GEFONAS

Gemeinsame Forschung für Nachhaltige Stadtentwicklung


Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) baut die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft gemeinsam mit der Sungkyunkwan Universität (SKKU) in Suwon in Südkorea eine gemeinsame Forschungspräsenz auf. Unterstützt werden die Projektpartner von dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Seoul National University (SNU).

Die Arbeitsschwerpunkte der Forschungspräsenz liegen auf vier Themenschwerpunkten:

  • Stadt- und Quartiersentwicklung:
    Das übergreifende Schwerpunktthema ist die Stadtplanung mit Fokus auf der behutsamen Entwicklung von Quartieren. Auf diesem Themengebiet gab es bereits im Rahmen des Projekts „Urban Voids“ Kooperationen der beteiligten Hochschulen, bei denen sich die Verknüpfungen zu den im Folgenden genannten weiteren Arbeitsfeldern herausstellen.
  • Stadtverträgliche Mobilität:           
    Das Thema stadtverträgliche Mobilität hat große Schnittstellen zu den anderen hier geschilderten Themenbereichen. Die Zusammenarbeit mit einem technologisch so hoch entwickelten Land wie Südkorea könnte dabei aus deutscher Sicht besondere Potenziale bergen, z.B. bei der Entwicklung von Systemen zur Organisation und Optimierung multi- und intermodaler Mobilitätsformen. Bereits im Rahmen des Urban-Voids-Projektes zeichneten sich gemeinsame Interessen beim Themenkomplex Nahversorgung, Nahmobilität, Förderung von Rad- und Fußverkehr und der darauf abgestimmten Gestaltung von städtischen Straßenräumen ab. 
    Eine Sonderrolle kommt dabei dem Thema autonomes Fahren zu: Sowohl die koreanischen als auch die deutschen Kooperationspartner sind an Forschungsprojekten zum autonomen Fahren beteiligt. Über die technischen Fragestellungen hinausgehend sollen im Rahmen gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten jedoch auch die Auswirkungen des Autonomen Fahrens im Hinblick auf die Ziele der Stadt- und Verkehrsplanung betrachtet werden.

  • Umgang mit Starkregenereignissen:        
    Starkregenereignisse nehmen weltweit zu. Auch in Deutschland und Korea stellt sich die Frage, nach dem geeigneten Umgang mit den Wassermassen, die von der bestehenden Kanalisation nicht mehr abgeführt werden können. Bereits im Rahmen des Urban-Voids-Projektes hat diese Fragestellung die Teilnehmer des Workshops bei den Planungen für die Sanierung des Stadtviertels Sangdo-Sa-Dong beschäftigt und zu verschiedenen Entwurfsansätze für die Straßenräume geführt. Eine gemeinsame Erprobung und Evaluierung der verschiedenen Ansätze in beiden Ländern im Rahmen von FuE-Projekten wird angestrebt.

  • Nachhaltige Energieversorgung, Potenziale für Wasserstoff:
    Die Energieversorgung und deren nachhaltige Gestaltung ist in beiden Ländern ein Thema von hoher Priorität. Neben der Versorgung von Gebäuden mit Heiz- und elektrischer rückt dabei auch zunehmend die Energie für den Mobilitätsbereich in das Blickfeld ebenso wie die dezentrale Erzeugung und Nutzung von regenerativer Energie.
    Im Mobilitätsbereich werden batterieelektrische Antriebe derzeit stark gefördert, sind aber aufgrund der noch begrenzten Reichweiten, der langen Ladezeiten sowie der ungelösten Frage nach der Ladeinfrastruktur durchaus noch umstritten. In wasserstoff- bzw. brennstoffzellenbasierten Antrieben wird ebenfalls ein großes Potenzial gesehen, aber auch hier ist die Akzeptanz bei Kunden noch überschaubar.
    Eine integrative Betrachtung der regenerativen, dezentralen Energieerzeugung im Kontext von Stadtplanung und Mobilität ist daher ein weiterer Arbeitsschwerpunkt von GEFONAS.
Projektziel

Ziel von GEFONAS der nächsten Jahre ist die Vernetzung von Projektpartnern in Deutschland und Südkorea, die Erarbeitung von Projekt- und Produktideen und die gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Rahmen geförderter Projekte.

Weitere Informationen

Hier finden Sie weitere Informationen zum Projekt "Urban Voids"

Beteiligte Hochschulen: