Forschungsprojekte

Reallabor "Go Karlsruhe"

Das Reallabor „GO Karlsruhe!“ stellt den Fußgänger innerhalb einer inter- und multimodalen Mobilität in den Fokus und hat zum Ziel, das Wissen um die Anforderungen des Fußgängerverkehrs, die Bewertung von Infra-struktur und die Entwicklung von Verbesserungsmöglichkeiten deutlich zu erweitern. Bislang existieren zum Fußgänger nur wenige spezifische Forschungsergebnisse, zumal mit relevanter Beteiligung im realen Umfeld. Dabei werden neue Partizipationsinstrumente entwickelt und eingesetzt, welche über die Einsatzbereiche klassischer Bürgerbeteiligung weit hinausgehen und eine Entwicklung von bürger- zur nutzerzentrierten Verfahren der realen Nutzung vorantreiben. Digitale Partizipationsinstrumente erlauben die Einbeziehung der Fußgänger direkt vor Ort und ermöglichen die kontinuierliche Einbeziehung der Nutzerinnen und Nutzer in die Analyse, Konzeption und in Umsetzung des Reallabors bis hin zu interaktiven, sozialen und Gamification-Elementen.

CyProAssist

Fertigungsassistenzsystem unter Verwendung sozio-cyber-physischer Produktionssysteme (Verbundprojekt)

Die Industrie 4.0 ist geprägt von hoher Dynamik und Flexibilität mit individualisierter Fertigung. Das stellt gerade an das soziotechnische System „Produktion“ und die beteiligten Nutzer hohe Anforderungen und bringt viele Unsicherheiten und situationsabhängige Informationsbedarfe hervor. Gesamtziel des Projektes CyProAssist ist daher die Schaffung eines Fertigungsassistenzsystems FRIENDLYIMPROVER und dessen Anwendung unter realen Produktionsbedingungen. Dieses System stellt den Menschen als kreativen Problemlöser in den Mittelpunkt der Fertigung und unterstützt ihn so, dass er seine kognitiven Fähigkeiten optimal in den Produktionsprozess einbringen kann. Das Ziel dieses Teilprojektes ist die Übertragung und die Weiterentwicklung bereits existieren-der Modelle hinsichtlich einer Mensch-Maschine-Interaktion und (Kontext-)Adaption aus verschiedenen Anwendungsbereichen in das Produktionsumfeld und die Entwicklung spezifischer semantischer Modelle. Industrie- und Technologieunternehmen entwickeln hier mit Fraunhofer und dem Institut für ubiquitäre Mobilitätssysteme neue Lösungen für die semantische Industrie 4.0.

AlgStrOeff

Algorithmischer Strukturwandel der Öffentlichkeit: Chancen und Risiken der IKT für die Entwicklung der politischen Informationskompetenz

Die Funktionsweise der Medien wird durch Informations- und Kommunikationstechnologien stark verändert. Die Logik der Massenmedien, die die Auswahl und Verbreitung von politischer Information im 20. Jahrhundert durch Unidirektionalität und professionelle journalistische Selektion (Nachrichtenfaktoren) geprägt hat, wird ergänzt oder gar abgelöst durch die Logik der Algorithmen, die vor allem auf individuellen Präferenzen und Gewohnheiten einzelner Nutzer oder Gruppen fußt. Algorithmische Medien selektieren dabei Information für den Nutzer, teilweise auch gezielt auf bestimmte Interessen von Nutzer oder Betreiber ausgerichtet. Die Informationskompetenz soll durch digitale Medien positiv beeinflusst werden, wobei gleichzeitig negative Folgen ausbleiben sollen. Um diese Ziele zu erreichen, liefert das Teilvorhaben eine technische und fundamental in die digitalen Medien und mobile Systeme eingebettete Erhebungsumgebung, um Medienforschung integriert und automatisiert in Feld- und Laborumgebungen zu betreiben, um Meinungsbildungsprozesse zukünftig für die Forschung digital nachvollziehbar zu machen. So wird die Mediennutzung und gezielte, kontext- und nutzerspezifische Selektion unterstützt und die Medienkompetenz bei optimierter Unterstützung basierend auf Studienergebnissen erhalten bzw. ausgebaut.  

DynApSys

Dynamisches Agendaplanungssystem

Das innovative Forschungsprojekt Dynapsys wird fachübergreifend von Verkehrsunternehmen, Wissenschaft und Industrie bearbeitet. Es fokussiert die Unterstützung von Fahr-gästen bei der sicheren und bequemen Zielerreichung unter Nutzung des ÖPV. Dazu wird die bisher manuell durchgeführte individuelle Ab-lauf- und Fahrtenplanung weitestgehend au-tomatisiert. Neue Grundlage für die Planungen bilden nicht mehr Strecken, sondern die Agenda des Nutzers. So wird auf Basis der Tages-planung mit Terminen und Aufgaben eine Mobilitätsplanung errechnet, die den Nutzer durch den Tag begleitet. Zusätzlich soll das Hintergrundsystem DynCloud dem Anwender stets aktuelle, relevante Informationen mit Hilfe der mobilen Applikation DynApp bereitstellen (z.B. Verspätungen, Störungen, ÖPV-Angebote, Park & Ride, Drittanbieter wie Restaurants uvm.). Gleichzeitig soll das Wissen über die Bedürfnisse und die Situation von Fahrgästen zu bedarfsgerechter ÖPV-Angebotsplanung und somit zur effizienten Ausnutzung der Verkehrsträger beitragen.

Kontakt IUMS

Postanschrift:
Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft
Fakultät Informationsmanagement und Medien
Institut für Ubiquitäre Mobilitätssysteme
Prof. Dr.-Ing. Thomas Schlegel
Moltkestr. 30
76133 Karlsruhe

Besucheradresse:
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76133 Karlsruhe

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E-Mail: Thomas.Schlegelspam prevention@hs-karlsruhe.de
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