Forschungsschwerpunkt Intelligente Systeme

Der Forschungsschwerpunkt „Intelligente Systeme“ beschäftigt sich mit der Entwicklung und Anwendung von Sensorsystemen, Maschinensehen, autonome Navigation, Maschinellem Lernen, Mensch-System-Interaktion, Soziotechnik oder Learning Analytics in allen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft. Beteiligt sind das Institut für Lernen und Innovation in Netzwerken (ILIN), das Institut für Sensor- und Informationssysteme (ISIS), das Institut für Ubiquitäre Mobilitätssysteme (IUMS), das Institut Intelligent Systems Research Group (ISRG), die Forschungsgruppe Geomatik (FGG) und das Institute for Computers in Education (ICe).

Leuchtturmprojekte

SmartMMI

Kurzbeschreibung

Ein Blick auf das Bahnfenster – und schon ist der Fahrgast über vorbeiziehende Sehenswürdigkeiten und seine Anschlussverbindung informiert. Was nach Science-Fiction klingt, wird derzeit im Forschungsprojekt „Modell- und kontextbasierte Mobilitätsinformationen auf Smart Public Displays und Mobilgeräten im öffentlichen Verkehr“ (SmartMMI) erforscht. Fahrgäste im öffentlichen Verkehr möchten in jeder Situation gut informiert sein. Das Projekt stellt daher die Verbesserung der Informationsversorgung der Fahrgäste entlang ihrer Mobilitätskette in den Vordergrund. Je nach Situation, aber auch je nach Fahrgast, verändert sich der Informationsbedarf – ob im Störungsfall, bei Planänderungen, zu touristischen Zielen oder zu entlang der Strecke erhältlichen Services. In SmartMMI wird erforscht, wie Fahrgäste möglichst situationsgerecht – unter anderem über ein transparentes Display in der Bahnscheibe oder über Mobilgeräte – informiert werden können.

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weiterführende Links

Auswahl Presseinformationen

SmartMMI: Datenfenster der Zukunft

Wissensbasierte Optimierung von 3D-Sensorsystemen (WISO3D)

Kurzbeschreibung

Während die technologischen Entwicklungen im vergangenen Jahrzehnt durch die dezentrale Datenverarbeitung auf smarten Sensoren geprägt war, werden aktuell mehr und mehr Aufgaben durch zentralisierte Datenverarbeitung in der Cloud gelöst. Beide Ansätze haben ihre Berechtigung und in WISO3D sollen die jeweiligen Vorteile der beiden Ansätze vereint werden. Der Kerngedanke hierbei ist, durch Fusion von Daten aus räumlich verteilten Sensoren Wissen über die Gesamtsituation zu gewinnen und dieses Wissen wiederum zu nutzen, um die dezentrale, sensornahe Datenverarbeitung zu optimieren.

Den Anwendungsbezug des Projekts gewährleistet der Projektpartner Vitracom AG, in deren Sensoren die Forschungsergebnisse zum Einsatz kommen, darunter Sensoren für das häusliche Umfeld, aber auch Sensorsysteme zur Personenstromanalyse etwa in Shopping Malls und an Flughäfen.

WISO3D wird unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Astrid Laubenheimer am Institute Intelligent Systems Research Group (ISRG) durchgeführt und vom BMBF gefördert. Der Richtlinie der Förderlinie IngNachwuchs folgend werden im Rahmen des Projekts zwei Promotionen an kooperierenden Universitäten durchgeführt.

Maßgeschneiderte Werkstoffeigenschaften durch Mikrostrukturoptimierung (MaLISE)

Kurzbeschreibung

Die Entwicklung neuer Materialien geschieht herkömmlicherweise explorativ, durch die Anwendung neuer Prozesstechnologien oder Prozessführungen zur Erreichung von neuartigen Materialstrukturausprägungen. Experimentell werden zu diesen Materialstrukturausprägungen Werkstoffeigenschaften ermittelt.

Ziel des DFG geförderten Projekts ist die Invertierung dieser Kausalitätskette (Prozessführung – Materialstrukturausprägung – Werkstoffeigenschaften) unter dem Einsatz moderner Verfahren aus dem Bereich des maschinellen Lernens.

Der Fokus des Projekts liegt in der Untersuchung und Entwicklung von Methoden, die eine Inversion der Struktur-Eigenschafts-Beziehungen von industriell relevanten Werkstoffen erlauben. Zur Ermittlung einer adaptiv-optimalen Prozessführung mit dem Ziel, die ermittelten Materialstrukturausprägungen zu erreichen, sollen selbstlernende Prozesspfad-Optimierungsverfahren entwickelt und angewandt werden.

Das Projekt wird am Institute Intelligent Systems Research Group (ISRG) unter Leitung von Prof. Dr. Norbert Link im Verbund mit dem Fraunhofer-Institut Für Werkstoffmechanik (IWM) durchgeführt.