High Efficiency Karlsruhe

ist ein Team aus Studierenden der Studiengänge Fahrzeugtechnologie, Maschinenbau und Mechatronik, die im Rahmen ihrer Projektarbeit an dem Wettbewerb "Shell Eco-Marathon" teilnehmen.

Ziel dieses Wettbewerbs ist es, ein Fahrzeug zu konstruieren, das mit einem Liter Kraftstoff die größtmögliche Entfernung zurücklegen kann.


Weitere Informationen gibts hier: High Efficiency Karlsruhe

„WIM 2“ erfolgreich beim Shell Eco-Marathon 2015

564 km Reichweite mit einem Liter Kraftstoff – das ist das achtbare Ergebnis unseres High Efficiency Teams Karlsruhe beim Shell-Eco-Marathon 2015. Mit dieser Leistung belegten wir als 30-köpfiges Team Platz 15 und erreichten damit das obere Mittelfeld der Rangliste. Gegen das Team TED aus Frankreich mit 2308,3 km Reichweite hatten wir leider keine Chance.

Ziel des Shell Eco-Marathons ist es, die besonders effizient konstruierten Fahrzeuge mit einem Liter Kraftstoff möglichst über die 1000 km-Marke zu steuern. Dafür müssen zehn Runden á 1,6 km, also insgesamt 16 km in maximal 39 Minuten zurückgelegt werden. Unser Team ging mit ,WIM 2‘ („Weniger ist mehr“) in der Klasse ,Prototyp Gasoline‘ zusammen mit 52 anderen Teams an den Start. Während bei den Fahrzeugen der Klasse ,UrbanConcept‘ besondere Voraussetzungen, wie beispielsweise Verkehrstauglichkeit erfüllt werden müssen, sind in der Klasse der Prototypen lediglich die Sicherheitsbestimmungen und wenige technische Vorgaben, wie zum Beispiel der Notausstieg innerhalb von 10 Sekunden, sowie ein Bremstest auf einer Rampe einzuhalten.

Dieses Jahr haben sich 230 Teams aus 30 Ländern mit insgesamt rund 3000 Schülern und Studenten auf den Weg nach Rotterdam gemacht, um beim Shell Eco-Marathon ihre selbst entwickelten, energieeffizienten Fahrzeuge zu präsentieren. Darunter auch das High Efficiency Team unserer Hochschule mit dem Fahrzeug ,WIM 2‘, das bereits im letzten Jahr gute Erfolge erzielen konnte.

Nach viel Schweiß und langen Nächten hieß es endlich: „Auf nach Rotterdam zum Eco-Marathon 2015 von Shell“. Darauf hatte sich unser Team Karlsruhe schließlich über ein halbes Jahr lang präzise vorbereitet. Nach der Ankunft in Rotterdam hieß es erst mal zurecht finden, Sachen zum Zeltplatz bringen und im strömenden Regen Zelte aufbauen. Während ein Teil des Teams die Box für unser Fahrzeug einräumte, machten die anderen das wohl verdiente Abendessen.

Am zweiten Tag ging es morgens um halb 8 nach einer kalten Nacht im Zelt gleich los. Fahrerinnen und Teamchef aller Teams zum morgendlichen Briefing - Sicherheitsvorschriften, Ablaufpläne und Streckenübersicht. Nach dem Briefing alle in die Box, wo der Rest des Teams schon fleißig war und schraubte und optimierte. Wir beiden Fahrerinnen stellten uns schon mal in der Schlange an für die Technische Inspektion. Hier mussten wir zwar lange warten, aber kamen ins Gespräch mit Teams aus anderen Ländern und so ging die Zeit schnell rum im Versuch einen Deutsch-Englisch-Französisch-Mix zu sprechen. Die Technische Inspektion war dann erfolgreich, der Notausstieg – wenn zwar nicht sehr elegant – aber im besten Fall nur 5 Sekunden!

Am zweiten Tag ging es dann los mit den Testfahrten. Wie immer in Rotterdam begann auch dies mit dem Anstellen in der Schlange und langem Warten. Wir Fahrerinnen waren schon angezogen Rennanzug, -schuhe und –handschuhe. Das Kribbeln im Bauch wurde immer größer je näher es an den Start ging, da es nicht nur für das Fahrzeug sondern auch für uns die erste richtige Fahrt auf langer Strecke sein sollte. Die Jungs schraubten noch in der Schlange die letzten Sachen und der Motor wurde warm gelaufen. Auf geht’s die erste Fahrt! …. Dachten wir. Leider gab es schon bei der ersten Testfahrt einige Probleme, der Motor beschleunigte nicht so wie erwartet und ging immer mal wieder unerwartet aus. Das kratzt natürlich an den Nerven – beim Team und bei uns Fahrerinnen. Also alles wieder in die Box und Fehlerbeheben. Noch am gleichen Tag wieder anstellen und noch eine Probefahrt. Diesmal klappt alles! 7 Runden am Stück – Nadja und WIM2 sind auf Kurs!

Ein neuer Tag eine neue Testfahrt! Die Erwartungen sind bei allen groß, heute soll es klappen 10 Runden im Test, dann soll es an die Strategie und an die Feinheiten gehen! …… Dachten wir. Und wieder traten Probleme auf. Die Stimmung wurde schlechter alle waren enttäuscht und keiner kannte das Problem. Auch bei uns Fahrerinnen kamen Nervosität und Zweifel auf. Hab ich alles richtig gedrückt und den ‚Totmann-Schalter‘ gehalten? Oder war ich unkonzentriert? Ist deshalb der Motor ausgegangen? Nein! Endlich! Das Problem hat ein Gesicht. Ein Wackelkontakt. „Nur“ ein Wackelkontakt. Jetzt passt alles zusammen. Der Motor läuft im stehenden Fahrzeug perfekt, und auf der ruckeligen Strecke bei einer Bodenwelle geht er aus. So wie bei der Bodenwelle auch der Deckel wackelte und erst mal richtig befestigt werden musste.

So nun endlich soll es losgehen! Der erste Wertungslauf! Die Nervosität war allen ins Gesicht geschrieben. Hoffentlich geht alles gut! Und es ging alles gut! 518 km hieß das Ergebnis des ersten Wertungslaufs. Allen fiel merklich ein Stein vom Herzen. Es kann funktionieren auch über die volle Distanz. Damit war die Motivation bei allen riesig! Nach dem ersten Wertungslauf ging es zurück ins Paddock und es wurde so viel wie möglich optimiert. Erst am nächsten Tag ging es mit dem zweiten Wertungslauf weiter. Und in der Schlange wuchs die Nervosität und Aufregung. Wird wieder alles gut gehen? Wenn ja, können wir mehr Kilometer schaffen? Mit einem Gemisch aus wahnsinniger Vorfreude und großer Aufregung ging es an den Start. Und es lief alles nach Plan! 564 km und der damit beste Wertungslauf!

Eine aufregende Zeit und internationale Zeit auf dem Zeltplatz ging damit zu Ende. Das Team wurde durch alle Probleme und Erfolge von Tag zu Tag mehr zusammen geschweißt und die Erfahrung dieses Trips kann uns keiner mehr nehmen. Ohne die zahlreichen Sponsoren, wie Knödler, Honda, Bosch, Schäfer u.a. wäre das niemals möglich gewesen.

Zwar konnte unser Team das Ziel von 1000 km dieses Mal nicht erreichen, doch auch für das nächste Jahr ist wieder ein Start beim Shell Eco-Marathon geplant. Mit den dazugewonnen Erfahrungen soll wieder ein hocheffizientes Fahrzeug die Fähigkeiten unseres Teams unter Beweis stellen.

 

Pauline Raatz und Nadja Brück

High Efficiency Karlsruhe hat zum dritten Mal erfolgreich am Shell Eco-marathon teilgenommen

Shell Eco-marathon 2014

Am 12. Mai 2014 fiel dieses Jahr in Rotterdam der Startschuss zu Europas größtem Energieeffizienzwettbewerb – dem Shell Eco-marathon. Aufgabe des Wettbewerbs ist es, ein Fahrzeug zu konstruieren, das möglichst wenig Kraftstoff verbraucht, also mit umgerechnet einem Liter Treibstoff so viele Kilometer wie möglich zurücklegt.

Aus Deutschland gingen in diesem Jahr 20 Teams an den Start, insgesamt traten über 200 Mannschaften gegeneinander an. Die Hochschule Karlsruhe wurde dabei vom Team „High Efficiency Karlsruhe“ vertreten – 20 Studierende unterschiedlichster Studiengänge und unterschiedlichster Nationalitäten.
Nachdem drei von vier Wertungsläufen erfolgreich absolviert werden konnten, stand das Ergebnis fest: Das Team „High Efficiency Karlsruhe“ konnte mit nur einem Liter Benzin 645 km zurücklegen. Damit erreichten die Studierenden bei ihrer dritten Teilnahme an diesem Wettbewerb Platz 20 von 40 gewerteten Teams in der Kategorie Prototypen – 59 Teams waren zwar an den Start gegangen, nur 40 konnten jedoch die Wertungsläufe nach den Shell-Vorgaben erfolgreich beenden.

Das eigene Ziel – die 1000km Marke zu knacken – hat das Team leider verfehlt, konnte jedoch zahlreiche Neuerungen am Fahrzeug erfolgreich einstellen:

  • Optimierungsarbeiten an der Karosserie
    Die Schwachstellen, die sich an der Karosserie aus CFK, ein kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff oder umgangssprachlich Carbon, zeigten, konnten erfolgreich ausgebessert werden

  • Umstellung auf Vorderradlenkung
    Die Hinterradlenkung wurde auf eine Vorderradlenkung, wie es ab 2015 beim Shell Eco-marathon Pflicht sein wird, bereits umgebaut.

  • Neuer Motor
    Der bisherige 50ccm Honda Motor wurde durch einen 35ccm Honda GHX Motor ausgetauscht. Durch die leichtere Karosserie im Vergleich zum Vorgängermodell konnte auf einen effizienteren, kleineren Motor zurückgegriffen werden, um auch mit diesem Bauteil möglichst energieeffizient zu fahren.

  • Hinterradkupplung
    Es wurde eine Hinterradkupplung eingebaut, um nach Abschalten des Motors den Antriebsstrang komplett von der Hinterradnabe zu trennen und damit die Reibverluste eines Freilaufs zu eliminieren.

Die Fakultät Maschinenbau und Mechatronik wünscht „Herzlichen Glückwunsch für dieses erfolgreiche Ergebnis“ und freut sich auf die Teilnahme des Teams am Shell Eco-marathon 2015!

High Efficiency Karlsruhe bei Europas größtem Energieeffizenz-Wettbewerb 2012

Am 17. Mai 2012 fiel in Rotterdam der Startschuss zu Europas größtem Energieeffizienz-Wettbewerb – dem Shell Eco-marathon. Nach drei Jahren auf dem brandenburgischen Lausitzring fand der Wettbewerb in diesem Jahr zum ersten Mal in einer Innenstadt statt – und damit unter realistischeren Bedingungen.

Aufgabe des Wettbewerbs ist es, ein Fahrzeug zu konstruieren, das möglichst wenig Kraftstoff verbraucht. Es gilt, mit nur umgerechnet einem Liter Treibstoff so viele Kilometer wie möglich zurückzulegen.

Insgesamt waren beim diesjährigen Wettbewerb mehr als 3000 Schülerinnen, Schüler und Studierende, mit insgesamt mehr als 180 Teams aus 24 Ländern Europas und Nordafrika am Start.

Die Hochschule Karlsruhe war mit dem Team „High Efficiency Karlsruhe“ vertreten - 20 Studierende aus den Fachrichtungen Maschinenbau, Mechatronik, Fahrzeugtechnologie und Elektrotechnik - Sensorik.

Nach vier erfolgreich absolvierten Wertungsläufen stand das Ergebnis fest:
Das Team „High Efficiency Karlsruhe“ erzielte 667km mit nur 1 Liter Benzin.
Damit landeten die Studierenden bei ihrer zweiten Teilnahme an diesem Wettbewerb gleich auf Platz 18 von 43 gewerteten Teams der Kategorie Prototypen und waren somit auch zweitbestes deutsches Team.

- Insgesamt waren in der Kategorie Prototypen übrigens 72 Teams an den Start gegangen, jedoch nur 43 konnten Wertungsläufe nach den Shell-Vorgaben erfolgreich beenden -

Die Fakultät Maschinenbau und Mechatronik sagt daher nochmals „Herzlichen Glückwunsch für dieses erfolgreiche Ergebnis“ und freut sich schon auf die Teilnahme des Teams am Shell Eco-marathon im nächsten Jahr!

Die genauen Ergebnisse finden Sie hier: Shell Eco-marathon

Shell Eco-Marathon 2011

High Efficiency Karlsruhe – Ein Team aus elf Studierenden der Fakultät Maschinenbau und Mechatro-nik, nahmen am diesjährigen Shell Eco-Marathon Europe erfolgreich teil.

Der Shell Eco-Marathon ist der größte Energie-Effizienzwettbewerb in Europa und richtet sich weltweit an technisch interessierte Schüler/innen und Studierende. Der Wettbewerb wird jährlich in Europa, aber auch in Asien und Amerika ausgetragen. Die Grundidee des Shell Eco-Marathons ist die Entwicklung und Konstruktion eines Fahrzeugs, das mit einem Liter Kraftstoff, die größtmögliche Entfernung zurücklegt und dabei so wenig Schadstoffe wie möglich ausstößt. Sowohl konventionelle Kraftstoffe als auch alternative Energiequellen sind für den Antrieb dieser Fahrzeuge zugelassen.

Elf hoch motivierte Studierende aus den Studiengängen Mechatronik und Fahrzeugtechnologie stell-ten sich dieser Herausforderung: sie machten es sich zum Ziel mit ihrem Fahrzeug WIM – Weniger Ist Mehr – in der Kategorie der Dieselangetriebenen Prototypen beim diesjährigen Shell Eco-Marathon Europe 2011 im Mai auf dem EuroSpeedway Lausitz in Brandenburg zu starten. Doch bevor das Team am Lausitzring an den Start gehen konnte, gab es viel zu tun.

Bereits im November 2010 fiel der offizielle Startschuss zum Projekt. Das Team „High Efficiency Karlsruhe“ teilte sich von Beginn an in zwei Gruppen „Chassis“ und „Motor“ auf, um die Aufgaben und Herausforderungen möglichst effizient bearbeiten zu können. Die neu konstruierte Vorderradaufhän-gung und die Bremsanlage wurde in Angriff genommen, der Einbau des optimierten Motors geplant, der Antriebsstrang ausgewählt, die Fahrstrategie optimiert und vieles mehr.
Nach erfolgreicher Registrierung und erhaltener Zusage zum Wettbewerb wurde in den darauffolgen-den Monaten mit Hochdruck am Fahrzeug gearbeitet, bevor nur ca. vier Wochen vor dem Wettbewerb, das fertig gestellte Fahrzeug erstmals auf dem Hochschulgelände getestet werden konnte.

Vom 26. bis 28. Mai 2011 war es dann auf dem Lausitzring soweit: Nach erfolgreichem Erfüllen der Vorgaben und Bestehen der Sicherheitsvorschriften, wurden alle fünf Wertungsläufe erfolgreich und ohne Zwischenfälle absolviert. Im Laufe des Wettbewerbs konnte das Ergebnis des ersten Wertungs-laufs durch verschiedene Modifikationen am Fahrzeug stetig verbessert werden und am Ende des Wochenendes platzierte sich das Team auf dem vierten Rang der gestarteten Dieselfahrzeuge. Sie schafften es, mit einem Liter Dieselkraftstoff insgesamt 379 Kilometer weit zu fahren.

High Efficiency Karlsruhe hatten ihr Ziel erreicht: das von ihnen entwickelte und konstruierte Fahrzeug ist an den Start gegangen und hat alle Wertungsläufe erfolgreich und pannenfrei absolviert. Jetzt ste-hen alle Türen für das nächste Jahr offen, beim Shell Eco-Marathon Europe 2012 in den Niederlanden.