27 % mehr Anfänger in Bachelorstudiengängen als Studienplätze, weiterer Ausbau der Masterstudienplätze; räumlicher Ausbau wird fortgesetzt und das Programm zur wissenschaftlichen Weiterbildung erweitert

Start ins Sommersemester 2017 an der Hochschule Karlsruhe

15. März 2017

Neuzulassungen

Zu Beginn des Sommersemesters wurden von Prorektor Prof. Dr. Dieter Höpfel am heutigen Mittwoch, 15. März 2017, die 990 neu immatrikulierten Studierenden an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft persönlich begrüßt, von denen sich 48 in höhere Fachsemester eingeschrieben haben.

Gesamtzahl

Mit rund 8 200 blieb die Gesamtzahl der Studierenden gegenüber dem vorangegangenen Sommersemester konstant.

 

Bewerbung/Auslastung

Im Sommersemester 2017 werden in den Bachelorstudiengängen 465 Studienanfängerplätze vergeben. Für diese gingen 2 175 Bewerbungen ein. Die Bewerberzahl ist damit gegenüber dem vergangenen Sommersemester um etwa 16 % gesunken, übersteigt die Zahl verfügbarer Plätze jedoch im Durchschnitt noch immer um den Faktor 4,7. Bereits zum Wintersemester 2016/17 war die Anzahl der Bewerbungen gegenüber dem Vorjahr um etwa 12,2 % gesunken. „Dieser Trend ist in ähnlicher Größenordnung auch an anderen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs) zu verzeichnen“, so Prorektor Prof. Dr. Dieter Höpfel, „es lässt sich momentan nur spekulieren, woran diese Abnahme der Studieninteressierten liegt, der Doppelabiturjahrgang 2012 dürfte kaum eine Auswirkung mehr haben. Aber auch der demographische Wandel spielt wohl keine wesentliche Rolle, da immer mehr Schulabgänger inzwischen über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügen, momentan 58 % eines Abschlussjahrgangs.“

Die stärkste Nachfrage ist in den Bachelorstudiengängen International Management (569 Bewerbungen auf 35 Plätze), Wirtschaftsingenieurwesen (346 Bewerbungen auf 45 Plätze) sowie Medien- und Kommunikationsinformatik (156 Bewerbungen auf 15 Plätze) zu verzeichnen. Gut ist die Nachfrage auch in den meisten ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen, bei 74 Plätzen im Maschinenbau waren dies 192 Bewerbungen, 144 auf 39 Plätze in der Fahrzeugtechnologie, 157 auf 34 Plätze im Bauingenieurwesen und 115 auf 38 Plätze in Baumanagement und Baubetrieb. Ungebrochen ist auch das Interesse an einem Informatikstudium: Neben der schon genannten Medien- und Kommunikationsinformatik bewarben sich auf 20 Plätze in der Informatik 123 Interessenten und in der Wirtschaftsinformatik waren dies 176 auf 43 Plätze. „Diese gute Nachfrage in den Informatikstudienangeboten spricht für die Hochschule und Karlsruhe als Informatikstandort insgesamt“, betont Prof. Dr. Dieter Höpfel, „denn an anderen HAW-Standorten ist das Bewerberinteresse für das Fach Informatik rückläufig.“ Analog zum bundes- und landesweiten Trend besteht trotz guter Arbeitsmarktchancen eine geringere Nachfrage bei Elektrotechnikstudiengängen sowie beim Studiengang Mechatronik, auch wenn an der Hochschule Karlsruhe in diesen Studienangeboten jeder Platz belegt werden konnte.

Bei den Masterstudiengängen kamen im Sommersemester 2017 auf 227 Studienanfängerplätze 1 183 Bewerbungen. Anders als bei den Bachelorstudienangeboten ist die Bewerberzahl um knapp 5 % gegenüber dem vorangegangenen Sommersemester gestiegen. Auch diese Entwicklung entspricht dem allgemeinen Trend an anderen HAWs. Zu den Spitzenreitern im Bewerberinteresse zählt neben Wirtschaftsingenieurwesen, International Management, Maschinenbau im Gegensatz zu den Bachelorstudiengängen auch Sensor Systems Technology.

In der Summe ist die Hochschule sehr gut ausgelastet: 593 Studierende wurden in den Bachelorstudiengängen bei 465 verfügbaren Erstsemesterplätzen aufgenommen, 261 bei 227 verfügbaren Plätzen in den Masterstudiengängen – die Hochschule ist damit erneut überbucht.

Internationales

Von den 942 neu immatrikulierten Studierenden im 1. Fachsemester stammen 167 aus dem Ausland – das entspricht einem Anteil von 17,7 %. Insgesamt studieren an der Hochschule 1 100 ausländische Studierende, das bedeutet einen Anteil von 13,4 %. Damit blieben die Werte gegenüber dem vorhergehenden Sommersemester nahezu unverändert. 40 % der HsKA-Absolventen haben mindestens ein Studien- oder Praxissemester im Ausland absolviert oder dort auch ihre Abschlussarbeit angefertigt.

Frauenanteil

2 050 der 8 200 Studierenden sind weiblich (25 %). Der Anteil unter den Erstimmatrikulierten liegt beim gleichen Anteil. Das gestiegene Interesse von Frauen an der Hochschule und ihren Studienangeboten in den vergangenen Semestern wird damit bestätigt.

Neue Studiengänge/-plätze

Über die Fachkräfteoffensive „Master 2016“ ist es der Hochschule Karlsruhe (HsKA) gelungen, Ressourcen für zusätzliche Masterstudienplätze zu erhalten. In der Summe gingen an alle HAWs in Baden-Württemberg Ressourcen für 2 173 Masterplätze, die HsKA erhielt davon 146 Plätze. So kann die Zahl der verfügbaren Plätze im Masterstudiengang Mechatronik um fünf erhöht und ein neuer Masterstudiengang „Technologie-Entrepreneurship“ an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften mit 20 Studienanfängerplätzen zum Wintersemester 2017/18 eingeführt werden. Er richtet sich an Absolventen von Bachelorstudiengängen, die sich für eine Unternehmensnachfolge qualifizieren wollen, beispielsweise durch die Übernahme eines bestehenden Unternehmens oder den Aufbau eines Start-ups. An der Schnittstelle zwischen Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaft sollen hier Fachkräfte ausgebildet werden, die aktuelle Probleme bei Unternehmensübergaben kompetent und fundiert angehen und lösen können. Auch die Studierenden dieses Studiengangs sollen die Forschungsleistungen der Fakultät beispielsweise auf den Gebieten Energiewirtschaft oder Big Data unterstützen.

Wahl des Rektors

Der bisherige Rektor Prof. Dr. Karl-Heinz Meisel trat zum 1. März 2017 altersbedingt in den Ruhestand. Im Vorfeld war das reguläre Wahlverfahren für eine Neubesetzung eingeleitet worden. Hochschulsenat und Hochschulrat, die den Rektor wählen, suchen über dieses einen adäquaten Nachfolger und verfolgen einen Qualitätsanspruch, der der Hochschule gerecht wird. Die Findungskommission unter Leitung des Vorsitzenden des Hochschulrats Prof. Dr. Peter Elsner hatte drei externe Kandidaten zur Wahl vorgeschlagen. Diese haben zu unterschiedlichen Zeitpunkten ihre Kandidatur zurückgezogen, sodass an der Hochschule zum vorgesehenen Termin Anfang Februar 2017 kein neuer Rektor gewählt werden konnte. Es ist nun davon auszugehen, dass es zu einer Übergangszeit von ca. ½ Jahr kommen wird. Eine neue Ausschreibung der Stelle wird Mitte März 2017 erfolgen, das Bewerbungsverfahren startet also von neuem. Die HsKA ist auch für diese Zeit gut aufgestellt, da das verbleibende Rektorat gut eingearbeitet ist und entsprechende Vertretungsregelungen getroffen wurden; die offizielle Vertretung des Rektors wird in dieser Zeit Prorektor Prof. Dr. Dieter Höpfel übernehmen.

Rankings

Auch im vergangenen Jahr konnte die Hochschule in renommierten Rankings wieder Topergebnisse erzielen.

WirtschaftsWoche

In der Bewertung durch Personalchefs deutscher Unternehmen im aktuellen Hochschulranking der WirtschaftsWoche belegt die Hochschule Karlsruhe mit ihren Studienangeboten bundesweit einmal Platz 1, zweimal Platz 2 und einmal Platz 3. Im Wirtschaftsingenieurwesen ist die HsKA nach Ansicht der Personalmanager bundesweit die Fachhochschule, die ihre Absolventen am besten auf den Beruf und damit auf die Karriere vorbereitet – also Rang 1 im aktuellen Hochschulranking, bei 14,1 % der Personaler sind die Studierenden dieser Disziplin besonders beliebt. In der Informatik und in Wirtschaftsinformatik liegt sie jeweils bundesweit auf Platz 2 und in der Elektrotechnik auf Platz 3. Im Maschinenbau erreicht sie einen immer noch sehr guten 5. Rang und in BWL, gerankt mit dem Studiengang International Management der Hochschule, zählt sie auch zu den Top Ten. Mit diesen Top-Platzierungen kann die Hochschule an die ausgezeichneten Ergebnisse in den vergangenen Jahren anknüpfen und ist in der Summe bundesweit die zweitbeste Hochschule für Angewandte Wissenschaften (Fachhochschule)!

Für das aktuelle Hochschulranking der „WirtschaftsWoche“ vom Oktober 2016 wurden wieder Personalchefs deutscher Unternehmen aller Branchen befragt, welche Hochschulen am besten für die Bedürfnisse der Unternehmen ausbilden. Der Schwerpunkt lag damit ganz bewusst auf der Praxisrelevanz der Hochschulausbildung. 540 Personalverantwortliche sowohl aus kleinen und mittelständischen Unternehmen wie auch aus Großkonzernen hatten sich an der Umfrage beteiligt.

CHE-Hochschulranking

Mit mehr als 300 untersuchten Hochschulen, 2 700 Fachbereichen, mehr als 10 000 Studiengängen ist das CHE-Hochschulranking das umfassendste und detaillierteste Ranking im deutschsprachigen Raum. Neben Fakten zu Studium, Lehre, Ausstattung und Forschung berücksichtigt es auch die Urteile der Studierenden über die Studienbedingungen an ihrer Hochschule. Es erschien im ZEIT-Studienführer 2016/17 Anfang Mai 2016. Jedes Jahr wird ein Drittel der Fächer neu bewertet, in diesem u. a. Architektur, Bau- und Umweltingenieurwesen, Maschinenbau und Mechatronik. Dabei erzielte die HsKA mit ihren Studienangeboten gleich mehrfach Spitzenergebnisse. Insbesondere zeigten sich die Studierenden mit der Studiensituation insgesamt sehr zufrieden.

Ein Topergebnis erzielen dabei die Maschinenbaustudienangebote der HsKA, die viermal in einer Spitzengruppe vertreten sind: Abschluss in angemessener Zeit, Betreuung durch Lehrende, Arbeitsmarkt- und Berufsbezug sowie die Studiensituation insgesamt. Im Bauingenieurwesen ist die Hochschule gleich in drei Kategorien in der Spitzengruppe vertreten: Abschluss in angemessener Zeit, Kontakt zur Berufspraxis und Studiensituation insgesamt. Wird in der Bewertung auch die internationale Ausrichtung der Studienangebote berücksichtigt – auch hier befindet sich die HsKA in der Spitzengruppe – wird in der Summe die beste Platzierung einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften (Fachhochschule) erreicht. Die Mechatronik schafft es zweimal in die Spitzengruppe: bei Abschluss in angemessener Zeit und Kontakt zur Berufspraxis. In der Architektur liegt die HsKA sowohl beim Abschluss in angemessener Zeit als auch bei der Studiensituation insgesamt jeweils in der Spitzengruppe.

Andere Ergebnisse stammen aus den CHE-Untersuchungen der Vorjahre. 2015 lagen die Informatikstudienangebote der Hochschule Karlsruhe in ihrem Bezug zur Berufspraxis sowie in der Studienzeit (Abschluss in angemessener Zeit) jeweils in der Spitzengruppe. Zudem landete der Masterstudiengang Informatik bei der internationalen Ausrichtung von Studium und Lehre in der Spitzengruppe. In der Datenerhebung 2014 lag die HsKA in der Wirtschaftsinformatik als auch in der Medien- und Kommunikationswissenschaft, vertreten durch den Studiengang Kommunikation und Medienmanagement, bei allen zentralen Bewertungskriterien in der Spitzengruppe. Sie zählt damit in der Wirtschaftsinformatik zu den beiden besten Fachhochschulen, in der Medien- und Kommunikationswissenschaft zu den besten drei! Mehrfach ist die Hochschule auch mit den Studienangeboten Wirtschaftsingenieurwesen und International Management in den jeweiligen Spitzengruppen vertreten.

Trendence Graduate Barometer

Zum achtzehnten Mal befragte das Berliner trendence Institut innerhalb der bundesweiten Vergleichsstudie „trendence Graduate Barometer – German IT Edition“ examensnahe IT-Studierende zu ihren Karrierewünschen, den beliebtesten Arbeitgebern und zur eigenen Hochschule. Beteiligt waren 5 711 Studierende an 69 Hochschulen.

Dabei stellten die eigenen Informatik- und Wirtschaftsinformatikstudierenden der Hochschule Karlsruhe ein exzellentes Zeugnis aus – in fünf von zehn Bewertungskategorien, in die 28 einzelne Messkriterien einflossen, zählt sie bundesweit zu den „Top-Performern“! Und auch in vier der fünf weiteren Kategorien erzielt sie ganz ausgezeichnete Bewertungen, sodass sie unter den Fachhochschulen in acht Kategorien Platz 1 belegt und zwar in der Bewertung der Dozenten und Professoren, im Praxisbezug der Ausbildung, in der Internationalität der Hochschulausbildung, in der Kooperation mit der Wirtschaft und bei ihren Angeboten zur Karriereberatung und -förderung, den sogenannten Career Services, sowie der Qualität ihrer Service- und Beratungseinrichtungen und den studentischen Aktivitäten. In der Qualität und Aktualität der Bibliothek erzielt sie unter allen Hochschulen, also auch einschließlich der Universitäten, Platz 1 – in der Summe ist somit die Hochschule Karlsruhe mit Abstand die beste Fachhochschule des aktuellen Hochschulrankings.

„Die Ergebnisse in renommierten Hochschulrankings“, betont Prorektor Prof. Dr. Dieter Höpfel, „bestätigen uns immer wieder die hohe Qualität unserer Studienangebote, die wir insbesondere durch eine enge Verzahnung von Lehre und angewandter Forschung erreichen. Das eröffnet unseren Absolventinnen und Absolventen weltweit beste Berufsaussichten.“

Weiterbildung

Zur Stärkung und zum Ausbau der wissenschaftlichen Weiterbildung an Hochschulen in Baden-Württemberg fördern das Land und die EU Projekte zum lebenslangen Lernen mit insgesamt 9 Mio. €. Finanziert wird das Programm je zur Hälfte vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union. Als eine von 16 geförderten Hochschulen erhält auch die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft zu Beginn des neuen Jahres für ihr Projekt „WB-ME – weiter bilden – mehr erreichen“ Fördermittel über rund 536 000 € über einen Zeitraum von drei Jahren zum Aus- und Aufbau von Strukturen der wissenschaftlichen Weiterbildung, die am hochschuleigenen Institut für Wissenschaftliche Weiterbildung (IWW) gebündelt sind. Die Hochschule setzt die bereitgestellten Mittel zunächst dafür ein, das IWW zu einer leistungsfähigen, zentralen Serviceeinrichtung für die wissenschaftliche Weiterbildung auszubauen und berufsbegleitende, modularisierte Kontakt- und Masterstudiengänge einzuführen. Zielgruppen der Weiterbildungsangebote sind insbesondere berufstätige und berufserfahrene Personen in der Informatik, den Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften. „Mit den zugesagten Fördermitteln sind wir in der Lage, die Weiterbildung als drittes Standbein – neben der Lehre und Forschung – institutionell intensiver in der Hochschule zu verankern und damit nachhaltig zu stärken“, so Prorektor Prof. Dr. Dieter Höpfel. „Der Ausbau der wissenschaftlichen Weiterbildung ist für uns nicht nur gesetzlicher Auftrag, sondern spiegelt auch ein Selbstverständnis der Hochschule wider, Menschen auf ihren Ausbildungs- und Berufswegen ein Leben lang zu begleiten und ihnen den wissenschaftlichen Background zu geben, den sie benötigen.“

Zu Beginn des Semesters startet erstmals der berufsbegleitende Masterstudiengang „Elektrotechnik – Elektronische Systeme und Management“. Das Angebot richtet sich an berufstätige Ingenieure mit mindestens einem Jahr Berufserfahrung, die ihre theoretischen Grundlagen in der Elektrotechnik verbreitern und Spezialwissen erwerben möchten, sich beruflich weiterentwickeln und Grundlagen im Management erwerben möchten. Das Studienangebot wurde unter Berücksichtigung der speziellen Rahmenbedingungen von berufstätigen Weiterbildungsinteressierten und Unternehmen in engem Dialog mit der Wirtschaft entwickelt. Dabei wurden formale und inhaltliche Kriterien auf die Bedürfnisse von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite angepasst. Das Studienkonzept soll durch faire Verteilung der Arbeitsbelastung die Vereinbarkeit von Beruf, Weiterbildung und Familie ermöglichen. Während des Studiums sind insgesamt zehn Module zu absolvieren, darunter u. a. sechs in der Elektrotechnik, zwei im Management und zwei Projektarbeiten. Zum Abschluss folgt die Anfertigung der Masterthesis. Das Studium ist auf fünf Semester weitgehend in Präsenzphasen angelegt.

Haushalt

Zur Finanzierung der Hochschulen bestand in Baden-Württemberg ein sog. Solidarpakt, mit dem quasi die Haushaltssituation 2006 für die Hochschule bis 2014 „eingefroren“ wurde. Land und Hochschulen haben sich über die künftige Hochschulfinanzierung bis einschließlich 2020 geeinigt und konnten Anfang 2015 einen neuen Hochschulfinanzierungsvertrag abschließen. Damit verfügen die Hochschulen also über finanzielle Planungssicherheit für die folgenden sechs Jahre. „Der jährliche Zuwachs der regulären Hochschulhaushaltsmittel von 3 % wird sich bei den HAWs fast ausschließlich so auswirken, dass Mittel aus bisherigen Programmen in den regulären Haushalt umgeschichtet werden“, so Prorektor Prof. Dr. Dieter Höpfel, „das betrifft an unserer Hochschule die sogenannten ‚Qualitätssicherungsmittel‘, also die ehemaligen Studiengebühren. Für die Hochschule bedeutet dies keinen Zuwachs an Mitteln. Die wesentliche Gegenleistung der Hochschulen besteht darin, die Studienanfängerplätze bis 2020 im gegenwärtigen Umfang weiterhin anzubieten.“

Aufgrund ihres starken Wachstums in den vergangenen Jahren profitierte die Hochschule von den Finanzmitteln, die das Land Baden-Württemberg und der Bund für die Einrichtung und Unterhaltung neuer Studienplätze bereitstellen. Auch die Finanzierung des Ausbauprogramms „Hochschulpakt 2020“ des Bundes als Komplementärfinanzierungsprogramm zum Landesprogramm „Hochschule 2012“ zur Schaffung neuer Studienplätze (ab dem Jahr 2006) wurde verlängert. Bei der Weiterleitung der Bundesmittel an die Hochschulen hat das Land Baden-Württemberg Veränderungen gegenüber der bisherigen Mittelzuteilung vorgenommen. Rund 10 % der Mittel werden nun zur Finanzierung von Projekten genutzt, die von den Hochschulen – mit ungewissen Erfolgsaussichten – beantragt werden können. Der Hochschule stehen damit für ihre Grundaufgaben weniger Mittel zur Verfügung.

Gleichzeitig wurden vom Bund und dem Land Baden-Württemberg Mittel zur Verbesserung der Lehre zur Verfügung gestellt. Die HsKA war überaus erfolgreich bei den Antragsstellungen und konnte für fünf Projekte mehr als 6 Mio. € einwerben, die alle im Jahr 2016 starteten.

Raumsituation/Ausbau

Für das ökonomisch nicht mehr sanierungsfähige Gebäude P entsteht aktuell auf dem Campus ein Ersatzbau mit einer Hauptnutzfläche von 3 800 m2. Mit dem Neubau erhält die Hochschule moderne Institutsflächen für einen zukunftsfähigen Hochschulbetrieb, die auch energetisch auf dem neuesten Stand sind. Das Bauvolumen beträgt 21 Mio. €, zu dem die Hochschule einen erheblichen Eigenbeitrag leisten muss. Gemeinsam mit dem 5 000 m2 großen Neubau des KMU-Innovationszentrums der Steinbeis-Stiftung, das im Juni 2015 feierlich eingeweiht werden konnte und in dem die Hochschule Räumlichkeiten für den Lehr- und Forschungsbetrieb angemietet hat, wurden damit auf dem Campus Baumaßnahmen im Volumen von rund 40 Mio. € umgesetzt – die umfangreichsten Baumaßnahmen seit der Entstehung des heutigen Hochschulcampus an der Moltkestraße in den 1960er-Jahren. Mit den Neubauten ist eine weitere Entspannung in der Raumsituation der Hochschule eingetreten. Diese war auch u. a. dadurch notwendig geworden, da sich die Zahl der Studierenden an der HsKA seit dem Jahr 2000 nahezu verdoppelt hat. In Kürze stehen außerdem energetische Sanierungen in den Gebäuden E, F und M an.

Verschiedene Gebäude der Hochschule (Geb. A, Lb) weisen bauliche Mängel auf, die nun sukzessive beseitigt werden sollen. Als strategisch wichtigen Entwicklungsbereich sieht die Hochschule zusätzliche Räume für die Forschung sowie zeitgemäße Lern- und Arbeitsräume für Studierende. Derzeit wird die Berechnung des Raumbedarfs aktualisiert. Sollte sich – vor allem im Hinblick auf die Forschung – zusätzlicher Bedarf errechnen, strebt die Hochschule einen Neubau im Bereich des jetzigen P-Gebäudes an.