Gute Online-Lehre

Kodex für gute Online-Lehre an der Hochschule Karlsruhe

Die Hochschule Karlsruhe steht als Präsenzhochschule für ein zeitgemäßes Lehr- und Bildungskonzept, zu welchem Online-Lehre als selbstverständlicher Bestandteil gehört. Dabei ist der Einsatz von Online-Lehre kein Selbstzweck, sondern stets von didaktischen Überlegungen und Fragestellungen geleitet. Online-Lehre geht einher mit einer Erweiterung der didaktischen Möglichkeiten und eröffnet neue Lehr- und Lernszenarien. Sie ermöglicht Studierenden eine zeitliche und räumliche Flexibilisierung und leistet einen Beitrag zur Internationalisierung von Studium und Lehre.

Gute Online-Lehre berücksichtigt Individualität und Vielfalt

Studierende unterscheiden sich in ihren individuellen Lernzugängen, Lerngeschwindigkeiten und Lernstilen sowie in ihrem Vorwissen und anderen Studienvoraussetzungen. Durch die Wahl geeigneter Methoden und Werkzeuge kann und soll Online-Lehre dieser Heterogenität unter den Studierenden in besonderem Maße gerecht werden. Sie nimmt dabei auch Rücksicht auf die technischen und zeitlichen Rahmenbedingungen, unter denen Studierende lernen.

Online-Lehre verlangt von den Studierenden ein erhöhtes Maß an Selbstorganisation und Selbstständigkeit. Die Lehrenden unterstützen sie dabei, indem sie den Rahmen vorgeben, in welchem die Studierenden Verantwortung für ihr selbständiges Lernen übernehmen sollen. Sie begleiten und betreuen die Studierenden kontinuierlich in allen Phasen einer Online-Veranstaltung – auch durch regelmäßiges Feedback zum Lernstand und zur Arbeitsweise.

Genauso wie in der Präsenzlehre schätzt die Hochschule Karlsruhe auch in der Online-Lehre die Vielfalt an individuellen Lehrstilen, die idealerweise geprägt sind von Authentizität, Engagement und Begeisterung der Lehrenden.

Gute Online-Veranstaltungen folgen didaktischen Gestaltungsprinzipien

Gute Online-Lehre ist genauso wie gute Präsenzlehre kompetenzorientiert gestaltet. Die eingesetzten Lehrformate sowie die für das Üben, Anwenden und Prüfen verwendeten Methoden sind aufeinander sowie auf die Inhalte und die Lernziele abgestimmt.

Die Entscheidungen, welche Bestandteile einer Veranstaltung als Online-Lehre angeboten werden, welche Anteile einer Online-Veranstaltung synchron oder asynchron angeboten werden und wie die jeweiligen Elemente miteinander verzahnt sind, werden didaktisch fundiert getroffen. Ebenso sind organisatorische und ökonomische Rahmenbedingungen zu berücksichtigen.

Gute Online-Lehre nutzt klare Kommunikation und fördert Interaktion

Den besonderen Herausforderungen der Online-Verständigung wird durch Prägnanz und Eindeutigkeit in der Kommunikation begegnet. Sie wird durch das Klären von Erwartungen und Wünschen unterstützt. Hierbei werden die Gewohnheiten der Studierenden im Umgang mit digitalen Medien berücksichtigt.

Gute Online-Lehre fördert die Interaktion zwischen Lehrenden und Studierenden sowie unter Studierenden. Darüber hinaus können die vielfältigen Möglichkeiten zur Online-Kooperation in Team- und Projektarbeiten genutzt werden.

Gute Online-Lehre aktiviert Studierende und fördert digitale Kompetenzen

Bei guter Online-Lehre fördern Lehrende durch die Wahl entsprechender Lehrmethoden und geeigneter Werkzeuge das aktive Auseinandersetzen der Studierenden mit den Lerninhalten und berücksichtigen hierbei die besonderen Möglichkeiten von Online-Lehre.

Lehrende unterstützen die Studierenden darin, fachliche und überfachliche Kompetenzen für die digitalisierte Berufswelt zu erwerben – sowohl im Umgang mit digitalen Technologien für die zukünftige Berufstätigkeit als auch in der Nutzung von digitalen Medien für ein selbstorganisiertes lebenslanges Lernen. Dabei wird der produktive, kreative, aber auch kritische Umgang mit digitalen Medien gefördert und vorgelebt.

Good Practice Beispiele

Hier finden Sie Good Practice Beispiele, die den gelungenen Einsatz digitaler Werkzeuge und Methoden in Lehr-Lern-Szenarien einzelner Lehrender der Hochschule Karlsruhe dokumentieren. Die mit dem Ziel des Wissenstransfers beschriebenen Lehrideen sollen zur Übertragung auf eigene Lehrkontexte anregen und eignen sich dazu, in bestehende Vorlesungen oder Übungen integriert zu werden. Zudem werden in den Beschreibungen die Kontaktdaten der Beispielgeber benannt, die sich interessierten Lehrenden auf kollegialer Ebene zum Austausch über gute digitale Lehre zur Verfügung stellen. Dies soll den fakultäts- und fächerübergreifenden Erfahrungsaustausch zwischen den Lehrenden vereinfachen.

Die Datenbank befindet sich im Aufbau und wird in nächster Zeit um weitere Good Practice Beispiele ergänzt. Derzeit finden sich darin Bespiele guter Praxis, die aufgrund sehr guter Veranstaltungsbewertungen von Studierenden in den ILIAS-Umfragen „Feedback zur Online-Lehre SS 2020“ ausgewählt und beschrieben wurden.

Einsatz_eines_Live-Abstimmungstool_zur_Aktivierung_Haussmann.pdf
Instructor_Led_Questioning_Schwarz.pdf
ILIAS_als_Gruppen-_und_Themenboerse_nutzen_Kotschenreuther.pdf
Impulsvideos_in_Zusammenspiel_mit_asynchronen_Anteilen_Regier.pdf
Workshop_im_Bereich_Schluesselqualifikationen_online_Weber.pdf
Semesterbegleitendes_UEben_sicherstellen_Suhm.pdf
Betreute_Breakout_Rooms_fuer_Live-Gruppenarbeit_Obergfell.pdf
Online-UEbungsstunde_mit_elektronischem_Mitschrieb_Scheider.pdf
Mit_Online-Whiteboard_kollaborativ_Feedback_einholen_Schmidt.pdf

Kontakt

Rektorat
Prorektorin für Studium, Lehre und Internationales
Prof. Dr. rer. nat. Angelika Altmann-Dieses

Moltkestr. 30, 76133 Karlsruhe

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