Bachelorstudiengang Mechatronik

Das Studium der Mechatronik stellt eine zeitgemäße, interdisziplinäre Ingenieurausbildung dar. Die Ausbildungsinshalte in diesem Studium sind sehr breit und universell angelegt.

Grundlagen im Bereich Mechatronik sind:

  • Mechanik
  • Antriebstechnik
  • Informatik
  • Sensorik
  • Elektronik
  • Optoelektronik

Das Studium

Im 2-semestrigen Grundstudium werden die ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen vermittelt.

Nach dem vierten Semester (Hauptstudium) wird das Praxissemester in einem Industrieunternehmen durchgeführt. Innerhalb des Studiums haben die  Studierenden die Möglichkeit, durch Schwerpunktmodule ihr eigenes Studienprofil selbst zu definieren.

Das Studium vermittelt nicht nur Fachkompetenz, sondern auch sogenannte Soft-Skills, wie Kommunikationsfähigkeit, Teamgeist, und Kreativität, die insbesondere in Projektarbeiten trainiert werden.

Die drei- bis viermonatige Bachelor-Thesis wird meist in einem Industrieunternehmen durchgeführt und soll zeigen, dass die Studierenden mit wissenschaftlichen Methoden ein technisches Problem ingenieurmäßig lösen können.

Nach Beendigung des Studiums wird der Abschlussgrad "Bachelor of Engineering (B. Eng.)" verliehen.

Der Studiengang Mechatronik fördert des Weiteren das Bestreben der Studierenden, einen Teil des Studiums an einer ausländischen Hochschule abzuleisten und somit in einem anderen Sprach- und Kulturraum zu leben.

Ziele des Bachelor-Studiengangs Mechatronik

Fachliche Qualifikationsziele:

  • Erweiterung und Vermittlung von umfangreichem Grundlagen- und Fachwissen, aufbauend auf dem bei der Hochschulzulassung (Abitur, Berufskolleg, etc.) vorhandenen Wissen
  • Vermittlung von spezifischem ingenieurwissenschaftlichem Fachwissen der Mechatronik aus den Ingenieursdisziplinen Maschinenbau, Elektronik und Informatik
  • Die Fähigkeit fachbezogene Problemstellungen aus dem Bereich der Mechatronik zu lösen, durch Anwendung des im Studiengangs erworbenen Fachwissens und den erlernten Methoden
  • Die Fähigkeit mechatronische Systeme bzw. -Zusammenhänge zu analysieren, zu verstehen, zu beschreiben, zu bewerten und zu interpretieren
  • Mechatronische Systeme komplett zu entwickeln – d.h. sowohl die mechanischen Komponenten, die elektronischen und elektrotechnischen Teilsysteme und die Software zur Steuerung und Mensch-Maschine-Kommunikation zu spezifizieren und zu realisieren.
  • Hoher Praxisbezug durch anwendungsorientiere Ausbildung und somit direkte Berufsbefähigung in der Investitionsgüter- oder Konsumgüterindustrie mit mechatronischen Schwerpunkten oder ähnlichen Bereichen, sowie die Vorbereitung auf ein Weiterstudium in einem (konsekutiven) Masterprogramm

 

Überfachliche Qualifikationsziele:

  • Die Fähigkeit den Wissenserwerb und die Lernprozesse selbständig zu gestalten und sich somit in neue, bisher unbekannte Arbeitsgebiete oder Detailprobleme einzuarbeiten
  • Fähigkeit, sich Problemstellungen systematisch und objektiv zu nähern und die Lösungen entsprechend zu erarbeiten und zu bewerten
  • Die Fähigkeit im Team zu arbeiten und fachliche sowie organisatorische Verantwortung zu übernehmen
  • Die Fähigkeit technische Fakten und Zusammenhänge mit den geeigneten Medien zu beschreiben und zu präsentieren
  • Die Integrationsidee der Mechatronik aufzunehmen, weiter zu entwickeln und weiter zu tragen.

Lernergebnisse des Bachelor-Studiengangs Mechatronik

Absolventinnen/Absolventen sind nach Abschluss des Studiums der Mechatronik in der Lage:

  • in interdisziplinären und internationalen Teams komplexe mechatronische Aufgaben zu lösen
  • technische Probleme und Zusammenhänge zu analysieren und daraus neue Lösungen und Verbesserungen zu erarbeiten
  • durch ihr breites Wissen mechanische, elektronische und informationstechnische Aspekte zu vernetzen und zu vertiefen
  • in der Konzeption und Entwicklung von Lösungen ihr Wissen einzubringen, um innovative Ideen umzusetzen
  • in der Planung und Projektierung von Entwicklungs- und Produktionsprozessen effiziente Methoden anzuwenden und ihre Teamfähigkeit einzubringen
  • im Vertrieb, im Service oder in der technischen Dienstleistung ihr Wissen in der Kommunikation mit Kunden und Anwendern einzubringen
  • bei ihrer Tätigkeit die notwendigen Methoden und Hilfsmittel wie CA-Systeme oder Simulationssysteme für mechanische, elektronische und elektromechanische Belange einzusetzen
  • die Komponenten wie Sensoren, Antriebe, Mikrokontroller, Steuerungen und Software für die Lösung von Automatisierungsproblemen zu spezifizieren und auszuwählen
  • sich für die Realisierung ihrer Lösungen in die notwendigen Fertigungstechnologien und die qualitätsrelevanten Aspekte der Realisierung einzuarbeiten

Das Berufsbild

Die späteren Tätigkeitsbereiche von Mechatronikern sind vielfältig:

  • Forschung und Entwicklung
  • Technische Beratung
  • Vertrieb, Marketing, Service
  • Produktion, Fertigung

Auch bei den Einsatzmöglichkeiten haben Ingenieure der Mechatronik ein außerordentlich breites Sprektrum:

  • Maschinen- und Anlagenbau,
  • Elektrotechnik und Elektronik,
  • Automobil- und Luftfahrtindustrie,
  • Automatisierungstechnik, Robotik,
  • Mikrosystem- und Feinwerktechnik,
  • Print- und Medientechnik,
  • Audio- und Videoindustrie,
  • Medizintechnik.

 

Kurz gesagt:

Das Studium der Mechatronik ist das ideale Feld für technisch interessierte Studierende, die sich zu Beginn noch nicht auf eine Richtung festlegen wollen, sondern am Ende des Grundstudiums noch aus vielen Möglichkeit das für sich Passende auswählen können.

Formen der Lehrveranstaltungen

Die Studiensemester enthalten Lehrveranstaltungen in Form von Vorlesungen, Übungen, Laborversuchen, Seminaren und Projekten.

Voraussetzungen für die Zulassung

Voraussetzung für das Studium sind das Abitur bzw. die Fachhochschulreife. Des Weiteren ist ein 8-wöchiges Vorpraktikum erforderlich. Die Zulassung zum Studium erfolgt nach der Zulassungsordnung.

Das Vorpraktikum hat folgende Ausbildungsinhalte:

Exemplarisches Kennenlernen und Anwenden einiger wesentlicher manueller Grundfertigkeiten (z.B. Anreißen, Feilen, Sägne, Bohren, Reiben, Gewindeschneiden, Messen, Löten, Schweißen, Wärmebehandlung, Technisches Zeichnen/CAD) sowie das Kennenlernen innerbetrieblicher Abläufe.

Weitere Informationen zum Vorpraktikum finden Sie auch hier: Praktikantenamt

Numerus Clausus (NC)

Es gibt für diesen Studiengang keinen NC. Aber es gibt eine Messzahl, nach der die Studienplätze vergeben werden.

Die Messzahl wird wie folgt berechnet:

Die Fächer Mathematik, Deutsch, Englisch (ersatzweite eine andere fortgeführt Fremdsprache) und Physik (ersatzweise ein anderes fortgeführtes naturwissenschaftliches Fach), sowie die Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung werden für die Bildung der Rangliste besonders berücksichtig.

Zusätzlich wird die Auswahl nach folgenden Kriterien getroffen:
• doppelt gewichtetes Kernfach Mathematik
• mehrjährige Physikausbildung
• mehrjährige Fremdsprachenausbildung
• Berufsausbildung

Die in der Oberstufe erbrachte beste Durchschnittsnote im einzelnen Prüfungsfach oder die Durchschnittsnote der Einzelnoten in der Oberstufe
a) Mathematik wird mit dem Faktor 4
b) Deutsch mit dem Faktor 1
c) Englisch mit dem Faktor 1 und
d) Physik mit dem Faktor 3
multipliziert.

Die Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung wird mit dem Faktor 3 multipliziert. Die erreichten Punkte werden addiert.

Eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem technischen Ausbildungsberuf wird mit 3 Punkten, eine Fremdsprachenausbildung von mindestens 2 Jahren in der Oberstufe mit 1 Punkt, eine Physikausbildung von mindestens 2 Jahren in der Oberstufe mit 2 Punkten und ein Kernfach Mathematik bis zum letzten Schuljahr mit 2 Punkten gutgeschrieben.

Die Punktzahlen der sonstigen Leistungen (Ausbildung, etc.) werden von der Punktzahl der schulische Leistungen subtrahiert. Das Ergebnis ist die Messzahl, welche für die Reihung auf der Auswahlliste ausschlaggebend ist.

Weitere Informationen zur Messzahl finden Sie hier: Messzahl

Kontakt

MMT-HsKA-Logo

Studiendekan Mechatronik Bachelor
Prof. Dr.-Ing. Ferdinand Olawsky

Gebäude F, Zimmer F115
Moltkestr. 30, 76133 Karlsruhe
Tel. +49(0)721 925-1710
Fax. +49(0)721 925-1707
E-Mail Ferdinand.Olawskyspam prevention@hs-karlsruhe.de

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