Breitgefächertes Angebot an allen Fakultäten

27.04.2017: Großes Interesse am Girls‘ Day an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft

27. April 2017

Am heutigen Donnerstag, 27. April 2017, fand der Girls‘ Day statt, bei dem Mädchen Einblicke in Studiengänge und Berufe erhalten, die sie eher selten in Betracht ziehen. Die Hochschule Karlsruhe beteiligte sich an diesem bundesweiten Aktionstag mit einem breit gefächerten Angebot: 15 Workshops aus allen sechs Fakultäten boten Plätze für Schülerinnen ab der 5. Klasse. Mit mehr als 150 Teilnehmerinnen erreichte die Hochschule Karlsruhe die bisher höchste Besucherinnenzahl an einem Girls’ Day.

Zum Auftakt kamen die Schülerinnen zu einer zentralen Veranstaltung in der Aula zusammen: Dort wurde ihnen das Studienangebot der Hochschule Karlsruhe vorgestellt und aufgezeigt, was Studieren im Allgemeinen und Studieren an einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften im Besonderen bedeutet.

Anschließend starteten die Workshops in den Fakultäten bzw. Studiengängen: Im Workshop „Bauen verbindet – Projekt Brücke: vom Zeichenbrett bis zum Modell“ der Fakultät für Architektur und Bauwesen erfuhren die Teilnehmerinnen, wie vielfältig der Beruf des Baumanagers bzw. der Baumanagerin ist und wie die komplexen Abläufe auf einer Baustelle koordiniert werden. Die Schülerinnen bauten auch selbst eine Brücke, die sie anschließend einem Belastungstest unterzogen.

Die Fakultät für Elektro- und Informationstechnik war mit drei Angeboten vertreten:
Im Workshop „Welches Frühstück braucht ein Roboter, damit er zum Leben erweckt werden kann?“ des Studiengangs Elektrotechnik – Sensorik und des Fraunhofer-Instituts für Chemische Technologie klärten die Schülerinnen verschiedene Fragen zum Thema Energie, indem sie Batterien und Brennstoffzellen bauten, die einem Roboter als Energiefutter dienten. Für die Energiezufuhr nutzten sie Obst und etwas Draht, auch ein Schwamm und Bleistiftminen kamen zum Einsatz.

Die Teilnehmerinnen des Workshops „Wie hört man ein Handy ab“ beschäftigten sich mit dem Aufbau von Mobilfunknetzen und erfuhren, wie sich Handys abhören lassen und konnten dies auch in der Praxis nachvollziehen. Ihrer Kreativität freien Lauf lassen konnten die Schülerinnen beim Workshop „Kunst und Elektrotechnik – kreative Geschwister“: Sie malten mit normaler und leitfähiger Farbe auf Kartonagen und brachten ihre Kunstwerke mit elektronischen Bauteilen zum Leuchten. Dabei lernten sie, was elektrische Leiter sind und wie man eine elektronische Schaltung entwirft – die entstandene Kunst konnten die „Künstleringenieurinnen“ mit nach Hause nehmen.

Die Fakultät für Informatik und Wirtschaftsinformatik bot mit „Mein Roboter lernt tanzen“ nach dem Roberta©-Konzept und „Spielend zur Informatik“ im lego::lab zwei Veranstaltungen an, die die Teilnehmerinnen spielerisch an die Informatik heranführten. Bereit standen LEGO® MINDSTORMS Baukästen, mit denen die Mädchen Roboter konstruierten und programmierten, die zunächst fahren und tanzen lernten. Im nächsten Schritt statteten die Mädchen die Roboter mit Sensoren so aus, dass diese die Tanzfläche und ihren Tanzpartner erkennen bzw. Gegenstände greifen, diese transportieren und Hindernisse umfahren konnten.

Die Fakultät für Informationsmanagement und Medien war mit zwei Workshops vertreten: Beim Workshop „3D-Laserscanning für Archäologie und Denkmalschutz“ des Studiengangs Geodäsie und Navigation erfuhren die Schülerinnen, wie moderne Vermessungsmethoden nicht nur im technischen Umfeld eingesetzt werden, sondern auch, um Jahrtausende alte Kunstschätze als digitale Modelle für die Nachwelt zu konservieren. Im Workshop „Pokémon Go mit 3D-Geodaten“ des Studiengangs Geoinformationsmanagement erstellten die Teilnehmerinnen selbstständig 3D-Gebäude am Computer und lernten die Integration in Augmented-Reality-Anwendungen wie Pokémon Go und Virtual-Reality-Anwendungen (mit VR-Brille) kennen.

Die Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik lud zu ganz unterschiedlichen Workshops ein: Bei „Mein eigener mechatronischer Kreisel“ planten, löteten und programmierten die Teilnehmerinnen ein eigenes elektronisches Gerät und lernten so das Zusammenspiel von Elektronik, Informatik und Mechanik kennen. Den digitalen Schriftzug auf dem Kreisel, den sie behalten durften, legten die Schülerinnen zum Abschluss selbst fest. Den Programmpunkt „Slushy & Co. – Was hat das mit der Umwelt zu tun?“ veranstaltete das Institut für Kälte-, Klima- und Umwelttechnik. Hier erfuhren die Schülerinnen nicht nur, was Slush-Eis ist und wie ein Kühlschrank funktioniert, sondern stellten selbst Speiseeis mit flüssiger Luft her. Beim Workshop „Wie sieht Metall eigentlich von innen aus?“ ging es um die Metallografie, also um Untersuchungen zum Aufbau und der Struktur von Metallen. Die Teilnehmerinnen lernten die Untersuchungsmethode kennen: Sie sägten ein Stück Metall zurecht, schliffen und polierten es und untersuchten es anschließend mit dem Mikroskop. Das eigene Puzzle mit einer Laserschneidmaschine herstellen bot der Workshop „3D Puzzle selbst herstellen“. Die Teilnehmerinnen lernten so moderne Fertigungsmaschinen kennen und verfolgten den Weg von einem Computermodell zum fertigen Bauteil, das sie behalten konnten.

Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften veranstaltete den Roboter-Workshop „Elefant und Co.“: Die Teilnehmerinnen setzten entweder bereits vorhandene Roboter wie z. B. einen Elefanten ein oder bauten eigene mit einem Lego-Baukasten. Wie diese sich dann bewegten, ob sie blinkten oder hupten, steuerten sie über die Programmierung. Beim „3D-Druck – Schicht für Schicht“ (ab Klasse 7) drehte sich alles um den modernen 3D-Druck. Gezeigt wurde, wie diese Drucker additiv, d. h. Schicht für Schicht, Gegenstände aus Kunststoff herstellen. Die Schülerinnen erfuhren, wie ein solcher Druck vorbereitet und gestartet wird und konnten es dann auch selbst ausprobieren.