NEQModPlus: Entwicklung von methodischen Ansätzen und Modellierungswerkzeugen für Niedrigstenergiequartiere

Aus Umwelt- und Kostengründen werden immer mehr Häuser als Niedrigstenergiehäuser geplant und Gebäude im Bestand dahingehend saniert. Zielsetzung des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung von Methoden und Instrumenten zur Unterstützung der Entscheidungsfindungsprozesse und der Implementierung von Niedrigstenergiequartieren (NEQs) sowohl in der Sanierung im Bestand als auch bei der Neukonzeption. Dabei soll die Primärenergiebilanz um mindestens 70% verbessert werden. Das Projekt ist im Rahmen des IEA EBC Annex 73 „Towards Near Zero Energy“ in einen internationalen Kontext eingebettet.

Im Fokus der Untersuchung stehen neben Wohnquartieren auch öffentliche Verwaltungsgebäude, wie etwa ein Universitäts- bzw. Hochschul-Campus. Die Projektergebnisse ermöglichen neben der Expertenebene insbesondere auch Entscheidungsträgern, Städte- und Quartiersplanern, Projektentwicklern, Finanziers, Stadtwerken und Energiedienstleistungsunternehmen die Entwicklung nachhaltiger NEQs strukturiert voranzutreiben.

Zielsetzung ist die optimale Vernetzung zentraler und dezentraler Energiesysteme, Gebäude, Speicher und Elektrofahrzeuge. Als Ergebnis steht eine einfach anwendbare Methodik sowie die Weiterentwicklung vorhandener Tools zur schrittweisen Entwicklung, Implementierung und dem zielkonformen effizienten Betrieb von NEQs. Über bestehende Ansätze hinausgehend, wird in NEQModPlus auch die Mobilität in die energetische Konzeptionierung einbezogen.

 

Teilvorhaben Mobilität der Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Über die Wechselwirkungen zwischen energieoptimierter Quartiersplanung und nachhaltigem Mobilitätsverhalten ist nur wenig bekannt, da die Themen Mobilität, Siedlungsstruktur und Energieversorgung derzeit noch sehr isoliert betrachtet werden. Die Möglichkeit, regenerativ und/oder lokal erzeugte Energie für den Bereich Mobilität einzusetzen (Sektorenkopplung), verfügt über ein noch längst nicht ausreichend genutztes Potential.

Ziel des Teilvorhaben Mobilität ist die integrative Betrachtung von Energieversorgung und stadtverträglicher Mobilität. Es wird methodisch dargestellt, welche Auswirkungen die derzeit verbreitetsten Formen des Mobilitätsmanagements sowie der Antriebstechnologien (fossil, elektrisch) auf das Verkehrsverhalten in Quartieren haben können. Neben innovativen Antriebstechnologien wird insbesondere auch das Verkehrsaufkommen und Optimierungsmöglichkeiten auf Quartiersebene untersucht.

Anhand der Evaluierung von zehn Quartieren werden bewährte Lösungsansätze aus Energieeffizienz- und Versorgungsmaßnahmen eruiert. Es erfolgt eine Berechnung der Verkehrserzeugung in den Quartieren, woraus abgeschätzt werden kann, mit welchem Energieverbrauch zu rechnen ist und wie dieser durch ein Niedrigstenergiekonzept eines Quartieres abgedeckt werden kann. In drei Pilotquartieren (Rosensteinquartier Stuttgart, HFT-Campus Stuttgart und Smartes Quartier Durlach) werden Modellierungsprozesse und Implementierungsinstrumente eingesetzt und getestet.

 

Partner im Forschungsprojekt:

  • Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA)
  • Steinbeis-Transferzentrum gGmbH Locasys
  • GEF Ingenieur AG
  • EniSyst GmbH
  • Drees & Sommer Advanced Building Technologies GmbH
  • IREES GmbH

 

Laufzeit:

Dezember 2018 - November 2021

 

Ein Projekt im Auftrag des

Kontakt

Prof. Dr.-Ing. Jan Riel
Institutsleiter

Gebäude B, Raum 308
Moltkestr. 30, 76133 Karlsruhe

Tel.: +49 (0)721 925-2626
Fax: +49 (0)721 925-2645
E-Mail: jan.rielspam prevention@hs-karlsruhe.de

 

Anfahrtsplan
Lage- und Gebäudeplan
Interaktive Anfahrtsplanung mit GreenMobility

 

Institut für Verkehr und Infrastruktur (IVI)

Forschungsprojekte

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Team

Geräteverleih