Praktika in Deutschland

DER MINDESTLOHN

Grundsätzlich haben Praktikantinnen und Praktikanten Anspruch auf den Mindestlohn. Allerdings gibt es Ausnahmen. Dazu gehören die sogenannten Pflichtpraktika im Rahmen des Studiums. Auch bei freiwilligen Praktika, die der Berufsorientierung dienen oder studien- bzw. ausbildungsbegleitend absolviert werden, erhalten Studierende keinen Mindestlohn, sofern das Praktikum nicht länger als drei Monate dauert. Bei längeren Praktika muss der Mindestlohn vom ersten Tag an gezahlt werden.

Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre "Der Mindestlohn für Studierende - Fragen und Antworten" oder auf folgender Webseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Auslandspraktika

VERSICHERUNGEN

Bitte erkundigen Sie sich vor Beginn Ihres Praktikums bei Ihrem jeweiligen Versicherungsanbieter, ob Ihre Versicherungen auch im Ausland gültig sind. Je nach Aufenthaltsland und -dauer gelten besondere Versicherungsbedingungen. Für einige Förderprogramme (z.B. Erasmus-Praktika-Programm) ist der Abschluss bestimmter Versicherungen Voraussetzung für eine Förderung.

 

Krankenversicherung

In Ländern, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht, ist ein Praktikant durch die gesetzliche Krankenkasse notfallabgesichert. Innerhalb Europas wird die Notfallabsicherung durch die sogenannte European Health Insurance Card (EHIC) gewährleistet. Der Abschluss einer zusätzlichen Auslandskrankenversicherung (keine Reiseversicherung!) wird jedoch dringend empfohlen. 

Grundsätzlich läuft bei einem Pflichtpraktikum der Krankenversicherungsschutz weiter. Für familienversicherte Studierende sind jedoch Einkommensgrenzen zu beachten. Hinweise hierfür finden Sie z. B. auf der Website der Techniker Krankenkasse.

 

Unfallversicherung

Im Vorfeld eines Auslandspraktikums sollte mit der Praktikumsstelle abgeklärt werden, inwieweit man als Praktikant über die Praktikumsstelle unfall- und haftpflichtversichert ist. Anders als in Deutschland verfügen viele Unternehmen im Ausland über keine betriebliche Unfallversicherung. Der Abschluss einer privaten Unfallversicherung wird daher dringend empfohlen. 

Abgrenzung Krankenversicherung und Unfallversicherung

Der Unterschied zwischen (gesetzlicher) Krankenversicherung und Unfallversicherung besteht darin, dass die Krankenversicherung des Studierenden zwar die medizinische Erstversorgung bei Unfällen abdeckt, nicht jedoch für Folgeschäden, die aus den Unfällen entstehen können (Invalidität), eintritt. Um auch für den Fall von Folgeschäden ausreichend abgesichert zu sein, ist eine Unfallversicherung unabdingbar.
Beim Abschluss einer Unfallversicherung sollte in jedem Fall darauf geachtet werden, dass es sich hierbei nicht um eine Reiseversicherung handelt und der Versicherungsschutz während der gesamten Praktikumsdauer am Arbeitsplatz gewährleistet ist.

 

Haftpflichtversicherung

Im europäischen und internationalen Ausland sind Studierende nicht zwangsläufig durch den Arbeitgeber am Arbeitsplatz haftpflichtversichert. Sollte die Praktikumsstelle für den Studierenden keine Haftpflichtversicherung am Arbeitsplatz gewährleisten, ist es empfehlenswert, dass der Studierende selbst eine Versicherung abschließt, die Schäden, die von ihm verursacht wurden, abdeckt. Hierbei ist zu beachten, dass eine reine Privat-Haftpflicht in der Regel Schäden am Arbeitsplatz nicht übernimmt. Bitte halten Sie in diesem Fall Rücksprache mit Ihrem Versicherungsanbieter.

 

Versicherungsanbieter:

DAAD

Praktikanten, die eine Förderung aus Programmen des DAAD bzw. der Europäischen Union (z.B. Erasmus) erhalten, können die DAAD-Versicherung in Anspruch nehmen. Es handelt sich hierbei um eine kombinierte Auslandskranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Versicherungsstelle des DAAD

Studierendenwerke

Verschiedene Studierendenwerke in Baden-Württemberg - u.a. das Studierendenwerk Karlsruhe - bieten für Ihre Studierenden eine kombinierte Unfall- und Haftpflichtversicherung für das Ausland an. Bitte wenden Sie sich an das für Sie zuständige Studierendenwerk.


FÖRDERUNG VON AUSLANDSPRAKTIKA

  • Studierende und Graduierte, die ein Praktikum im europäischen Ausland absolvieren, können über das Erasmus-Praktika-Programm gefördert werden. In Baden-Württemberg ist die KOOR für die Abwicklung des Erasmus-Praktika-Programms zuständig. Weiter Informationen finden Sie hier.
  • Weitere Förderungsmöglichkeiten finden Sie in der Stipendiendatenbank des DAAD.

LÄNDERINFORMATIONEN

  • Hier finden Sie Informationen der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) zum Thema Leben und Arbeiten im Ausland.
  • Bei der eu-community des DAAD finden Sie Länderinformationen (länderspezifische Stipendienprogramme, Visabestimmungen etc.).
Kontakt

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Verena Ehmann
Anna Feldbein
Janina Heker
Kerstin Schöttinger
Beratungszeiten:
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Di & Do 13:00 - 15:00 Uhr nach Vereinbarung

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Fax. 0721 925-2520
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