunternehmen arbeiten Ingenieure unterschiedlicher Disziplinen zusammen. Geodäten können hier ihre Kompetenz in der Anwendung von Informationssystemen, bei der Durchführung von Bodenordnungsverfahren und in der Datenaufbereitung einbringen. In Unternehmen des Maschinenbaus und in der Automobilindustrie werden Vermessungsingenieure immer häufiger in der Qualitätskontrolle, bei Präzisionsvermessungen und statistischen Analysen tätig. Einige spezialisierte Ingenieurbüros bieten auch Dienstleistungen in diesem Bereich an.

Einige Geodäten spezialisieren sich auf die Softwareentwicklung. Arbeitsplätze finden sie einerseits bei Ingenieurbüros oder Softwarefirmen, die Bau- oder Vermessungssoftware erstellen, andererseits aber auch in Unternehmen und Büros, die spezielle Software für ihre eigenen Anwendungen benötigen. Gerade in Kombination mit Navigationsaufgaben bieten sich hier vielfältige Möglichkeiten.

Ausführliche Informationen zum Berufsbild

 

Weiterführendes Master-Studium an der Hochschule Karlsruhe:
Geomatik (konsekutiv, 3 Sem.)
Geomatics (international, 4 Sem.)

Darüberhinaus gibt es auch an anderen Standorten interessante aufbauende Master-Studiengänge.