Technologie-Seminar

KI in den Ingenieurswissenschaften

An der Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft findet im Wintersemester 2019/2020 die Veranstaltungsreihe Mechatronik Kolloquium - Industrie und Wissenschaft erstmalig im Wechsel mit dem Seminar in der Fahrzeugtechnologie unter dem gemeinsamen Namen Technologie-Seminar statt.

Themenschwerpunkt im WS 2019/2020 ist "Künstliche Intelligenz (KI) in den Ingenieurswissenschaften". Die Vortragenden, die überwiegend aus Unternehmen kommen, vermitteln, welche Chancen und Risiken sich durch deren Anwendung ergeben.

Ort: Hörsaal he (Durchgang durch Geb. E), Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft
Dauer: ca. 90 Minuten inkl. anschließender Diskussion

Die Veranstaltung wird für Studierende sowie für die interessierte Öffentlichkeit angeboten. Der Eintritt ist frei.

Programm

Inhalt der Vorträgr: siehe weiter unten "Programm Details"

DatumUhrzeitFachReferentThema
09.10.201916:00MECDr. Jürgen Stumpp (AMAI GmbH)

Aktuelle Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz

16.10.201915:40FZTkein Vortrag-
23.10.201917:00MECProf. Sebastian Dörn (Hochschule Furtwangen)

Die KI-Revolution läuft: Methoden und Anwendungen der KI in der Industrie

30.10.201915:40FZT

Dr. rer. nat. Johannes Ludwig, Daniel Pollig, Johann Berres (P3 Systems GmbH)

Elektrisch, vernetzt, autonom: Wie meistert P3 als Ingenieurdienstleister die Herausforderungen der automobilen Megatrends?

06.11.201915:40MECkein Vortrag-
13.11.201915:40FZTDipl.-Betriebswirt Benjamin Reiß (IPG Automotive)Die Rolle des Virtuellen Fahrversuchs im Fahrzeugentwicklungsprozess
20.11.201915:40MECkein Vortrag-
27.11.201915:40FZTJens Cornelis (FIFTY2 Technology GmbH)Simulation von Flüssigkeiten in und am Fahrzeug
04.12.201915:40MECDr. Stefan Kimmerle (Bosch)Sensor Fusion und Edge AI ermöglichen neue Anwendungen für den Alltag
11.12.201915:40FZTM.Sc. Charu Pathni & Dr. Stefan Krauß (Vector Informatik GmbH)Die AUTOSAR-Architektur
18.12.201915:40MECPatrick Fuchs (Volume Graphics)Aus der Matrix in die Realität – Wie physikalische Simulationen und künstliche Intelligenz bei der zerstörungsfreien Bauteilprüfung helfen
08.01.202015:40FZTRudolf Schnee, Dipl. Betrw. (FH)Sustainable Business Models for Electromobility
15.01.202015:40MECKai Paschke (SVA System Vertrieb Alexander GmbH)n.n.
22.01.202015:40FZTDipl.-Ing. Xue WeiDie Rückhaltesystem-Entwicklung der Elektrofahrzeuge

MEC = Mechatronik
FZT = Fahrzeugtechnologie

 

Programm Details

Zum Lesen der Veranstaltungsbeschreibung auf den jeweiligen Vortrag klicken.

09.10.2019, Dr. Jürgen Stumpp (AMAI GmbH), Aktuelle Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz

Jürgen Stumpp zeigt auf, was KI bedeutet, welche Fortschritte es in den letzten Jahrzehnten gab und weshalb es einen Hype um dieses Thema gibt. Nach einer Vorstellung tiefer neuronaler Netze, lassen wir uns von spannenden Anwendungsfällen der KI inspirieren und wagen einen Ausblick in die Zukunft.

23.10.2019, Prof. Sebastian Dörn (Hochschule Furtwangen), Die KI-Revolution läuft: Methoden und Anwendungen der KI in der Industrie

Deutschland steht in einem immer schärferen, globalen Wettbewerb, der zunehmend über Software, Daten, Algorithmen und Künstliche Intelligenz geführt wird. Die Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsseltechnologie, um Produktivität und Wertschöpfung in Industrieunternehmen zu steigern. In diesem Vortrag bekommen Sie einen Einblick in die Werkzeuge, Vorgehensstrategien und Anwendungen der Künstlichen Intelligenz. Sie erfahren, warum es so wichtig ist, dass mittelständische Unternehmen sich mit KI auseinandersetzen. Nach diesem Vortrag können Sie abschätzen, in welchen Bereichen KI sinnvoll zu nutzen ist.

30.10.2019, Dr. rer. nat. Johannes Ludwig, Daniel Pollig, Johann Berres (P3 Systems GmbH), Elektrisch, vernetzt, autonom: Wie meistert P3 als Ingenieurdienstleister die Herausforderungen der automobilen Megatrends?

Im Vortrag erläutern die Teamleiter, wie P3 als Testdienstleister zur Entwicklung von innovativen Ansätzen in der Automobilindustrie einen relevanten Beitrag leistet. Dazu gehören:

  • Realisierung von weltweit neuen Ladestandards im Bereich E-Mobilität
  • Entwicklung sicherer Mobilitätsdienste im Themenkomplex Connectivity & Security
  • Lösungen aus dem Bereich Data Analytics und Machine Learning, um unstrukturierte Daten nutzbar machen
  • Gewährleistung der nächsten Generation der Mobilität im Bereich Fahrerassistenzsysteme und autonomes Fahren

Neben der Vorstellung der Technologien und Methoden wird erläutert, wie (potentiellen) Mitarbeiter ihre kreativen Ideen in den jeweiligen Projekten einbringen können.

13.11.2019, Dipl.-Betriebswirt (FH) Benjamin Reiß (IPG Automotive GmbH), Die Rolle des Virtuellen Fahrversuchs im Fahrzeugentwicklungsprozess

In der Entwicklung und Absicherung von ADAS/AD-Themen, genauso wie für Antriebsstrangentwicklung und klassische Fahrdynamik – an virtuellen Entwicklungsmethoden führt kein Weg vorbei.
Die schiere Anzahl der Tests kann nur noch in der Kombinatorik von realem und virtuellem Fahrversuch gestemmt werden.


Der Vortrag von Dipl.-Betriebswirt (FH) Benjamin Reiß, Teamleiter Vertrieb, gibt Einblicke in die aktuellen Herausforderungen und Lösungen auf diesem spannenden Gebiet der Fahrzeugentwicklung.

27.11.2019, Jens Cornelis (FIFTY2 Technology GmbH), Simulation von Flüssigkeiten in und am Fahrzeug

Flüssigkeiten spielen eine große Rolle im Fahrzeugbau. Einige Flüssigkeiten sind unbedingt relevant um die Funktion sicherzustellen, andere können das Fahrzeug beschädigen. Der Vortrag beschäftigt sich mit der Simulation dieser Anforderungen mit einer gitterfreien Partikelmethode.

04.12.2019, Dr. Stefan Kimmerle (Bosch, Abteilungsleiter Sensorentwicklung), Sensor Fusion und Edge AI ermöglichen neue Anwendungen für den Alltag

MEMS-Sensoren von Bosch sind seit langem das Herz einer Vielzahl elektronischer Helfer im Automobil. Seit mehr als einer Dekade erobern sie zudem die Welt der Smartphones, Wearables und IoT-Geräte. Die Vielfalt an Anwendungen wächst von Jahr zu Jahr und reicht von Kopfhörern über Smart Clothes und Fitnessarmbändern bis hin zu Staubsaugerrobotern. Dabei hat jede Anwendung unterschiedliche Anforderungen an Genauigkeit, Stromaufnahme, Stabilität, Speicher, Latenz und einige weitere Sensorparameter. Mehr und mehr Anwendungen lassen sich nur durch die geschickte Kombination verschiedener MEMS-Sensoren, peripherer Signale wie GPS und moderner Softwarealgorithmen wie Self-Learning realisieren.

11.12.2019, M.Sc. Charu Pathni, Dr. Stefan Krauß (Vector Informatik GmbH), Die AUTOSAR-Architektur

AUTOSAR ist der zentrale Industrie-Standard für die Entwicklung von Steuergeräte. Wie sieht die AUTOSAR-Architektur aus? Welche Auswirkungen hat sie auf die Embedded-Software-Komponenten und die zur Software-Entwicklung, Analyse und Simulation eingesetzten Werkzeuge? Das Seminar führt in wichtige Architekturkonzepte von AUTOSAR ein und zeigt, wie damit in den Entwicklungswerkzeugen umgegangen wird. Die Veranstaltung fokussiert auf die grundlegenden Architekturprinzipien und deren praktische Umsetzung an konkreten Beispielen.

 

M.Sc. Charu Pathni, Vector Informatik GmbH, Produktlinie Embedded Software

Dr. Stefan Krauß, Vector Informatik GmbH, Produktlinie Tools for Networks and Distributed Systems

18.12.2019, Patrick Fuchs (Volume Graphics), Aus der Matrix in die Realität – Wie physikalische Simulationen und künstliche Intelligenz bei der zerstörungsfreien Bauteilprüfung helfen

Ein Blick ins Innere eines Bauteils kann sich lohnen – und das nicht nur bei der Qualitätssicherung in sicherheitsrelevanten Bereichen. Mit industrieller Computertomographie (CT) ist es möglich ein digitales, drei-dimensionales Abbild des echten Bauteils zu erstellen, das dessen interne Beschaffenheit umfasst. Dadurch ist es nicht nur möglich das Bauteil zu vermessen und auf Formfehler zu untersuchen, vielmehr können  Poren, Lunker, Einschlüsse und andere Schwachstellen identifiziert werden. Mit diesen Informationen lassen sich Rückschlüsse auf die Lebensdauer ziehen und fehlerhafte Bauteile früh im Produktionsprozess aussortieren. Leider ist die Bildqualität der CT-Aufnahmen meist stark Artefakt-behaftet, vor allem wenn die Aufnahmen im laufenden Produktionsbetrieb (in-line) angefertigt werden.
 
Richtig trainiert, können moderne, Deep-Learning-basierte Algorithmen mit der Artefaktflut aus Rauschen, Strahlaufhärtung, Streustrahlung und anderen Einflüssen fertig werden und eignen sich daher für die Erkennung selbst kleinster Poren und Lunker. Für das Training werden jedoch Beispieldaten in der Größenordnung mehrerer hunderttausend Defekten benötigt. Eine Annotation von ausreichend vielen Beispielen von Hand ist nicht nur mühsam sondern fehlerbehaftet, da sich selbst Experten uneins darüber sind, welcher Voxel Teil eines Defekts ist. Die Simulation von CT-Aufnahmen, mit absichtlich im CAD platzierten Poren, ermöglicht es eine präzise per-Voxel-Annotation ohne zusätzlichen Aufwand zu erzeugen.
 
Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Entwicklung von Deep-Learning-Methoden zur zerstörungsfreien Prüfung ist deren Evaluation. Zum einen ist es wichtig zu wissen, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Defekt gegebener Größe bei gegebenen Signal zu Rausch Verhältnis gefunden werden kann, zum anderen müssen gefundene Defekte präzise segmentiert werden, um weitere Eigenschaften ableiten zu können, die für eine spätere Auswertung wichtig sind.

08.01.2020, Rudolf Schnee, Dipl. Betrw. (FH), Sustainable Business Models for Electromobility

Der Hype der Elektromobilität in der Automobilwirtschaft ist ungebrochen und bedeutet für die gesamte Industrie einen erheblichen Umbruch. Neben den technologischen Herausforderungen sind erfolgreiche Geschäftsmodelle zu gestalten, die für die Unternehmen und die Kunden attraktiv sind. Die traditionelle Geschäftsmodelle in der Automobilbranche können diese Herausforderungen nicht erfüllen, so dass neue, zeit- und kundengerechte zu definieren und umzusetzen sind. Eine hohe Bedeutung kommt hierbei den nachhaltigen Geschäftsmodellen zu.

22.01.2020, Dipl.-Ing. Xue Wei, Mercedes-Benz AG, Die Frontal Rückhaltesystem-Entwicklung des Elektrofahrzeuges

Die Mercedes Benz AG ist eines der erfolgreichsten Automobilunternehmen der Welt. Im Mercedes-Benz Technology Center (MTC) gestalten wir die Automobilgenerationen der Zukunft.

Die Abteilung RD/KSE widmet sich dafür der passiven Sicherheit für Elektrofahrzeuge von Mercedes-Benz Cars. Eine besondere Herausforderung stellt sich dabei, ein Frontal-Rückhaltesystem in der frühen Elektrofahrzeugentwicklungsphase zu erproben.

Änderungen vorbehalten.

Kontakt

Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik
Prof. Dr.-Ing. Martin Simon

Gebäude F, Raum F207
Moltkestr. 30, 76133 Karlsruhe
Tel. +49(0)721 925-1720
E-Mail martin.simonspam prevention@hs-karlsruhe.de

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