Promotionen

Kooperatives Promotionskolleg „Gefügestrukturanalyse und Prozessbewertung“

 

Seit 2011 besteht zwischen dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft (HsKA) das gemeinsame Promotionskolleg „Gefügestrukturanalyse und Prozessbewertung“, das vom Land Baden-Württemberg gefördert wird und über das in der ersten Phase bis 2015 zwölf Doktoranden beider Einrichtungen durch die Vergabe von Stipendien unterstützt wurden. Das Programm wird in einer zweiten Phase fortgeführt, sodass zwölf weitere Doktoranden gefördert werden können.

Für die zweite Förderphase ist eine Bündelung der 12 Stipendien auf zwei Themenfelder I. Mikrostruktur-Mechanik-Wechselwirkung und II. Polykristalline Mikrostrukturen vorgesehen, um einen intensiven Austausch der Doktoranden des Kollegs zu fördern. Im Themenfeld I steht die Analyse der bidirektionalen Wechselwirkung mikrostruktureller Kenngrößen und mechanischer Lasteinwirkung im Fokus der Arbeiten. Themenfeld II erforscht den Einfluss von Materialeigenschaften auf die Ausbildung polykristalliner Kornstrukturen. Es werden die physikalischen Mechanismen der Entstehung von Anomalien der Korngefüge und die Auswirkung von Nanopartikelverteilungen auf die Pinningkraft von Korngrenzen untersucht. In jedem Themenfeld sind Dissertationsthemen mit stärkerer experimenteller und stärkerer theoretischer Ausrichtung vorgesehen. Die in Simulationen vorhergesagten Struktur- bzw. Prozesseigenschaften sollen mit den experimentell gemessenen Größen verglichen und evtl. erforderliche Anpassungen in der Modellierung bzw. im Versuchsablauf diskutiert werden. Die Bearbeitung der Forschungsaufgaben sieht einen intensiven Austausch der Doktoranden innerhalb der einzelnen Themenfelder vor. Das Promotionskolleg besitzt darüber hinaus in der Charakterisierung von Gefügestrukturen, in der Herleitung von Gefüge-Eigenschafts-Korrelationen und in der Wechselwirkung der Gefügeausbildung und Prozessabläufe themenfeldübergreifende gemeinsame Forschungsinhalte. Ein themenfeldübergreifener Austausch wird durch das im Studienprogramm verankerte Doktorandenseminar gefördert. Die beiden Themenfelder werden mit jeweils sechs Stipendien ausgestattet, die sich inhaltlich komplementär ergänzen. Um eine Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Universität (KIT) und den Austausch der Doktoranden zu fördern, sind in jedem Themenfeld gleich viele Dissertationsvorhaben mit Arbeitsschwerpunkten an der Hochschule oder am KIT vorgesehen. Jedes Dissertationsprojekt wird von einem Betreuungsteam aus 2-3 Professoren der Hochschulen begleitet.