11.08.2017 | Mit sieben Studierenden zur Winterschool nach Südafrika

Was für eine erlebnisreiche Zeit! Sieben Studierende, mit einer Ausnahme alle aus dem Internationalen Master-Studiengang Geomatics, reisten am 22. Juli nach Pretoria in Südafrika. Die Stimmung war von Anfang an ausgelassen, alle waren gespannt, was sie erwarten würde. „Winter in Südafrika – das muss wohl mit der Lage auf dem Globus zusammenhängen?“, „Auf welcher geographischen Breite sind wir denn nun gelandet?“ – Dies waren erste Fragen nach der Landung in Johannesburg. Und bereits am ersten Abend bei Bier und Burger zeigte sich, was während der ganzen Winterschool zu beobachten war: ein konstanter lebhafter Austausch zwischen den Studierenden der HsKA und der University of Pretoria (Bachelor-Honours Studiengang Geoinformatics), wobei neben Studieninhalten und der Begeisterung für Geodaten und deren Anwendung die Themen Food und Music dominierten.

Inhaltlich erwartete die Beteiligten ein dichtes Programm rund um das Thema Informal Settlement und dem Potential mobiler Kartenanwendungen vor Ort. Alaska, ganz im Osten von Pretoria gelegen, war als Studienobjekt ausgewählt worden. Die Datenaufnahme vor Ort sowie das Überlegen von sinnvollen Funktionalitäten für drei ausgewählte Apps (zu Hazards, dem Panic button und Community spots) ließ die Teilnehmer das Informal Settlements mit seinen Herausforderungen, aber auch erstaunlichen Lösungen direkt erleben. Da blieb es nicht aus, ins Grübeln zu geraten über das verwöhnte Leben daheim.

Zur Entwicklung der Apps wurde ausschließlich OpenSource Software (PostgreSQL mit PostGIS, Geoserver, PHP, Leaflet API, Cordova etc.) eingesetzt. In den gemischten Teams musste die Arbeit verteilt und koordiniert werden. Da aufgrund der vielen Vorträge (zu bisherigen Geomatics-Arbeiten in Alaska, den Projekten von Architektur-Studenten zu Urban Planning, Kartenleseerfahrungen mit Health Workers, Mobile App Development sowie Globalisierung und Urbanisierung) sowie Ausflügen in Pretoria (u.a. dem Freedom Park zur Geschichte Südafrikas) die Zeit nur so verflog, wurde während den Stunden im Lab emsig gearbeitet. Nichtsdestotrotz wurden die Programmiererfolge ausgelassen gefeiert. D.h. die Teams waren mit Begeisterung bei der Sache und entschlossen, die Kartenanwendungen am Ende in Alaska testen zu können.

Genauso wichtig aber war das Socializing-Programm. Hier wurden die diversen Köstlichkeiten Südafrikas durchprobiert, deutsche und spanische Rezepte gekocht, gemeinsam und ausgelassen Karten oder Frisbee gespielt, bei Livemusik entspannt oder getanzt, afrikanische Tiere bestaunt und gekrault, Fragen über Fragen gestellt und Freundschaften geschlossen. Überraschend schnell war man sich nahe gekommen, sodass selbst die Closing-Veranstaltung am 4. August ihre ganz eigene Atmosphäre hatte. So fiel das Abschiednehmen schwer – aber am besten ist es doch dann wieder aufzubrechen, wenn es am schönsten ist…

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