Lernziele und Lehrinhalte Masterstudiengang Elektro- und Informationstechnik

Der Masterstudiengang Elektro- und Informationstechnik führt nach drei Semestern mit einem Arbeitsaufwand von 90 Kreditpunkten nach ECTS zum Abschluss „Master of Science“.

Jede Studienrichtung umfasst einen Pflichtbereich im Umfang von 40 Kreditpunkten, einen Wahlbereich im Umfang von 20 Kreditpunkten und zum Ende des Studiums die Master-Thesis, die zusammen mit der Abschlussprüfung einen Umfang von 30 Kreditpunkten hat.

Die folgenden Tabellen geben einen Überblick über die Pflichtmodule der einzelnen Studienrichtungen.

Die Wahlmodule können aus den Modulen einer nicht gewählten Studienrichtung ausgewählt werden. Auf Antrag und nach vorheriger Genehmigung durch die Prüfungskommission können im Wahlbereich auch Module aus anderen, verwandten Masterstudiengängen der Hochschule oder von anderen Hochschulen belegt werden.

Detailierte Informatinen zu den Lehrveranstaltungen enthält das Modulhandbuch

Lehrveranstaltungen Studienrichtung Automatisierungstechnik 

 

SemesterLehrveranstaltungSWSCP
WSSafety and Security in Automation45
Switched Mode Power Supplies45
Advanced Control45
Projekt8
Wahlmodul aus nicht belegten Studienrichtungen5
Wahlmodul aus nicht belegten Studienrichtungen5
SSBetriebsleittechnik47
Design for Six Sigma45
Prozessinformatik45
Wahlmodul aus nicht belegten Studienrichtungen5
Wahlmodul aus nicht belegten Studienrichtungen5
WS/SSMaster-Thesis30
Summen

90

Lehrveranstaltungen Studienrichtung Erneuerbare Energien 

SemesterLehrveranstaltungSWSCP
WSVerteilte Energiesysteme45
Hochspannungsprüftechnik und EMV68
Elektrische Antriebe67
Projekt5
Wahlmodul aus nicht belegten Studienrichtungen5
Wahlmodul aus nicht belegten Studienrichtungen5
SSSeminar Erneuerbare Energien45
Solare Energienutzung45
Netzbetrieb und Schaltgeräte45
Wahlmodul aus nicht belegten Studienrichtungen5
Wahlmodul aus nicht belegten Studienrichtungen5
WS/SSMaster-Thesis30
Summen90

Lehrveranstaltungen Studienrichtung Informationstechnik 

SemesterLehrveranstaltungSWSCP
WSOptical Data Transmission45

Communication Systems45
Signal Theory45
Projekt8
Wahlmodul aus nicht belegten Studienrichtungen5
Wahlmodul aus nicht belegten Studienrichtungen5
ssRF Systems67
Analog-digital Systems45
Information Theory and Coding45
Wahlmodul aus nicht belegten Studienrichtungen5
Wahlmodul aus nicht belegten Studienrichtungen5
WS/SSMaster-Thesis30
Summen90

 

Lehrveranstaltungen Studienrichtung Sensorsystemtechnik

SemesterLehrveranstaltungSWSCP
WSTheoretische Aspekte der Sensorik I45
Theoretische Aspekte der Sensorik II45
Mikrosysteme45
Physik und chemische Sensorik45
Projekt5
Wahlmodul aus nicht belegten Studienrichtungen5
Wahlmodul aus nicht belegten Studienrichtungen5
SSUmwelttechnologie45
Optische Sensorik45
Bio-, Chemo- und Strahlungssensorik45
Wahlmodul aus nicht belegten Studienrichtungen5
Wahlmodul aus nicht belegten Studienrichtungen5
WS/SSMaster-Thesis30
Summen90

Lernziele des Masterstudienganges Elektro- und Informationstechnik

Elektrotechnik und Informationstechnik gehören heute zu den wichtigsten und interessantesten Gebieten unseres Wirtschaftslebens. Zahlreiche Firmen und Institutionen erforschen, produzieren und vertreiben elektrotechnische und informationstechnische Systeme.


Das Masterstudium an der HsKA ist eine wissenschaftlich orientierte Ausbildung, welche sich auf die laufenden Forschungsaktivitäten der Fakultät stützt. Ziel des Masterstudiengangs Elektro- und Informationstechnik der Hochschule Karlsruhe ist es, der Volkswirtschaft, vornehmlich der Industrie und öffentlichen Einrichtungen hervorragend ausgebildete Ingenieure im Bereich der Elektro- und Informationstechnik zur Verfügung zu stellen. Dieses übergeordnete Ziel wird durch Ziele im Bereich der Fachkompetenz und der persönlichen Kompetenz der Studierenden konkretisiert.


Aufbauend auf den Kompetenzen von qualifizierten Absolventen eines Bachelorstudiengangs einer elektrotechnischen oder nah verwandten Fachrichtung, hat der Studiengang das Ziel, den Studierenden vertiefendes Wissen in der von ihnen gewählten Studienrichtung zu vermitteln. Ein Hauptaugenmerk liegt hierbei auf Inhalten aus der anwendungsbezogenen Forschung. Studierende werden über Projekt- und Abschlussarbeiten in die aktuelle Forschung der Fakultät eingebunden. Darüber hinaus werden die theoretischen und methodischen Kenntnisse der Studierenden in der Breite der Elektro- und Informationstechnik gefestigt.


Die Absolventen beherrschen sowohl die allgemeinen ingenieurtechnischen Grundlagen der Elektro- und Informationstechnik als auch Spezialistenwissen in einer der vier Studienrichtungen: Automatisierungstechnik, Energietechnik und Erneuerbare Energien, Informationstechnik und Sensorsystemtechnik. Darüber hinaus besitzen die Absolventen die Kompetenz, dieses Wissen zu transferieren, es über den gelernten Kontext hinaus auf andere Situationen und Aufgabenstellungen anzuwenden und für diese Lösungen anzubieten. Das vertiefte Wissen in ihrer Studienrichtung vernetzt mit dem allgemeinen Ingenieurswissen ermöglicht es ihnen, eigenständig Ideen zu entwickeln und diese in Produkte umzusetzen. Demnach liegt der Schwerpunkt des Masterstudiengangs in der angewandten Forschung und nicht in der Grundlagenforschung.
Die Absolventen werden befähigt, selbstständig wissenschaftlich zu arbeiten. Diese Methodenkompetenz ist auch für die Produktentwicklung und angewandte Forschung unerlässlich. Ihre Ergebnisse können die Absolventen des Studiengangs einem Fachpublikum und auch Nicht-Fachleuten verständlich präsentieren. Die von den Master-Absolventen erstellte Dokumentation entspricht den allgemein anerkannten wissenschaftlichen Regeln.


Sie sind in der Lage, sich selbstständig den Lernprozess zu organisieren, sich neues Wissen anzueignen und dieses zu vertiefen und sind somit auf lebenslanges Lernen vorbereitet.
Ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen ermöglichen es ihnen, Teams in der Entwicklung oder Fertigung fachlich und disziplinarisch zu leiten. Absolventen der Fachrichtung Elektrotechnik und Informationstechnik finden deshalb im In- und Ausland gute berufliche Entfaltungsmöglichkeiten sowohl in der Industrie in den Bereich der Forschung, Entwicklung, Produktion, Projektierung oder auch im Vertrieb, als auch bei Behörden und staatlichen Unternehmen, unabhängigen Forschungsinstituten oder technischen Instituten, in Universitäten und Fachhochschulen.

Lernergebnisse des Masterstudienganges Elektro- und Informationstechnik

Die Lernergebnisse des Masterstudiengangs EITM sind darauf ausgerichtet, die Ziele des Studiengangs zu erreichen, so dass die Absolventen in der Lage sind, eine verantwortungsvolle Position in Entwicklung, Planung oder Forschung in Industrie oder öffentlicher Verwaltung einzunehmen.
Die Absolventen haben nach Abschluss des Masterprogramms vertiefte Kenntnisse in


• der Automatisierung von Industrieanlagen, in Regelungssystemen sowie der Prozessinformatik für die Studienrichtung Automatisierungstechnik
• der Planung und dem Betrieb von Energieerzeugungs- und –verteilanlagen, in Hochspannungsanlagen und in erneuerbaren Energien für die Studienrichtung Energietechnik und Erneuerbare Energien
• in der Entwicklung von Kommunikationssystemen und in der Hochfrequenztechnik, in der Informationstheorie sowie der Signalverarbeitung für die Studienrichtung Informationstechnik
• in den physikalischen und chemischen Grundlagen von Sensoren, ihrer Fertigung und Anwendung für die Studienrichtung Sensorsystemtechnik.


Darüber hinaus verfügen alle Absolventen über ein solides theoretisches Basiswissen, welches die Kenntnisse in der eigenen Studienrichtung verbreitet und mit benachbarten Fachrichtungen vernetzt. Diese erwerben sie eigenverantwortlich, indem sie sich nach Beratung durch die Studiengangsleitung die Wahlmodule in Ergänzung ihrer Studienrichtung auswählen.


Zur Erreichung der Ziele in den Feldern der ingenieurwissenschaftlichen Methodik sowie der Ingenieurspraxis und der Produktentwicklung verfügen die Absolventen des Masterstudiengangs Elektro- und Informationstechnik über eine Reihe von Fertigkeiten:


• mathematische und physikalische Modellierung technischer Systeme
• Einsatz von Simulationswerkzeugen
• Beherrschung der Komplexität von Systemen
• Entwurf von Software- und Hardwaresystemen
• Bewertung von Entwicklungsergebnissen
• Beschreibung der Produktqualität
• Erstellung von technischen und wissenschaftlichen Dokumentationen
• Präsentation von Entwicklungs- und Forschungsergebnissen


Für die Berufsausübung unerlässlich sind die überfachlichen Kompetenzen. Lernergebnisse des Masterstudiengangs in dieser Richtung sind:
• die Methodik des eigenständigen und eigenverantwortlichen Wissenserwerbs als Vorbereitung auf das lebenslange Lernen
• die Methodik des wissenschaftlichen Arbeitens
• die Fähigkeit, das Wissen zu vernetzen und fachübergreifend zu nutzen
• die Fähigkeit zur Organisation von Teams und zur Kommunikation im Team
• die interkulturelle und internationale Kompetenz