15. November 2016

Video Meets Music

Erster Preis für Absolventin des Studiengangs KulturMediaTechnologie bei internationalem Filmfestival

Das Nottingham International Microfilm Festival (NIM) wurde 2015 auf Initiative des City Councils Nottingham, der University of Nottingham sowie der Nottingham Trent University ins Leben gerufen. Beim 2. NIM-Festival, das vom 20. bis 22. Oktober 2016 in Nottingham standfand, hat Carina Wulf, Absolventin des in Kooperation mit der Hochschule Karlsruhe und der Hochschule für Musik Karlsruhe durchgeführten Bachelorstudiengangs KulturMediaTechnologie (KMT), in der Kategorie Non-Fiction der Student Competition den 1. Preis gewonnen. Sie hatte ihren Abschlussfilm eingereicht und sich gegen Mitstreiter von zwölf Hochschulen aus den USA, China, Großbritannien und Deutschland durchgesetzt. Unter den Nominierten in der Kategorie Documentary waren mit Caroline Delcker und Dominik Hafenmaier zwei weitere KMT-Absolventen, die ebenfalls zur Preisverleihung nach Nottingham gereist waren.

Für den Preis warteten die Veranstalter mit besonderen Highlights auf: Nachmittags wurden zunächst alle nominierten Filme im Broadway Cinema in Nottingham gezeigt, sodass die Autoren ihre eigenen Filme teilweise zum ersten Mal auf einer großer Leinwand sehen konnten. Anschließend gab es für die Gäste ein dreigängiges Galadinner in der alten Stadtbibliothek mit viktorianischer Architektur, bevor es zum Höhenpunkt ging, der eigentlichen Preisverleihung. Um den Abend ausklingen zu lassen, luden die Gastgeber der Nottingham Trent University zum regen Austausch zwischen Filmschaffenden, Vertretern der Filmindustrie und der Hochschulen ein.

Der Studentenwettbewerb des Festivals wird initiiert von der Nottingham Screen Partnership, einem Zusammenschluss von nationalen und internationalen Vertretern der Kreativwirtschaft, deren Ziel es ist, den Nachwuchs in der Filmindustrie zu fördern.

Carina Wulf porträtiert in ihrem Film „dyrtbyte – protokoll“ das Electro-Duo „dyrtbyte“ aus Köln, deren Markenzeichen die Vereinigung von analogen und digitalen Sounds sowie der Einsatz von Live-Instrumenten auf der Bühne ist. Sie begleitete die beiden Musiker Philipp Sutter (Piano) und Aram Khlief (Drums) über drei Monate hinweg mit der Kamera, vom Fieldrecording im Wald bis hin zum Gig.

„Carina Wulf ist es durch die besonders intensive Zusammenarbeit mit den Musikern gelungen, in ihrem 13-minütigen Film einen intimen Einblick in die Entstehung von dyrtbytes Tracks sowie die Personen und Ideen dahinter zu geben,“ kommentiert Prof. Dr. Ines Müller-Hansen, Professorin für Videoproduktion am Studiengang KulturMediaTechnologie und Betreuerin der Abschlussarbeit. Der Jury gefiel vor allem die ästhetische Bildsprache und der treibende, zur Musik passende Schnittrhythmus. „Frau Wulf“, so Prof. Dr. Müller-Hansen, „kann daher sehr stolz auf das Ergebnis und natürlich auch auf den Preis sein.“

Der Siegerfilm ist auf Youtube unter https://www.youtube.com/watch?v=xYvszojZzME zu sehen.