Verleihung des Heinz-Heiler-Preises an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft an Prof. Dr.-Ing. Rainer Schwab für seine qualitativ und didaktisch hervorragenden Lehrmaterialien

Seit 1987 lehrt Prof. Dr.-Ing. Rainer Schwab Maschinenbau an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft. Doch die meisten Lehrbücher auf dem Gebiet der Werkstoffkunde und Werkstoffprüfung erschienen ihm für die Studierenden zu schwer verständlich, vor allem für die Anfänger.

Entsprechend begann er seine eigenen Lehrmaterialien zu konzipieren und zu überarbeiten – und dies mit großem Erfolg. Für sein Vorlesungsskript zur Werkstoffkunde erhielt er bereits 1999 einen Preis der Studienkommission für Hochschuldidaktik an Fachhochschulen in Baden-Württemberg. Sein Vorlesungsskript war so hochwertig, dass es in der Folgezeit auch an anderen Hochschulen und nicht nur in Baden-Württemberg eingesetzt wurde.

2006 wurde ihm der baden-württembergische Landeslehrpreis für seine anerkannt exzellente und ideenreiche Lehre vom damaligen Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg persönlich überreicht.
Jüngstes Produkt von Prof. Dr. Rainer Schwab ist das Buch „Werkstoffkunde und Werkstoffprüfung für Dummies“, dass während des gestrigen Festakts aus didaktischer Sicht von Prof. Dr. phil. Gabriele Weigand, Prorektorin für Forschung und Nachwuchsförderung der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, in einem eigenen Beitrag gewürdigt wurde.

Aber nicht nur schriftliche Materialien wurden von Prof. Dr. Rainer Schwab für seine Vorlesungen erstellt, sondern auch Lehrfilme. „Schon lange kümmere ich mich um alle möglichen Lehrfilme, die sich in irgendeiner sinnvollen Weise in meine Vorlesungen integrieren lassen“, bestätigt der heutige Preisträger, „so lassen sich die Vorlesungen auflockern und attraktiver gestalten. Nach einem Schub in den 1970er-Jahren kamen aber wenig neue Lehrfilme auf den Markt. Ich stand also für meine Vorlesung vor der Wahl, entweder alte und unattraktive Filme einzusetzen, oder selbst neue zu produzieren.“ Glücklicherweise traf er in dieser Situation auf seinen Kollegen Prof. Jürgen Walter, heutiger Leiter des Studiengangs KulturMediaTechnologie an der Hochschule Karlsruhe. Mit seiner Unterstützung entstanden neue Filme, die auch im Internet abrufbar sind. „Schon nach kurzer Zeit rangierten diese Kurzfilme bei den Suchmaschinen auf den vordersten Plätzen“, freut sich Prof. Dr. Rainer Schwab, „wenn man also den Suchbegriff ‚Zugversuch‘ eingibt, ist häufig die erste Nennung eines Videos unser Kurzfilm. Und genau das Gleiche trifft auf andere unserer Kurzfilme zu.“

Für sein langjähriges Engagement und seine qualitativ und didaktisch hochwertigen Lehrmaterialien wurde Prof. Dr.-Ing. Rainer Schwab gestern in einem Festakt an der Hochschule Karlsruhe mit dem Heinz-Heiler-Preis, verbunden mit einer Prämie von 5 000 €, geehrt, der ihm persönlich vom Unternehmer und Ehrensenator der Hochschule Karlsruhe Heinz Heiler überreichte.

Der Heinz-Heiler-Preis geht zurück auf die Einrichtung einer Stiftung des Unternehmers im Jahr 1996. Das Stiftungskapital wird über den Verbund der Stifter an der Hochschule Karlsruhe gewinnbringend angelegt mit dem Ziel, aus den Zinserträgen Maßnahmen und Projekte zu fördern, die zur qualitativen Verbesserung der Lehre an der Hochschule beitragen. Dies kann durch ein besonders erfolgreiches Lehrkonzept, neue Formen in der Team- und Projektarbeit, die Entwicklung innovativer Studiengänge oder die zukunftsgerechte Anpassung der Lehrinhalte erfolgt sein. Die Preisvergabe soll auch die Möglichkeit verschaffen, besonders gut ausgearbeitete Lehrmaterialien, ausgezeichnete Projektergebnisse oder einfach eine außergewöhnlich gute Lehrqualifikation öffentlich zu würdigen.

„Mit Absicht haben wir vorab keine Einschränkung oder spezielle Bedingungen für den Preis formuliert“, so Heinz Heiler, „er ist also durchaus als Anregung zu verstehen, in der Gestaltung von Vorlesungen, Seminaren und Projekten auch einmal gewohnte Pfade zu verlassen und neue Methoden und Wege auszuprobieren.“

Quelle: Holger Gust, Leiter der Geschäftsstelle für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing